Kotick: Mein Ziel war es, den Spaß aus der Herstellung von Spielen zu nehmen
Skepsis, Pessimusmus und Angst FTW!
Bobby Kotick gibt ja bekanntlich ganz gerne Mal die Axt im Walde. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass er die Unternehmenskultur von ActiBlizz intern etwas… befremdlich beschreibt. Aus Spielergesichtspunkten zumindest. Wie es aussieht, ist es keine besonders spaßige Angelegenheit bei Activision Spiele zu produzieren.
Kotick beschreibt die Unternehmenskultur auf der Deutsche Bank Securities Technology-Konferenz angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise als überaus gewinnorientiert. Ein internes Mitarbeiter-Motivations-Programm „belohnt Profit und nichts anderes“, ließ Kotick verlauten.
„Wir haben Studio-Leiter, die vor fünf Jahren nicht wussten, was eine Bilanz ist und die heute im CFO-Büro über die Verteilung von Mitteln argumentieren… Wir haben wirklich eine Kultur der Wirtschaftlichkeit“, so der Firmenboss weiter.
„Das Ziel, das ich hatte, als ich von 10 Jahren viele Leute aus dem Handel zu Activision geholt habe, war, jeglichen Spaß aus der Herstellung von Videospielen zu nehmen.“
Weiterhin sagte Kotick, dass er versucht hat, der Firmenkultur „Skepsis, Pessimismus und Angst“ vor der globalen Krise anzuerziehen. „Wir sind sehr gut darin, unsere Leute in der tiefen Krise konzentriert zu halten.“
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Kommentare (11) Latest comment vor 3 Jahren
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Weil es eine Kreativwirtschaft ist und Kreativität sicherlich nicht mit Skepsis, Pessimusmus und Angst gefördert wird.
Aber davon mal abgesehen gilt es auch für alle anderen Branchen.
Sorry, aber wenn man sich die Wirtschaftskrise genauer betrachtet, war es genau so eine Einstellung, die dazu geführt hat.
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Die müssen ja alle manisch depressiv sein..
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Nicht witzig. Bei der France Télécom haben sich in den letzten Wochen einige Angestellte umgebracht. Ursache davon sollen Umstrukturierungen sein. Sicher etwas anders gelagert als bei ActiBlizz, aber allemal Besorgnis erregend.
@AntyGravity:
Ich kann Erebu nur zustimmen: Computerspiele zu erschaffen, ist eine kreative Arbeit. Und das, was Kotick da so hochleben lässt, tötet jede Kreativität. Und IMHO merkt man es den Spielen von Activision [Blizzard weniger] an, dass sie eher Fließbandware sind.
Würde mich nicht wundern, wenn in der nähren Zukunft mehr als genug Leute freiwillig von dort verschwinden. Die Bezahlung kann sie ja nicht unbedingt dort halten, Gewinne kommen schließlich fast nur den Investoren zugute...
Wenn man bedenkt, dass Activision gegründet wurde, weil sie bessere Arbeitsbedingungen als Atari bieten wollten, kann einem übel werden, was aus dem Laden geworden ist. -_-
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