Kotick: Mein Ziel war es, den Spaß aus der Herstellung von Spielen zu nehmen

Skepsis, Pessimusmus und Angst FTW!

Bobby Kotick gibt ja bekanntlich ganz gerne Mal die Axt im Walde. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass er die Unternehmenskultur von ActiBlizz intern etwas… befremdlich beschreibt. Aus Spielergesichtspunkten zumindest. Wie es aussieht, ist es keine besonders spaßige Angelegenheit bei Activision Spiele zu produzieren.

Kotick beschreibt die Unternehmenskultur auf der Deutsche Bank Securities Technology-Konferenz angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise als überaus gewinnorientiert. Ein internes Mitarbeiter-Motivations-Programm „belohnt Profit und nichts anderes“, ließ Kotick verlauten.

„Wir haben Studio-Leiter, die vor fünf Jahren nicht wussten, was eine Bilanz ist und die heute im CFO-Büro über die Verteilung von Mitteln argumentieren… Wir haben wirklich eine Kultur der Wirtschaftlichkeit“, so der Firmenboss weiter.

„Das Ziel, das ich hatte, als ich von 10 Jahren viele Leute aus dem Handel zu Activision geholt habe, war, jeglichen Spaß aus der Herstellung von Videospielen zu nehmen.“

Weiterhin sagte Kotick, dass er versucht hat, der Firmenkultur „Skepsis, Pessimismus und Angst“ vor der globalen Krise anzuerziehen. „Wir sind sehr gut darin, unsere Leute in der tiefen Krise konzentriert zu halten.“

Kommentare (11) Latest comment vor 3 Jahren

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  • BathiBoi #1 vor 3 Jahren

    ich mag den mann nicht.
  • gigsen #2 vor 3 Jahren

    ..für den würde ich nicht arbeiten wollen..
  • experiment626 #3 vor 3 Jahren

    typisch unsympathischer geldsack. hals nicht voll kriegen. ne danke. schliesse mich den beiden vorschreibern an.
  • AntyGravity #4 vor 3 Jahren

    Andererseits ist auch die Videospielebranche eine Branche wie jede andere. Es geht überall ums Geld und Arbeitsplätze, darum, den Kunden die Wünsche zu erfüllen und nicht den Spieledesignern. Warum sollen also Spieleentwickler besser behandelt werden als Autobauer, Pizzalieferanten und McDonalds-Mitarbeiter?
  • Erebu #5 vor 3 Jahren

    @AntyGravity

    Weil es eine Kreativwirtschaft ist und Kreativität sicherlich nicht mit Skepsis, Pessimusmus und Angst gefördert wird.
    Aber davon mal abgesehen gilt es auch für alle anderen Branchen.
    Sorry, aber wenn man sich die Wirtschaftskrise genauer betrachtet, war es genau so eine Einstellung, die dazu geführt hat.
  • Lorrn #6 vor 3 Jahren

    ich kann mit dem auch nix anfangen, ist halt ein geldgeiler sack
  • schmalzimohr #7 vor 3 Jahren

    Na dann Gratzi Mr Kotick - alles richtig gemacht,nur wer hoch fliegt fällt auch tief - vorallem im schnellelbigen Spielemarkt - sollte es mal eine grosse Marktveränderung geben , dann möchte ich nicht die demotivierte,skeptische und pessimistische Belegschafft haben die sich Mr Arschloch hier gerade heranzüchtet.
  • Kadaj #8 vor 3 Jahren

    der typ stinkt, soll ins Bankenbusiness einsteigen, wo nur Geld zählt, und sich aus dem Entertainmentbereich verabschieden, wo es um Spaß geht. ActivisionBlizzard ist kein so beeindruckender Hersteller, liegt vielleicht am mangelnden Spaß, was in mangelnden Spielspaß (bis auf ein paar top Marken) resultiert. Denn die geschichte zeigt, dass die Firmen, die wie eine Familie agieren und jede Menge Spaß am Projekt haben, auch die geilsten Spiele umsetzen.
  • fl0w #9 vor 3 Jahren

    Wie hoch ist denn die Selbstmordrate bei Activision? :P
    Die müssen ja alle manisch depressiv sein..
    Editiert von fl0w um 16/09/09 @ 17:40
  • jello #10 vor 3 Jahren

    @fl0w:
    Nicht witzig. Bei der France Télécom haben sich in den letzten Wochen einige Angestellte umgebracht. Ursache davon sollen Umstrukturierungen sein. Sicher etwas anders gelagert als bei ActiBlizz, aber allemal Besorgnis erregend.

    @AntyGravity:
    Ich kann Erebu nur zustimmen: Computerspiele zu erschaffen, ist eine kreative Arbeit. Und das, was Kotick da so hochleben lässt, tötet jede Kreativität. Und IMHO merkt man es den Spielen von Activision [Blizzard weniger] an, dass sie eher Fließbandware sind.
    Würde mich nicht wundern, wenn in der nähren Zukunft mehr als genug Leute freiwillig von dort verschwinden. Die Bezahlung kann sie ja nicht unbedingt dort halten, Gewinne kommen schließlich fast nur den Investoren zugute...
    Wenn man bedenkt, dass Activision gegründet wurde, weil sie bessere Arbeitsbedingungen als Atari bieten wollten, kann einem übel werden, was aus dem Laden geworden ist. -_-
    Editiert von jello um 16/09/09 @ 23:06
  • skynet1.01 #11 vor 3 Jahren

    der typ ist einfach ein trauiges beispiel unser heutigen zeit. schlimm ist, wenn sich andere profitgeile unternehmer diese philosophie annehmen oder gar noch verschärfen...hoffe der penner scheitert irgendwann mit seinem asikonzept und wenn er nur abgesägt wird von seinen deprimierten untertanen
    Editiert von skynet1.01 um 18/09/09 @ 08:41