Mass Effect 2

"Alles kann passieren."

Im Rahmen unserer Vorschau zu Mass Effect 2 konntet ihr bereits unsere Eindrücke der Hands-On-Session im Kölner EA-Hauptquartier nachlesen, aber natürlich gibt es noch einiges mehr, was man gerne über den zweiten Teil der SciFi-Reihe wissen möchte.

Ein guter Grund also, um sich BioWares Adrien Cho zu schnappen und ihm allerlei Fragen über die Fortsetzung zu stellen. Cho spricht unter anderem über die Verbesserungen im Vergleich zu Mass Effect, die neuen und alten Charaktere, das Kampfsystem und BioWares Pläne in punkto Download-Content.

Eurogamer: Was war der wichtigste Aspekt, den ihr vom ersten Mass Effect gelernt habt?

Adrien Cho: [Überlegt einige Sekunden] Uns auf das zu konzentrieren, was wir gut können, etwa die Story. Wirklich gute Spiele mit einer guten Geschichte. Es ist gut, das anzuerkennen, weil es etwas ist, das kein anderer Entwickler auf diese Art und Weise versucht. Das ist also eine Stärke und wir wissen, dass es eine gute Sache ist. Gleichzeitig haben wir aber auch erkannt, dass wir uns nicht immer nur darauf verlassen können, also haben wir überlegt, wie wir die generelle Spielerfahrung in Mass Effect 2 noch fesselnder gestalten können. Wir haben sehr viel Feedback von den Fans und der Presse gesammelt und bemerkt, dass... nun, die Story war wirklich gut, die Rollenspiel-Elemente haben ziemlich gut funktioniert, aber was können wir machen, um es zu verbessern?

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BioWares Adrien Cho

Dazu zählen definitiv die Änderungen am Kampfsystem, wie du selbst bemerkt hast. Es unterscheidet sich doch ziemlich von Mass Effect. Meiner Meinung nach ist es nun ein wesentlich verfeinerter Shooter, das System ist sehr viel tiefgründiger. Und dann die anderen Sachen... das Inventar, Dinge, von denen wir dachten, dass sie okay waren. Aber wenn wir zurückblicken, sind wir der Ansicht, dass es hätte besser sein können. Und dann natürlich die offensichtlichen Kandidaten wie das Aufpoppen der Texturen.

Das war eines der ersten Dinge, an denen wir gearbeitet haben. Wir sind der Meinung, dass wir einen ziemlich guten Job erledigt haben, aber es gab auch Kritiken. Es gibt also sicherlich Bereiche, in denen wir sicherstellen wollten, dass sowas in Mass Effect 2 nicht nochmal passiert. Und ich denke, das sieht man in dem Abschnitt auch, den du heute gespielt hast. Es gibt tonnenweise Verbesserungen.

Eurogamer: Was ist für dich die größte Verbesserung in Mass Effect 2?

Adrien Cho: Für mich ist es ehrlich gesagt das Kampfsystem. Ich mag die verschiedenen Wege, auf denen man eine Situation angehen kann. In dem Punkt spielt man also wirklich seine Rolle. Man kann das Spiel dadurch so spielen, wie man es möchte. Egal ob ihr nun ein Techniker sein wollt oder biotische Fähigkeiten nutzen möchtet, um Feinde zu neutralisieren. Es gibt einfach so viele verschiedene Arten, eine Situation zu lösen und sich um die Feinde zu kümmern.

Eurogamer: Man kann seinen Charakter aus dem ersten Teil importieren, was wiederum Mass Effect 2 beeinflusst. Umfasst das das gesamte Spiel oder nur bestimmte Bereiche?

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Adrien Cho: Das gesamte Spiel.

Eurogamer: Kannst du uns ein konkretes Beispiel dafür nennen?

Adrien Cho: Nein. [lacht] Das ist eine Überraschung. Ich denke, für die Leute wird es eine sehr reizvolle Erfahrung sein. Aber ich möchte ihnen das nicht verderben. Es gibt kleinere Entscheidungen in Mass Effect, die unwichtig erscheinen, und ziemlich große. Und all das setzen wir auch um. Das Wichtigste daran ist, dass es eure Erfahrung ist. Wir wollen, dass ihr das Gefühl bekommt, die Galaxie und das Spiel beeinflusst zu haben. Wenn ihr es also durchspielt, fühlt es sich so an, als ob ihr die Kontrolle habt. Es verhält sich wirklich so, wie ihr das Spiel spielen wollt.

Eurogamer: Wie schwierig war es, all diese unterschiedlichen Entscheidungen im Spiel zu berücksichtigen?

Adrien Cho: Sehr schwierig. [lacht] Tatsächlich sind die Schreiber diejenigen, die sich darum kümmern mussten. Ich bin nur ein Künstler... [lacht] Die Schreiber haben eine Menge Zeit damit verbricht, all die verschiedenen Pfade und Ergebnisse zu berücksichtigen.

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