Nach "Insubordinationsvorwürfen": West und Zampella verklagen Activision

Ex-IWler klagen auf Tantiemen und Kontrolle

Nachdem die leitenden Infinity-Ward-Leute Jason West und Vince Zampella diese Woche von Activision ihrer Posten enthoben wurden, verklagen die beiden Entwickler, die maßgeblich an der Etablierung des CoD-Franchises beteiligt waren, ihren ehemaligen Arbeitgeber auf bisher ungezahlte Tantiemen. Nicht nur das, sie berufen sich auch auf ihr „vertraglich zugesichertes Recht, Spiele der Modern-Warfare-Marke zu kontrollieren“.

„Activision weigerte sich, die Vertragsbedingungen einzuhalten und verspottet absichtlich die fundamentale öffentliche Regelung dieses Staates (Kalifornien), dass Arbeitgeber ihren Angestellten das bezahlen müssen, was diesen rechtmäßig zusteht“, so die Pressemeldung des O’Melveny-&-Myers-Anwalts Robert Schwartz, der die beiden vertritt.

„Anstatt Jason und Vince zu danken, sie zu loben oder sie schlicht für das erfolgreichste Entertainment-Produkt, das je der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, zu bezahlen, hat Activision im letzten Monat Anwälte angeheuert, unter dem Vorwand, wegen unbegründeter und ungenannter Vorwürfe der „Subordination“ und des „Bruches treuhänderischer Pflichten“ gegen die beiden zu ermitteln. Diese wurden schließlich als Gründe für ihre Kündigung am Montag, dem 1. März angegeben.“

Die beiden Betroffenen dazu:

„Wir waren von Activisions Entscheidung, unseren Vertrag zu beenden, schockiert“, sagt West. „Wir haben unser Herz und unsere Seelen in diese Firma gesteckt und dabei nicht nur ein Weltklasse-Entwicklungsstudio aufgebaut, sondern auch ein Team, mit dem wir stolz über eine Dekade zusammen gearbeitet haben. Wir glauben, unsere Arbeit spricht für sich selbst.“

Zampella fügt hinzu, dass man bei allem, was man für Activision getan habe, nicht auch noch klagen müssen sollte, um dafür bezahlt zu werden.

Doch es geht nicht allein um Geld, wie ebenfalls der Pressemeldung zu entnehmen ist:

„Zusätzlich übernahm Activision die Kontrolle über das Infinity-Ward-Studio, dem es zuvor die kreative Kontrolle über alle Spiele des Modern-Warfare-Franchise zugesichert hatte. Die Klage wurde eingereicht, um die Rechte von West und Zampella zu bestätigen, die Kompensationen zu erhalten, die sie verdienen und das ihnen vertraglich zugesicherte Recht, Spiele der Modern-Warfare-Marke zu kontrollieren.“

Wir halten euch über den weiteren Verlauf der modernen rechtlichen Kriegsführung im Bilde.

Kommentare (7) Latest comment vor 2 Jahren

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  • KleinerMrDerb #1 vor 2 Jahren

    So ist das halt in der Wirtschaft!
    Wenn man als "leitender Angestellter" zu teuer und vorallem zu mächtig wird.

    Dann wird man freundlich und mit Grüßen der Geschäfftsführung von 2 Kolossen gebeten das Gebäude zu verlassen.
  • SoSchautsAus #2 vor 2 Jahren

    Ich würde mich wirklich totlachen, wenn die beiden die "Kontrolle" über die Marke MW zugesprochen bekämen. Dann bliebe Activision nämlich nichts anderes übrig als angekrochen zu kommen und die beiden wieder einzustellen, sonst sitzen sie auf der Lizenz aber können sie nicht verwenden. Ist aber wohl zu schön um wahr zu sein.

    SSA
  • KleinerMrDerb #3 vor 2 Jahren

    Jetzt kommen wieder diese Moralaposteln um die Ecke und meinen Sie müssten auf A/B Spiele verzichten weil irgend nen hohes Tier entlassen wurde ....

    Kauft ihr eure Milch etwa auch nur noch beim Bauern direkt und nicht mehr im Supermarkt wo die Preise so niedrig sind, dass die Bauern davon kaum über die Runden kommen!!!

    DAS ist einfach Wirtschaft und das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

    Manchmal wird sowas öffentlich ausgetragen wie dieser Fall oder die Alone in the Dark Aktion von Atari oder der Gamespot Fall mit Kane & Lynch aber sowas passiert täglich in stillen Kammern und keinen interessierts!
    Tut mal nicht so Naiv!

  • Lorrn #4 vor 2 Jahren

    die sollen actiblitz ruhig eins reinwürgen, aus dem nichts mal kurz seine zwei creativen köpfe rausschmeisen is kacke, und es geht immer um geld und macht!
  • Harvey_Dent #5 vor 2 Jahren

    Mich würde vor allem der Insubordinationsvorwurf brennend interessieren bzw. dessen Inhalt.


    Gerade für das Ansehen von AB (Activision Blizzard) sind solche Aktionen sind hilfreich.
    Wobei ich mir denken kann das es den Spielern wohl egal ist bzw. sie es nicht mitbekommen, sofern sie weiterhin Spiele bekommen.

    Wir kriegen es zwar mit, aber wie viele der CoD MW 2 wissen auch was von dieser Chose?
    Vor allem, wie viele denken nächstes Jahr noch daran oder boykottieren MW 3?

    Außer natürlich den beiden werden die Rechte an MW zugeschrieben.
  • bloedfish #6 vor 2 Jahren

    danke KleinerMrDerb, du sprichst mir aus der seele! es soll ja keiner gut heißen was Activision da abzieht, aber immer sofort diese "Jetzt kaufe ich nix mehr von denen"-Sprüche sind so dermaßen dümlich naiv und ausgelutscht, das kracht...
  • Lizzard2k #7 vor 2 Jahren

    Unter all dem gezanke und dem Mädchenhaften getue das hier gerade in der Wirtschaft abläuft ist es echt sehr traurig mitanzusehen wie ein ehemals wirklich guter Publisher sich im stillen und geheimen Mafiaähnliche methoden ausdenkt die aber allesamt noch im legalen Bereich herumgeistern um gewisse Marken und STudio´s zu kontrollieren .
    Es ist fast so als sei diese "Krankheit" Von EA abgespungen nur um auf AB wieder aufzusteigen , sowas ist einfach nur mehr Krank !