Pangya! - Golf with Style

Fortschritt sieht anders aus

Mit der Veröffentlichung von Nintendos Wii wurde bekanntermaßen auch Wii Sports ausgeliefert, das hierzulande als kostenlose Dreingabe fungierte. Zum Umfang dieses Pakets gehörte auch die Demo einer Golf-Simulation, die die Fähigkeiten der Konsole aufblitzen ließ. Obwohl damals nur angedeutet wurde, was man mit einem durchdachten Spielsystem alles anstellen könnte, gab es bisher noch kein Spiel, das diese eigentlich nur als Demo gedachte Entwicklung übertreffen konnte.

Dass in Übersee bereits seit Längerem als Super Swing Golf erhältliche Pangya! - Golf with Style ist nun auch bei uns im Handel eingetroffen. Doch irgendwie kommt uns das Spiel mächtig bekannt vor.

Alter Bekannter

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Auf dieser Insel wurde Tiger Woods geboren, oder?

Kein Wunder, denn Pangya! gibt es bereits seit einige Zeit für den PC, allerdings als kostenlose Variante, die via Internet gezockt wird und in dem die Multiplayer-Komponente eine ausschlaggebende Rolle spielt. Dieses Prinzip wurde bei der Wii-Version auf den Kopf gestellt, hier steht die Einzelspieler-Kampagne mitsamt einiger anderer Turnier-Modi im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Warum diese Änderung durchgeführt wurde, ist unbekannt. Möglicherweise ist aber der leider auch diesmal fehlende Online Modus für diese Anpassung verantwortlich. Wie bei den meisten bisherigen Wii-Titeln müssen wir - trotz eingebautem Wi Fi - auch diesmal darauf verzichten. Wenigstens dürft Ihr aber im Versus-Modus mit bis zu drei Mitspielern gegeneinander antreten.

Natürlich wurde die Wii-Version an die speziellen Gegebenheiten der Konsole, sprich die Steuerung, angepasst. Wie schon bei der Wii Sports-Demo dient auch hier die Wiimote als Golfschläger-Ersatz, mit dem Ihr die kleinen weißen Bälle über diverse Hindernisse bis hin zu den Grüns befördert.

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Nicht immer schaut man derart bedröppelt aus der Wäsche

Die Umgebung ist allerdings alles andere als Tiger Woods-kompatibel, Ihr findet Euch vielmehr in einer quietschbunten Fantasywelt wieder, die starke Manga-Züge trägt: Die Insel Pangya. Sie befindet sich in einer anderen Dimension und wird auch von Feen bewohnt - kein Wunder, dass die Umgebung des Spiels sich nicht unmittelbar mit einem ordinären Golf-Spiel vergleichen lässt. Schließlich dienen Euch und den computergesteuerten Golfern mitunter auch Baseballschläger oder Vorschlaghämmer als Spielmittel und die Caddies reiten bisweilen auf Hexenbesen durch die Gegend oder sind gleich einer wandelnden Einkaufstüte aus Karton.

Doch zurück zum Handling des Spiels, dem sicherlich interessantesten Aspekt. Im Wesentlichen folgt auch Pangya! - Golf with Style dem bekannten Golf-Schema: Ihr befindet Euch auf einem Spielfeld, das es mit einer vorgegebenen Anzahl Schläge zu überbrücken gilt und tretet dabei jeweils gegen einen Gegner an, den Ihr möglichst unterbietet. Vieles entscheidet sich dabei schon am so genannten Tee, dem Abschlagpunkt. Misslingt der erste Schlag, wird es Euch vermutlich schwer fallen, den Sieg davonzutragen. Anfangs fällt das aber weniger stark ins Gewicht, was jedoch nicht nur an den ziemlich fehleranfälligen KI-Gegnern liegt. Vieles an Pangya! ist nämlich soweit automatisiert, dass es fast schon idiotensicher ist.

Das fängt schon beim Abschlag an, wo der perfekte Schläger automatisch ausgesucht wird - nur selten ist es erforderlich, diese Vorgabe zu ändern. Auf einer Übersichtskarte erkennt man, wohin der Ball fliegen soll und welche Reichweite der Schläger erreichen kann, wobei Abweichungen vom Ideal natürlich von einigen Faktoren wie Wind und der Schlagausführung beeinflusst werden.

Anders als in der Realität führt Ihr den Schlag bei Pangya! nicht in einer fließenden Bewegung, sondern in zwei Stufen aus. Ob Ihr die Wiimote mit einer oder zwei Händen haltet, ist übrigens Euch überlassen. Wichtig ist, dass Ihr den Controller nach hinten führt und ihn etwa in Kopfhöhe haltet. Dies löst die Kraftanzeige aus, an der Ihr ermessen könnt, wie weit Euer Schlag den Ball ungefähr treibt. Mit dem A-Knopf bestätigt Ihr die gewünschte "Reisedauer" und erst dann vollendet Ihr den Schlag mit dem von realen Sport bekannten Schwung.

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