Peter Molyneux über Fable 3
'Es wird eine Achterbahnfahrt mit sehr vielen tollen Momenten'
Peter Molyneux reiste mit einer besonderen Ankündigung nach Köln, einer besonderen Ankündigung namens Fable 3. Der dritte Teil der Rollenspiel-Reihe soll bereits Ende 2010 aufschlagen und euch zum König von Albion machen. Natürlich nur über Umwege, schließlich muss man erstmal den Thron für sich beanspruchen.
Nach der Vorstellung im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz von Microsoft und Lionhead hatten wir die Gelegenheit, Peter Molyneux höchstpersönlich noch einige weitere Fragen zu seinem Projekt zu stellen. Das Gespräch dreht sich unter anderem um den tierischen Begleiter, die Berührungs-Mechanik, den „Staging“-Prozess und das Leben als Herrscher.
Weitere Infos zum Spiel findet ihr natürlich auch weiterhin in der Vorschau zu Fable 3.
Eurogamer: Gleich vorweg: Ist der Hund wieder mit dabei? Oder irgendein anderer tierischer Begleiter, der dann am Ende ebenfalls stirbt?
Peter Molyneux: Naja, das ist natürlich deine Entscheidung, ob er stirbt oder nicht. Aber es wird natürlich so etwas wie einen Hund geben. Ich will da aber eigentlich gar nicht mehr so stark darauf eingehen. Ja, wir haben mit dem Hund tolle Arbeit abgeliefert. Wenn wir jetzt aber weiter über ihn sprechen, dann werden die Leute sagen „Oh toll, das Spiel mit dem Hund. Naja“. Meine Aufgabe besteht aktuell eher darin, neue und frische Sachen in das Spiel zu bringen. Und ich will auch nicht zu viel über die Story verraten, In der natürlich der „Hund“ auch eine Rolle spielt. Ich meine, ich habe ja die Berührungs-Mechanik heute Morgen in der Pressekonferenz erwähnt. Und das ist natürlich ein richtig großes Ding für den Hund. Denk mal an streicheln, knuddeln, Gassi gehen.
Eurogamer: Wenn man ihn streicheln kann, kann man dann auch böse Sachen mit der Berührungs-Mechanik anstellen? So wie mit den Kreaturen in Black & White.
Peter Molyneux: Ja. Aber ich habe die natürlich nie geschlagen!
Das wird eine sehr interessante Sache, vor allem die Reaktion der Leute und wie sie damit umgehen. Wenn wir in irgendeiner Form, also wirklich in irgendeiner Form, Gewalt gegenüber dem Hund zulassen, dann wäre das eine sehr heikle Sache. Natürlich wären wir in der Lage das umzusetzen, aber die Entscheidung, ob wir das überhaupt wollen, steht noch aus.
Eurogamer: Diese Berührungs-Mechanik hängt aber nicht in irgendeiner Form mit Natal zusammen, oder?
Peter Molyneux: Denkt bitte nicht, dass die Berührungs-Mechanik in irgendeiner Form einen Bezug zu Natal haben sollte. Oder einen Hinweis in diese Richtung geben sollte.
Eurogamer: Du hast in der Pressekonferenz gesagt, Fable 3 wäre der nächste Schritt in Bezug auf die Spielmechanik. Dass man der König von Albion wird. Das erscheint ziemlich ultimativ – über dem König gibt es ja nicht mehr viel. Könnte Fable 3 folglich das letzte Fable sein?
Peter Molyneux: Ich glaube, das würde unserer Vorstellungsgabe nicht gerecht. Du weißt ja nicht, was ich weiß. Und ich weiß alles [grinst]. Nein, ich würde niemals sagen, das wäre das Ende einer Trilogie oder so ähnlich. Wir haben ja einen Storyverlauf im Hinterkopf. Eigentlich schon seit dem ersten Fable. Wir bewegen uns teilweise etwas links und rechts von diesem Grundgedanken, verfolgen ihn aber dennoch. Sieh dir zum Beispiel Theresa an, die seit Fable eine große Rolle für uns spielt.
Eurogamer: In Fable 3 soll es mehr Kontinente geben als nur Albion. Du hast über Urteilssprüche des Königs gesprochen. Nicht aber über Kriege. Steht das gar nicht zur Debatte?
Peter Molyneux: Wir wurden ja davon inspiriert, ein König oder eine Königin zu sein. Dass man stark und mächtig wird. Willst Du Reichtümer anhäufen oder lieber den armen Kindern auf der Straße ein Paar Schuhe kaufen? Oder willst Du ein dominanter, kriegerischer Tyrann sein? Eher so wie die alten Könige, wie wir sie in Europa kannten? Das ist die Spannbreite an Entscheidungen, die wir den Spielern geben möchten.
Und ja, ich möchte, dass man als Spieler so mächtig wird wie Dschingis Khan oder Alexander der Große. Und die haben natürlich ihren Untertanen nicht gerade gegeben, was diese wollten. Alexander hat ihnen eher den Kopf abgeschlagen. So simpel war das. Ich möchte, dass Du diese Macht fühlst. Das ist ein brillanter Moment, denn ich habe ihn schon gesehen bei unserem „Staging“ [Szenen aus dem Spiel werden anhand dem Skript von Schauspielern gespielt, um so Dialoge und Story zu verbessern, bevor sie umgesetzt werden].
Also, wenn du König wirst, realisierst du plötzlich, dass Du nicht mehr zu den jungen Burschen gehörst. Deine alte Freunde begegnen dir mit einem „Woah, Du bist jetzt König“. Es gibt diese emotionalen Momente, in denen man seine alten Beziehungen und Freundschaften vermisst.
Eurogamer: Muss man denn aufpassen, mit wem man sich einlässt? Also mit welcher Verlobten oder – in meinem Fall – mit welchem Verlobten?
Peter Molyneux: Dazu kann ich noch nicht viel verraten, aber Deine Verlobte beziehungsweise Frau wird eine große Rolle in deinem Gefolge spielen.
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Kommentare (6) Latest comment vor 3 Jahren
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45 minuten lang über powerpoint-folien zuquatschen haben bei der pressekonferenz auch nicht geholfen
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Dauernd redet er über moralische Entscheidungen die man im Spiel treffen kann und die Konsequenzen haben.
Sie haben keine Konsequenzen, denn es handelt sich um SPIELE!
Ich mein, viele Entwickler sind auf diesen Zug auf gesprungen. Siehe Bioshock, Heavy Rain etc.
Aber Herr Molyneux versucht den Spieler dabei in eine bestimmte Richtung zu lenken, z.B. mit seiner "Hundeidee".
Wie ich schon sagte: Es handelt sich um Spiele. Der Reiz darin ist es ja, sich auch mal gegen seine eigene Natur zu verhalten und in eine Rolle zu schlüpfen.
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der mann könnt übrigens politiker werden..ich mein es ist zwar schön das der mann stolz auf seine arbeit ist aber irgentwie übertreibt der bei all seinen spielen die er vorstellt..also ist so meine meinung:-)
ach ja...ich hoffe ihr habt den mann darüber aufgeklärt das angela merkel schon immer so ähm...sch***e ausgesehen hat und nicht erst seit sie "die last" auf ihren schultern trägt..;-)
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