Portal - Test
Das Leben einer Laborratte
Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinschauen, bevor ich mit an den Episode 2-Test setzte. Doch eine halbe Stunde später war alles vorbei. Das erste Puzzle von Portal genügte, um mich zu fesseln und mich bis zum Ende vor den Bildschirm zu bannen. Das innovative Spielprinzip und das gewohnt einmalige Design eines Valve-Produkts erzeugten einen Sog, dem ich nicht entrinnen konnte. Meine ausgehungerte Testerseele freute sich so über diese riesige Portion Einfallsreichtum, dass ich meine Pflicht vergaß und mich bis spät in die Nacht durch Portal wühlte.
Überraschend war dabei vor allem die dichte Hintergrundgeschichte, die mehr zu bieten hat, als es anfangs den Anschein nahm. Geschickt werden Elemente aus dem Film Cube mit der Half-Life 2-Story verknüft und der eigentlich seelenlose Charakter der Hauptdarstellerin wird zu einer strahlenden Heldin. Als Laborratte von Aperture Technologies soll die Androidin eigentlich nur die neue Portal-Waffe ausprobieren. Doch das Versuchstier wehrt sich und will am Ende seinem Schicksal entfliehen. Doch bis zu einem möglichen Happy End warten 19 anspruchsvolle Aufgaben auf Euch, die das Kombinationsvermögen bis auf's Letzte fordern.

Der erste Schritt auf dem Weg in die Freiheit.
Das Spielprinzip hinter Portal ist so einfach wie genial. Ihr besitzt eine Waffe, die einen Teleportereingang und einen -ausgang produzieren kann. Zusätzlich kann Euer Charakter springen und Gegenstände aufnehmen, um damit zum Beispiel Schalter zu betätigen. Mit jedem Level werden dabei neue Elemente hinzugefügt und so eine komplexe Werkzeugkiste zur Verfügung gestellt, die echte Gehirnakrobatik verlangt.
Um zum Beispiel einen Schalter zu betätigen, der den Levelausgang öffnet, müsst Ihr erst einmal eine Kiste organisieren. Diese wiederum wird von einem Behälter fest gehalten, der sich erst nach der Aktivierung eines Energieknotens öffnet. Dazu benötigt Ihr eine Energiekugel, die wild durch den Raum flitzt. Also im richtigen Moment ein Portal öffnen und die Kugel damit zum Knoten leiten. Dieser befreit den Würfel, der aber zwei Ebenen höher auf seinen Einsatz wartet.

Selbstschussanlagen versperren den Weg.
Ein Schuss an die Decke und ein Portal in der Wand befördern Euch zu dem willigen Türöffner. Doch der dazugehörige Schalter versteckt sich in einer Ausbuchtung, die mit einem Portal-abweisenden Material ausgekleidet ist. Deswegen gilt es einen Ausgang direkt gegenüber zu öffnen und den Eingang auf den Boden zu projizieren. Das Bewegungsmoment Eures Falls, direkt durch das Loch im Boden, katapultiert die Spielfigur dann über mehrere Meter hinweg zum Ziel. Schalter umlegen, in den Fahrstuhl steigen und weiter geht's.
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Früher war alles besser









Kommentare (12) Latest comment vor 4 Jahren
Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!
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Ein Shooter zum Denken, davon, liebe Publisher da draußen, bitte mehr ;)
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Kadaj ist kein Mann der vielen Worte.
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Ein Test über Portal zu machen finde ich schwer, man DARF einfach nichts Spoilern, denn wenn man ungespoilert in das Spiel reingeht ist das Erlebniss viel grösser als wenn man sich bspw den bescheuerten Gamestar Test durchliest, denn ich glücklicherweisse im nachhiinein zufällig gelesen habe.
Die verraten dort das ganze Spiel und das ist einfach nur schwachsinn.