Radon Labs meldet Insolvenz an

Investor springt ab

Das Berliner Entwicklerstudio Radon Labs hat beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet.

Grund dafür ist offenbar, dass bei der Entwicklung von Das Schwarze Auge: Drakensang 3 ein Investor abgesprungen ist, weswegen das Unternehmen zur Insolvenzanmeldung gezwungen war.

Angeblich führt man derzeit aber bereits Gespräche mit potentiellen Partnern, die an einer Übernahme interessiert sind.

Nebenbei werkeln die Entwickler derzeit auch an der Erweiterung Phileassons Geheimnis für Drakensang: Am Fluss der Zeit.

Kommentare (4) Latest comment vor 2 Jahren

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

  • monkeyboobs #1 vor 2 Jahren

    Irgendwie sind die aus Terratools hervorgegangenen Studios (bis auf Yager Development) trotz aller tollen Spiele anscheinend vom Pech verfolgt: SEK (Wiggles, ParaWorld) hats ja schon erwischt; immerhin haben sich ein paar Ex-SEK'ler mit den Zampano Studios neu formiert, die an einem der jüngeren Siedler-Teile mitgewirkt und derzeit mit Slumbers ein wunderschön knuffiges Unreal-Engine-3-Projekt in der Pipeline haben.

    Und jetzt Radon Labs. Hoffentlich finden die einen neuen Geldgeber, zu wünschen wäre es ihnen. Die Firma hat viel Talent und mit einem ordentlichen Finanzpolster unterm Hintern könnten die endlich mal ihr volles Potenzial ausschöpfen.
    Editiert von 1 um 14/05/10 @ 12:31
  • staR-Kron #2 vor 2 Jahren

    hoffe auch, dass die Geschichte für die Jungs (& Mädels) noch ein gutes Ende nimmt
  • Heavy_Rain #3 vor 2 Jahren

    Eigentlich dachte ich, dass die ganz gut verdienen würden, mit den Drakensang-Spielen...? Wie kann man da Insolvenz anmelden müssen, nur weil ein Investor abspringt?
    Rentabel scheint das ja nicht zu sein.
  • monkeyboobs #4 vor 2 Jahren

    @Heay_rain:

    Ich denk mal, dass die meisten Entwickler heutzutage gerade so viel verdienen, um ihre Kosten zu decken. Wenn dann ein laufendes Projekt vom Vetragspartner eingestellt wird oder sich für ein neues kein Publisher findet, wirds duster.

    Beispiele gibt ja mehr als genug: Free Radical meldeten nach dem Rückzug LucasArts' vom Star Wars Battlefront III-Project Konkurs an - etwa ein Fünftel der Belegschaft wurde dann grad noch durch die Übernahme durch Crytek gerettet. Factor 5 haben sich ebenfalls nach dem Absprung ihres Investors und Auftraggebers "gesund geschrumpft" und sind (jetzt wieder mit Firmensitz in Köln statt San Rafael) nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    Edit: Noch ma in Bezug auf die Drakensang-Spiele... Was hierzulande den Fans nasse Unterhosen beschert, lässt die Konsumenten in Übersee scheinbar trocken. "Das schwarze Auge"-Regelwerk mag zwar grafisch ansprechend und rollenspieltechnisch toll umgesetzt sein, aber in Zeiten von Mass Effect 2 und *hust* Final Fantasy XIII lässt das die Masse eher kalt. Wie ich schon sagte, wenn die Entwickler ordentlich Schotter in die Hände kriegen, können die mit Sicherheit auch einen klasse "Spielfilm" raushauen. Nun heißt es abwarten und beten. Was übrigens die potenziellen Finanziers/Käufer von Radon Labs angeht - Crytek könnten sicherlich einen erfahrenen RPG-Entwickler für ihre Engine gebrauchen. Nach dem Kauf bzw. der Neugründung von 5 Studios kommt es auf eins mehr oder weniger auch nicht mehr an ;)
    Editiert von 1 um 14/05/10 @ 23:21