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Red Faction: Guerrilla Test

Xbox 360 PlayStation 3 Test von Kristian Metzger

6 Juni, 2009

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So, Red Faction: Guerilla durchgespielt, viel Spaß gehabt und nun Test schreiben. Hm, gar nicht so einfach, die richtige Wertung zu finden. Auf der einen Seite ist Red Faction: Guerrilla ein perfektes Männerspielzeug voller prächtiger Zerstörungswerkzeuge und beeindruckenden Bauten, die sich mit viel Stil dem Erdboden gleich machen lassen. Noch nie hat das Schrauben-genaue Zerlegen so viel Freude gemacht. Genauso hätte Mercenaries 2 sein müssen, ein mehrere Quadratkilometer große Sandbox mit interessanten Waffen, ein wenig Chaos und viel Action.

Doch da ist noch die andere Seite. Während die aggressive KI, die gelungene Grafik und ein paar interessante Puzzleansätze begeistern, enttäuschen die müde Story-Präsentation, die streckenweise schwache Kampagne und die suboptimale Inszenierung. Dabei wäre es doch so einfach. Entwickler Volition hätte sich nur bei der eigenen Inhouse-Konkurrenz ein Scheibchen abschneiden müssen.

Der übertrieben HipHop-Stil von Saints Row mag zwar nicht jedermanns Sache sein, die zum Teil sehr lustigen Ingame-Sequenzen und die prägnanten Charaktere laufen Red Faction: Guerrilla-Hauptdarsteller Alec Mason und der restlichen Besetzung jedoch locker den Rang ab. Ein Vergleich mit Story- und Charakter-Design-Schwergewicht Grand Theft Auto spar ich mir da lieber ganz, gerade mal 5 bis 6 kurze Render-Sequenzen und ein paar verwackelte Missions-Videos sind 2009 einfach nicht genug.

Also stellt sich die Frage: Trägt das zentrale Gameplay-Element, die Zerstörung, den Titel weit genug, um am Ende daraus trotzdem ein sehr gutes Spiel zu machen? Eine Entscheidung, die erst in der letzten Sekunde gefallen ist. Lange befand sich Red Faction Guerrilla im Wertungs-Limbo, erst die letzten zwei bis drei Stunden sorgten für die endgültige Entscheidung. Natürlich will ich Euch nicht die ganze Spannung rauben, deswegen müsst Ihr Euch schon bis zum Fazit gedulden. Und ja nicht spicken!

Falls Ihr die beiden Vorgänger nicht kennt, hier eine kleine Zusammenfassung: Der erste Teil war ein waschechter Ego-Shooter, der dank GeoMod-Engine die partielle Zerstörung des Level-Inventars ermöglichte. Parker, der Hauptdarsteller des ersten Teils, musste gemeinsam mit der Widerstands-Bewegung Red Faction den bösen Ultor-Konzern bekämpfen. Im zweiten Teil wurde dann der Traum der Mars-Bewohner Wirklichkeit. Mit Verstärkung der Earth Defense Force wurde der Konzern in aufgemotzter Grafik zerschlagen und dem Mars die Freiheit geschenkt.

Diese Zeiten sind nun leider vorbei. Die Befreier von der EDF haben sich im Nachhinein als neue Besatzer herausgestellt. Um den erdgestützten Konzernen billige Arbeiter und kostenlose Rohstoffe zu liefern, sorgt die Armee für eine Diktatur der Waffen. Wer nicht spurt, wird gnadenlos niedergemäht. Euer Held, Alec Mason, möchte anfangs mit dieser Problematik nichts zu tun haben. Er ist auf den Mars gekommen, um zusammen mit seinem Bruder Dan in den Minen zu arbeiten. Doch dieser Vorsatz hält genau 5 Minuten. Direkt nach dem Tutorial wird Dan von EDF-Truppen getötet, Alec steht auf der Fahndungsliste und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu kämpfen.

Red Faction: Guerrilla bewegt sich dabei weg von der linearen Ego-Shooter-Erfahrung, hin zu einem Third-Person-Open-World-Spiel, bei dem Ihr als menschliche Abrissbirne für jede Menge Kleinholz sorgt. Vereint mit der Red Faction-Bewegung muss Alec die EDF aus sechs Sektoren vertreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es, den Einfluss der Besatzer auf Null zu reduzieren. Durch die Erfüllung von unterschiedlichen Missionen und die Zerstörung von Schlüsselgebäuden lockert sich der eiserne Griff der EDF-Truppen, bis Ihr in einem Großangriff den entsprechenden Sektor für die Mars-Bevölkerung sichert .

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Moral der Widerstandskämpfer. Mit speziellen Missionen, zum Beispiel Unterstützung bei Angriffen, lässt sich diese Erhöhen. Ein praktischer und oft Kriegs-entscheidender Nebenaspekt: Umso höher die Moral Eurer Truppe ist, umso mehr Kämpfer unterstützen Euch bei Angriffen auf den Feind. Zu Beginn habt Ihr nämlich gegen die ständig Unterstützung herbeirufenden Gegner kaum eine Chance. Nach ein paar Minuten werdet Ihr, gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden, einfach überrannt.

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Kommentare: 1-11 von 11 gesamt

Autor
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Syrok [mod]
06/06/09 @ 09:42
#1
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Kann man auch ohne viel von der Story erledigen zu müssen, den Planeten zerstören (oder besser gesagt die Gebäude)? Das ist nämlich das einzige was mich an dem Spiel reizt. ^.^
Kristian [staff]
06/06/09 @ 09:47
#2
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@Syrok: Die besten Gebäude gehören leider zu der EDF. Aber es gibt den Wrecking Crew Modus, da kannst du relativ frei Sachen kaputt machen. Außerdem sind über die Karte spezielle Zerstörungspuzzle verteilt, die muss man aber erst mit der Kampagne frei schalten.
Syrok [mod]
06/06/09 @ 10:20
#3
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Aha.
Naja, ich vermute mal das es schnell günstig wird dann hab ich was schönes für die Sommerferien (\o/), wenn ich mal ein Kontrastprogramm zum ewigen Erschaffen von LBP Level brauch.
schmalzimohr
06/06/09 @ 10:53
#4
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*Bogenmach*

Aber toller Test,schoen zu lesen klingt ziemlich negativ fuer eine 8/10.Haette beim lesen eher Richtung 7 getippt.
Edited 1 times, most recently on 06/06/09 @ 11:54
Lorrn
06/06/09 @ 11:22
#5
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das game reizt mich schon ewig, nach dem test bin ich mir sicher das ich viele tolle stunden damit haben werd... nur die zeit fehlt, prototype ist ja auch schon da :)
Kristian [staff]
06/06/09 @ 12:35
#6
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@Schmalzimohr: War ne knappe Sache. Wenn das zerlegen der Gebäude nicht so viel Spaß machen würde, wäre es trotz nettem Multiplayer ne 7 geworden. Ich muss zugeben, mir hat das in die Luft jagen auch nach 15 Stunden noch Spaß gemacht und gerade wenn ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich wieder Lust. Es ist simpel und primitiv, trifft aber genau den Nerv.
Saiwa_Tec
06/06/09 @ 14:45
#7
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Spielt einfach die Demo nimmt den Rhino aufsatz und renn durch ein Gebäude und ihr wisst das Spiel wollt ihr haben
Aufziehvogel
06/06/09 @ 15:31
#8
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Hat das Spiel Splitscreen, also gegenander an einen fernseher zocken?
Kristian [staff]
06/06/09 @ 16:26
#9
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@Aufziehvogel: Im Vs. nicht, nur den Wrecking Modus spielt man abwechselnd. Ist in etwa wie die Crash Kreuzung von Burnout. Man rennt rein und muss so schnell wie möglich alles platt machen.
JarmenKell
08/06/09 @ 10:18
#10
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gut geschriebener Test.

Das Fazit entspricht in etwa dem, was ich nach dem Anspielen der Demoversionen auf XBOX-Live erwartete. Mittelmäßige bis gute Singleplayererfahrung mit extrem agressiven Wachen die einen überlaufen wenn man taktisch vorgehen will und ein sehr spaßiger Multiplayermodus der mir schon in der Demoversion einige spaßige Stunden bereitet hat.

Jetzt heisst es für mich nur noch ein wenig warten bis Red Faction gemeinsam mit Prototype bei mir ankommt und ich mich entscheiden muss welches Spiel ich zuerst spiele.

P.S.: Weiss jemand, der die Multiplayerdemo gespielt hat und jetzt die Vollversion besitzt, ob die in der Demo erhaltene Erfahrung, Ausrüstung und dergleichen in die Vollversion mitübernommen wird?
Locke89
09/06/09 @ 20:40
#11
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Wow, Ich muss wirklich sagen, der MP mir Dank den Rucksäcken besonders viel Spaß macht. Und wie Kristian gesagt hat, allein die Zerstörungswut zieht einen immer wieder hin. Hätte nie gedacht, dass ein Vorschlaghammer eine solch geniale Waffe sein kann (abgesehen in Dead Rising). Man ertappt sich immer wieder, selbst bei Missionen, wie man schlicht in der Gegend ganze Häuserwände einreißt ;p

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