Resident Evil 5 - Vorschau
Der tödliche Kontinent
Afrika ist die Wiege der Menschheit. Ein Kontinent voller Wunder und Leben, der mit seinen Regenwäldern, Savannnen und Wüsten Millionen von Arten ein Zuhause schenkt. Doch zerrissen durch Kriege, gegeiselt durch tödliche Krankheiten und ausgedörrt von einer gnadenlosen Sonne steht er auch für Tod und Zerstörung. Die Angst vor Hunger, der Hass gegen das Fremde und Korruption treiben viele Länder in den Bürgerkrieg. Kinder werden zu Soldaten und Menschen verlieren jeden Wert. Es ist ein grausamer Kampf ums Überleben, der jedes Jahr Tausende Tote fordert. Eine Tragödie, die eigentlich für einen Aufschrei sorgen müsste, doch ohne wichtige Ressourcen und strategische Bedeutung versinkt ein ganzer Kontinent in der Vergessenheit.
Ein Desinteresse, das sich in auch bei den Videospielen niederschlägt. Afrika-Spiele lassen sich an einer Hand abzählen. Wirklich gut war eigentlich nur Black Hawk Down. Doch mit einem Schlag wurde Afrika plötzlich wieder En Vogue. Neben dem atmosphärisch erstklassigen Far Cry 2 verschlägt es auch Resident Evil 5 auf den dunklen Kontinent, der als Geburtsstätte des T-Virus herhalten muss. Ein spielerisch genialer Schachzug, der aber nach der ersten Ankündigung für einige Probleme sorgte. Der infizierte Mob war damals nämlich ausschließlich schwarz und jagte aufgehetzt durch einen mysteriösen Anführer einen weißen Polizisten, Chris Redfield, durch ein verwüstetes Land.
Sofort wurde Capcom Rassimus unterstellt, denn die Bevölkerung wurde als rasende Meute und der weiße Polizist als der strahlende Retter charakterisiert. Eigentlich lächerlich, schließlich spielte diese undankbare Rolle im vierten Teil die spanische Provinz-Bevölkerung, aber wenn es um Hautfarben geht, holt ein Teil der Öffentlichkeit nur allzu gern die Rassimus-Keule hervor. Capcom hatte auf jeden Fall ein Einsehen und lockert den brutalen Mob auch mit ein paar weißen Monstern auf. Außerdem wird Chris Redfield eine schwarze Polizistin namens Sheva zur Seite gestellt, mit der man erstmals im Coop die Monster-Hatz erledigen kann.
E3 2008-Trailer
Nach Dutzenden Trailern, Screenshots und Informationen ist eine Frage von entscheidender Bedeutung: Wie spielt es sich eigentlich? Die Antwort ist ganz einfach: So ziemlich genau wie Resident Evil 4. Capcom bleibt dem bewährten System treu und präsentiert die Zombie-Hatz – wobei die Viecher mit dem geteilten Mund ja eigentlich keine Zombies mehr sind – aus der Schulterperspektive. Ihr könnt immer noch nicht schießen, während Ihr Euch bewegt und per Quick-Time-Events könnt Ihr Attacken abwehren und Türen aufbrechen. Im Demo-Level Shanty Town werden Erinnerungen an das Dorf im vierten Teil wach. Ein gigantische Horde treibt Euch durch die zerfallenen Gebäude und stachelt sich gegenseitig zu immer wahnsinnigeren Attacken hoch.
Krasse Shockeffekte sind auch beim fünften Teil Mangelware, stattdessen liefert Euch der Titel Adrenalin im Doppelpack. Wenn sich die kreischende Menge auf Euch stürzt, bleibt Euch keine Zeit für eine Atempause. Gnadenlos jagen sich Euch mit Schaufeln, Äxten, ihrem Predator-ähnlichen Greifwerkzeugen oder ihren bloßen Händen. Der Majini, ein afrikanischer Geist, spielt bei diesem Ausbruch eine besondere Rolle, die weit über simplen Hokuspokus hinausgeht.
Die Stadt selbst vermittelt ein echtes Gears of War-Gefühl: Ein gerade noch lebendiger Schmelztiegel der Kulturen wurde in den Abgrund gerissen. Überall sind noch Anzeichen für das normale Leben zu finden. Wäsche, die im Wind flattert, Geschirr auf einem Herd oder Holzspielzeug, verstreut auf dem Boden. Doch die Einwohner haben keinen Sinn mehr für ihre normalen Triebe. Sind wollen nur noch eines: Euch töten.

Ihh, Mundgeruch.
Auf dem Weg durch die engen Straßen trifft Chris auf fliegenartige Monster, die sich aus verwesenden Leichen erheben, muss zusehen, wie sich immer mehr Wahnsinnige zusammenrotten, um ihn durch die Stadt zu treiben. Der Weg ist dabei relativ linear aufgebaut, liefert aber genug Freiheit, um ein Gefühl von Selbstbestimmung zu vermitteln. Trotzdem wird zumindest hier die Inszenierung über das kreative Denken gestellt, was für ein paar Level ok ist, aber nicht einreißen sollte. Sheva macht als AI dabei eine beeindruckende Figur.
Sie hilft Euch aus der Klemme, gibt Euch Rückendeckung und Feuerschutz oder löst kleine „Rätsel“, wie das Öffnen einer Tür per Schrotflinte. Noch besser funktioniert die Zusammenarbeit natürlich mit einem CoOp-Partner, der leider nur Online in die Partie einsteigen kann. Durch CoOp-Moves werdet Ihr zum Miteinander gezwungen und treibt Euch so gegenseitig durch das zerstörte Provinznest.
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Kommentare (31) Latest comment vor 3 Jahren
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joar death space... und das neue silent hill nicht zu vergessen ^^
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Die letzten - und besten - echten Resident Evil Titel sind meines Erachtens Zero und 1 (beide Cube). Alles folgende (Outbreak, 4) ist eher als Spin-Off zu qualifizieren.
4 - extrem schlechte Story, repetitiv, seelenlos, überrüstet.
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Ich freu mich bei Resi einfach auf nen guten Shock-Shooter.
cheers,
Alex
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hätte keine Einwände :)))))
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Ich freu mich bei Resi einfach auf nen guten Shock-Shooter.
cheers,
Alex "
War nicht nur Horror; für mich persönlich nachrangig (Project Zero hat mich beispielsweise dagegen ziemlich mitgenommen). Die besten Spiele der Serie hatten einen starken filmischen Aspekt. Vorgerenderte Hintergründe und entsprechende Kameraperspektiven sind keine Verlegenheitslösungen. Insbesondere die Cube-exklusiven Spiele sind in dieser Hinsicht und der Qualität der Graphik sehr besonders und auch diese Generation unerreicht. Anders als hier spielt der Ort des Geschehens keine zentrale Rolle mehr. Die Herrenhäuser - und Umgebung - hatten Stil und Persönlichkeit, etwas das man von 4's Lokalitäten kaum behaupten kann.
Die Massenschlachten und das Übermaß an ebenso starker Ausrüstung haben mehrere Konsequenzen. Das Gameplay wird auf vielfältige Weise anders. Unter anderem degenerieren Umgebungen auch zu, im Wesentlichen, blossen Schauplätzen für Auseinandersetzungen. Und größer bedeutet in der Regel schlechter.
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trozdem.... mal wieder n oldscooliges resi... das währ schon was feines! da würde mich auch die ..echt beschissene Steuerung.. nicht stören!
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Zu Teil 5: Die Verfolgungsjagden sollen doch bitte etwas heftiger und schwerer ausfallen. War beim vierten Teil ein klein wenig enttäuscht dass selbst auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad die Dorfbewohner nach ner Zeit an Biss verloren haben.
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Bin kein richtiger Resi Fan, und hab in die alten Teile immer nur mal reingeschaut/angespielt.
Aber ich kann voll und ganz zustimmen. Obwohl ich nur kurz angespielt oder bei Freunden mal zugeschaut habe, sind mir die Schauplätze und das Szenario hängen geblieben. Und das wohl stärker als bei Resident Evil 4, welches ich durch habe.
Trotz allem war Resident Evil 4 der erst, und bisher einzige Teil, den ich mit Genuss und bis zum Schluss gespielt habe. Vom Gameplay war es einfach mehr mein Fall, und ein richtig geiles Action Game. Mit Half-Life 2 wohl das beste.
Und deswegen will ich auch gerne Resident Evil 5 spielen. Auf Wii oder auf PC. Danke. :)
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Die ersten 2 Stunden, danach hatte ich einen guten Überblick über das Arsenal und sämtliche Bedrohungen und nicht mehr das Gefühl gehetzt zu werden. Es gab nur noch klassische Passagen die zu wiederholen sind bis man das individuelle Schema und entsprechende Zeitraster begriffen hat - und vor denen es direkt einen Rücksetzpunkt gibt -, darunter der ein oder andere Endgegner.
Abgesehen natürlich von Endgegnern hat sich im wesentlichen permanent alles wiederholt. Mittlere Distanz Handgun/SMG/Sniper, Kurze Distanz Shotgun/SMG, ggf. Kick, lange Distanz Handgun/Sniper - das ganze aufgefrischt mit Granaten und Mienen.
Frischer Wind? Ein 3rd-person shooter ohne Persönlichkeit, ohne Charisma. Davon gibt es einige. In der Tat bis dato wenige unter den RE Spielen. Auf der anderen Seite gibt es wenige Spiele die so sind wie die klassischen, echten RE Spiele. Der Fehler hier liegt schlicht in der Fliessband-Mentalität. Mehr Zeit, Resourcen und Begeisterung hätten Wunder gewirkt, siehe Zero und RE(make). Neuerungen im Sinne der bei RE 4 vorgenommenen sind eher als Genre-Wechsel oder Spin-Off Entwicklungen zu qualifizieren. Man könnte sich ebenso darüber beschweren, dass Rollenspiele keine FPS und immer nur das Gleiche sind. M. Erachtens ist es so als hätte man Fussball in Wasserball geändert, weil ersteres immer nur das Gleiche ist. Sicher, in beiden, gibt es einen Ball, Tore und zwei Mannschaften. Es ist aber wirklich nicht das Selbe. Viele werden Wasserball Fussball vorziehen. Andere werden es bedauern dass es kein Fussball mehr gibt. Nebenbei bemerkt würde Wasserball dann nicht Wasserball sondern "Fussball 2" heissen. Was für die Bedauernden äusserst seltsam für die Freunde von Wasserball völlig folgerichtig wäre.
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Für sich genommen absolut (...) in Ordnung. Es spricht grds. nichts dagegen Wasserball anderem vorzuziehen. Interessant ist dein Bezugspunkt: das was Resident Evil 4 ausmacht "passt besser zu Resident Evil 4". Dem stimme ich (aufrichtig) zu.
Ich persönlich ziehe Project Origin RE 5 vor.
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Project Origin ist natürlich wieder eine andere Sportart. ;)
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als, ich zitiere:"Horror-Ich-Scheiß-Mich-Ein-Bei-Geräuschen-Und- Fester-Kamera-
Game"
Als es damals eingestampft wurde und durchs action resi ersetzt wurde war ich, als eingefleischter superfan der ich bin
zunächst verärgert.
DOCH, die renovierung hat gut getan und daran sollten sich diverse serien n beispiel nehm (mgs)
die serie hat dadurch sicher neue fans gewonn und egal wie resi nun resi is, es is immanoch resi und die story goes on
das is das für mich was zählt ;)
gameplay,präsentation etc sind ja immernoch erste sahne.
und @ sevens komm ma klar ;) miese spin offs sind in echt nur diese vergewaltigungen von wegen outbreak und die miesen lightgunshooter(jüngster ausrutscher resi umbrella chronicles,absolut mies)
GreetZ
ach und ... äh ... love u capcom =)
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Nur am Rande, Ich hab' lediglich von Spin-Offs gesprochen, nicht von miesen. Trotzdem tolle Ausführungen. Und ja, ich bin auch der Ansicht dass MGS in einen planlosen und oberflächlichen 3rd Person Shooter verwandelt werden sollte.
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Als ob das bei Mgs4 nich schon passiert wäre ^^
Aba hast recht wozu Mgs neu erfinden hat doch eh jeder die Schnauze voll von dem dreck ;)
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Weisst du, Reaver, das ist ein wunderbar dämlicher Kommentar. Erstens bin ich mir sowohl der Option als auch des fehlenden Zwanges bewusst und zweitens geht er völlig an dem vorbei was ich geschrieben habe.
"Mag sein, dass Capcom einen anderen Weg mit Resident Evil eingeschlagen hat und sich sehr viele altgeingesessene Fans dadurch vor den Kopf gestoßen fühlen, allerdings ist es stark zu bezweifeln dass man jetzt wieder von diesem Kurs abweicht da er sich finanziell wohl mehr als lohnt und man dadurch auch viele neue Fans gewonnen hat."
Ich habe nicht einmal im Ansatz das Gegenteil behauptet.
"Das erinnert mich ein wenig an Tomb Raider wo in einigen Foren ein paar Verrückte rumrennen, die lieber die miese Grafik die vollkommen bescheidene Steuerung und das überholte Leveldesign gegen die neuen TR- Teile eintauschen würden."
Hättest du meine Ausführungen verstanden würdest du wohl keinen derart verfehlten Vergleich anstellen.
"Ich für meinen Teil habe damals auf dem PC mit Teil 1 immer tierisch Angst bekommen (man war jung und leicht zu beeindrucken) aber dieser Schockeffekt hat sich wahnsinnig schnell abgenutzt (hey, ein langer Gang mit Fenstern, ob da nicht gleich etwas durchspringt?)."
Siehe meinen vorherigen Kommentar direkt hierüber. "Schockeffekte" als solche sind für mich weder ein Argument für/gegen die erwähnten Klassiker noch für/gegen RE 4.
"Und für mich waren die Level [von RE 4] keineswegs nur Kulisse."
Dann hast du entweder geringere oder grundsätzlich andere Ansprüche.
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