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FIFA 07 Test

Xbox 360 Test von Marco Marzinkowski

31 Oktober, 2006

Bücher und Spiele sollte man nie nach ihrem Cover beurteilen. Interessant finde ich das Motiv von FIFA 07 trotzdem, denn für meinen Geschmack hat es Symbolcharakter. Sehen wir doch zum einen den FCB-Kicker Prinz Poldi, bei dem Stellenwert in der Öffentlichkeit und Leistungsvermögen in einem Ungleichgewicht zueinander stehen. Klar kann der Bursche kicken und gelegentlich mal die Pille im Netz versenken, ein wirklicher Klassemann ist er trotzdem nicht. Da gebe ich dem Herrn mit der Old-School-Frisur (auch bekannt als Günther Netzer) absolut Recht. Zum anderen erblicken wir den begnadeten Ausnahmekicker Ronaldinho von Barca. Ich fühlte mich bei diesem Anblick an die ewigen Rivalen FIFA und PES erinnert, wobei FIFA natürlich das Talent (Podolski) und PES (Ronaldinho) Extraklasse ist. Traut man dem Anblick auf dem Cover, dann steht wohl ein Rollentausch an. Denn Poldi zeigt ein strahlendes Siegerlächeln, während der ansonsten ewig grinsende Ronaldinho eher bedröppelt aus der Wäsche schaut.

Ob EA wirklich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und FIFA endlich mehr an echten Fußball erinnert, überprüfen wir anhand der Xbox 360-Version, die mit einiger Spannung erwartet wurde. Der Jahrgang 2006 war nämlich eine herbe Enttäuschung und eher ein FIFA Light. Stimmt der Umfang diesmal?

Weniger und mehr

'FIFA 07' Screenshot 5

Im echten Kickerleben hat Ronaldinho eine kleine Formkrise, auf der Xbox 360 läuft er zur gewohnten Höchstform auf.

Um Euch den sauren Wein direkt einzuschenken: Leider nein! Besitzer von PS2 und Co. können in satten 27 Ligen ihre Bolzkünste perfektionieren, auf der Xbox 360 stehen gerade mal sechs (+ 37 Nationalmannschaften) zur Auswahl. Immerhin befindet sich darunter der Deutschen liebstes Kind, die Bundesliga. Neben der englischen Premier League, der Ligue 1 aus Frankreich, der italienischen Serie A und der spanischen Primera Division, taucht aber merkwürdigerweise die eher obskure erste Liga aus Mexiko auf. Für mich eine absolut unverständliche Entscheidung. Zeit- und Personalmangel hin und her, nur wieso wurde in dem Fall keine Division implementiert, die uns vertrauter und somit von größerem Interesse ist? Also beispielsweise die Eredivisie aus Holland oder Österreichs T-Mobile-Bundesliga? Aber, wie gesagt, unsere Bundesliga ist vertreten, womit FIFA 07 in dieser Hinsicht ein Plus gegenüber PES hat.

Ähnlich abgespeckt gibt sich der Kick in Sachen Stadienvielfalt: 23 Tempel der Fußballwelt sind dabei, darunter so prachtvolle Spielstätten wie das Delle Alpi der Skandalkicker von Juve oder das nagelneue Emirates Stadium der Gunners. Im Vergleich zur Masse (51!) in der GC-, PS2- und Xbox-Version, enttäuscht die Anzahl trotzdem. Weniger enttäuschend ist die taktische Flexibilität. Hier sind Eure Möglichkeiten im Vergleich zu den anderen Versionen extrem vielfältig, was FIFA 07 eine erfrischende neue Note verleiht. Lasst uns nun mal den Platz betreten, denn dort geht es ebenfalls erfreulich positiv weiter.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz

'FIFA 07' Screenshot 2

Die Torhüter strecken sich oft vergeblich, weil ihnen die nötige Intelligenz fehlt. In dieser Hinsicht bleibt sich FIFA treu.

Dies fängt schon mit der Präsentation an, die gewohnt erstklassig und einer der wenigen Punkte ist, in denen FIFA schon immer deutliche Vorteile gegenüber PES hatte. Man erblickt den Tunnel zum Spielfeld, in dem die Kapitäne der jeweiligen Teams zum fairen Handshake ansetzen. Nach der Einblendung der Mannschaftsaufstellungen und dem Einlauf der Kicker kann es los gehen. Und wie es los geht! Auf den ersten Blick wirkt das Geschehen vertraut, aber recht schnell wird klar, dass EA für die Xbox 360 seine Ankündigungen in die Tat umgesetzt und eine neue Engine auf die Beine gestellt hat. Der neue "Heilsbringer" zeigt geschmeidige Animationen und liefert eine verbesserte Ballphysik. Endlich klebt die Pille nicht mehr fix an den Füßen der Kicker, endlich wirken die Abläufe halbwegs realistisch und facettenreich. Was durchaus Betonung verdient, denn in der Serienvergangenheit kam ich mir teilweise wie der Mittelpunkt gescripteter Events vor, auf die ich nur am Rande Einfluss hatte. Diesmal habe ich beinahe das Gefühl, wirklich die absolute Kontrolle über die Spieler zu haben. Aber nur beinahe, weil meine Kommandos gelegentlich minimal verzögert ausgeführt werden.

Im Großen und Ganzen funktioniert die Steuerung aber tadellos: man setzt seine Stürmer mit kurzen oder langen Pässen in Szene, schlägt gefühlvolle Flanken und überlistet die gegnerischen Keeper mit normalen Schüssen, Lupfern und Hebern. Viel List und Tücke ist aber im Prinzip unnötig, denn trotz neuer Engine gibt es ein altes Problem - die Torhüter hätten eher die Bezeichnung Fliegenfänger verdient. Gelegentlich entschärfen die Burschen mächtige Geschosse, oft bleiben sie aber in Situationen auf der Linie kleben, die eigentlich ein beherztes Vorpreschen erfordern würden. Besonders schlimm: Viele Pillen können die Herren Kahn und Dida nicht festhalten. Stattdessen schicken sie per Abpraller eine Einladung an die entsprechenden Stürmer, die von diesen dankbar angenommen wird.

Intelligenter und bissiger sind da schon die gegnerischen Verteidiger. Bereits ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad gehen die Defensivkünstler energisch zur Sache, machen den Raum geschickt eng und zwingen einen dazu, die winzigen Lücken im feinmaschigen Verteidigungsnetz aufzuspüren. Dabei ist man leider auf die eigenen Fähigkeiten angewiesen, denn die CPU-Mitspieler sind keine große Hilfe. Sie laufen sich selten frei und warten in erster Linie auf inspirierte Aktionen des Spielers.

Die künstliche Intelligenz von Freund und Freund unterliegt also starken Schwankungen. Generell gesehen ist FIFA 07 trotzdem ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung und kommt PES so nah wie noch nie zuvor. "Sicherheitsabstand" ist aber weiterhin vorhanden, zumal bestimmte Teilbereiche, wie etwa das Kollisionsverhalten, bis zur nächsten Version noch Feintuning vertragen könnten. Wenn zwei Spieler aufeinander prallen, wirkt es eher wie ein Treffen der Marke "Gummiwand meets Gummiwand".

Der spielende Manager

Relativ spartanisch zeigt sich der EA-Titel in Sachen Spielmodi. Ihr könnt ein Einzelmatch bestreiten, Euch 85 Herausforderungen (Erziele mit einem Einwechselspieler ein Tor, mindestens 60% erfolgreiche Pässe schlagen, etc.) widmen, per Xbox Live der ganzen Welt Euer Geschick am Ball demonstrieren oder in den Manager-Modus eintauchen. Der erstreckt sich über insgesamt 5 Saisons, in denen Ihr versucht, die Wünsche von Fans, Vorstand und Sponsoren gleichermaßen zu befriedigen. Ihr legt darin unter anderem die Eintrittspreise fest, verlängert Verträge, jagt Talentsucher um den ganzen Globus oder trefft bei gelegentlichen Multiple-Choice-Events hoffentlich die richtige Entscheidung. Über all dem steht natürlich der sportliche Erfolg. Knifflige Partien gegen direkte Konkurrenten solltet Ihr daher tunlichst selbst bestreiten, Matches gegen vermeintliches Kanonenfutter könnt Ihr auch simulieren lassen.

'FIFA 07' Screenshot 1

Einige Spieler wären bei Madame Tussaud besser aufgehoben. Die Entwickler haben es mit dem Glanzeffekt übertreiben.

Die Präsentation und die Animationen verdienen ein Lob, perfekt ist die Optik aber beileibe nicht. Die Zuschauermenge geht zwar frenetisch mit, ist aber wirklich hässlich anzuschauen. Ebenso stutzen die Spielermodelle die Grafik auf Normalmaß zurecht. Einige Kicker sehen ungemein realistisch aus, andere wiederum erinnern nur entfernt an ihre Namensgeber. Zudem haben die Programmierer bei der Arbeit wohl nebenbei zu viel Tennis auf Eurosport gesehen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Gesichtspartien der Fußballer ähnlich aussehen wie die einiger Tennis-Starlets - frisch gepudert und geschminkt. Zumindest wirkt es so. Als Wechselbad der Gefühle entpuppt sich noch dazu der Kommentar. Gelegentlich zeigen sich die Sprecher gut informiert und loben etwa den spektakulären Angriffsfußball der Bremer, dicht gefolgt allerdings von Phrasendrescherei der schlimmsten Sorte. Die Samples des neuen Stadionsprechers klingen ferner mächtig dumpf. Was als atmosphärische Belebung gedacht war, verfehlt daher das Ziel.

Wie schon im letzten Jahr ist die Xbox 360-Version von FIFA 07 deutlich schlechter bestückt als die übrigen Fassungen. Besonders ärgerlich, da diese Umsetzung teuer daher kommt als die anderen. Wer mit dem Problem der fehlenden Masse leben kann, erhält mit dem Xbox 360-Ableger der Fußi-Endlosreihe auf jeden Fall den besten Vertreter seit Jahren. FIFA spielt sich immer noch nicht so "echt" wie PES, nähert sich dem realen Sport aber mit großen Schritten an. Einige Kleinigkeiten nerven trotzdem, beispielsweise agieren die Schiedsrichter zu penibel und pfeifen schon bei harmlosen Streicheleinheiten ab. Dafür ist aber der Online-Modus um Klassen besser als bei der Konkurrenz - kein Geruckel, kein Gezuckel, bis zu 8 Spieler dürfen sich im Netz bekriegen. Bei PES 6 gab es da nur 1 gegen 1-Turniere. Ein kleiner Motzer ist aber auch hier angebracht: Man kann nicht gleich nach einem Match erneut gegen seine Kontrahenten antreten, sondern durchläuft noch einmal den gesamten Einlade-Prozess.

Von daher verteile ich mit leichtem Bauchgrummeln eine 8. Wer sich jetzt fragt, wieso die Xbox 360-Fassungen von FIFA 07 und PES 6 die gleiche Wertung teilen: Es handelt sich zwar in beiden Fällen um ein Fußballspiel, die Schwerpunkte sind aber anders gelegt. PES 6 spricht wie immer primär Spieler an, die eine authentische Simulation des Sports wollen. Die bekommen sie auch, müssen aber mit lizenztechnischen Einschränkungen und einer vergleichsweise faden Optik leben. Ferner erfordert der große Konkurrent von Konami die Bereitschaft, viel Zeit in die Einarbeitung zu investieren. FIFA 07 ist in dieser Hinsicht humaner, verfügt mit der Bundesliga-Lizenz über eine Trumpfkarte, ist optisch trotz einer gewissen Sterilität deutlich mehr Next Gen und hat somit andere Reize. Im Kampf um die Tabellenspitze gibt es daher keinen klaren Punktsieger. Je nach persönlichen Vorlieben sind beide Spiele eine gute Wahl.

8/10

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Kommentare: 1-16 von 16 gesamt

Autor
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skx
31/10/06 @ 16:46
#1
0
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aus dem Bericht..

"Für mich eine absolut unverständliche Entscheidung. Zeit- und Personmangel hin und her, nur wieso wurde in dem Fall keine Division implementiert, die uns vertrauter und somit von größerem Interesse ist? Also beispielsweise die Eredivisie aus Holland oder Österreichs T-Mobile-Bundesliga?"

..ne oder? Das war doch jetzt nicht ernst gemeint? Ach so, weil die in der nordamerikanischen Hälfte keine Xbox360 kennen, oder wie?


MM
31/10/06 @ 17:29
#2
0
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War schon ernst gemeint, auch wenn bei einem so globalen Produkt und noch dazu Zeitmangel diese Art der individuellen Landesversion natürlich zu einem großen Teil Wunschdenken ist. Allerdings halte ich gerade bei den Zeitproblemen von EA und somit der Beschränkung auf wenige Ligen Mexiko für eine extrem schräge Wahl. Zumal die europäischen Märkte im Allgemeinen und der deutsche Markt im Speziellen wichtige FIFA-Absatzgebiete sind. Und für diese Märkte dürfte Mexiko nicht gerade der ultimative Kaufanreiz sein, ;-).
Edited 1 times, most recently on 31/10/06 @ 19:08
OtaQ
02/11/06 @ 07:49
#3
0
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mhhh.. bin unzufrieden mit der Wertung bzw. mit der Begründung dafür...

Ich spiele sowohl FIFA als auch PES seit den ersten Versionen und was bei den aktuellen Teilen, wie auch die letzten Jahre, absolut gegen die gleich-Bewertung spricht ist und bleibt das Gameplay.

Bei beiden Spielen geht es darum, den Fussball-Sport in einer digitalen Fassung zu spielen und daran Spass zu haben. Die Teilung des ganzen in "Simulation" und "Arcade" ist mir daher unverständlich.

PES mag für den Einsteiger "schwerer" sein, jedoch werden genügend Trainingsmaßnahmen geboten, so dass das erlernen des Spiels keine echte Hürde für den Anfänger sein kann. Man kommt auch sehr gut durch Spiel ohne gezielt Flanken auf kurze Ecken zu schlagen usw.

Passen, Schiessen, Tödlicher Pass und Grätche, reicht da ebenso wie bei FIFA schon für den Genuß des Fussball-Sports.
Was die Grafik angeht, würde ich mir wünschen, dass der Autor dieses Reviews eine neue Brille bekommt um das ganze genauer im Detail zu betrachten... !
Texturen und Models sind eine Sache, das wichtigste bei einem Sportspiel jedoch die Animationen und eben diese wirken bei PES seit jeher wie aus einem Guß und sehr realitätsnah. Der Ball verhält sich physikalisch akkurat und ermöglicht eine nahezu unendliche Vielfalt der verschiedensten Spielsituationen.
Kein Tor gleich dem anderen zu 100%.

Bei FIFA sieht man nach Jahren der tollsten Grafik-Evolution leider immernoch auf den ersten Blick dass es "nur" ein Computerspiel ist... Zackige Bewegungen, der Ball irgendwo zwischen Flummi und Tennisball mit eigenem Willen... Sicherlich, auf den ersten Blick, ist die FIFA-Grafik an sich ist schöner, aber das Gesamtbild jedoch nicht und dieses ergibt sich vor allem durch die Animationen.

FIFA hat natürlich die Lizenzen, PES dafür die Patch-Edit-Möglichkeiten was letztlich auf das selbe kommt. Die Patches werden neuerdings zwar verboten und verfolgt, aber wer sich auskennt und in der Szene umhört, wird sich den neuen "Superpatch" usw. auch dieses Jahr erneut saugen können - und das ist auch gut so :)

Die Unterschiede im Gameplay ergeben sich dadurch wie folgt:

FIFA= Duplo-Fussball mit unfassbaren Ergebnissen, strohdummen Torhütern, Zeichentrick-artigen Ballflugkurven, einzig allein zum Ziel, durch Spielzug Nr.21 zum Kopfballtor zu kommen, um danach sofort wieder den Gegner im eigenen Strafraum zu empfangen, wo der Torwart patzt und einen Treffer nach dem Abpraller kassiert. Hin und her, rauf und runter - bezweifle ersthaft dass viele FIFA-Spieler die Tor-Replays wirklich genießen.

PES= Fussball so wie man es aus dem Fernsehen kennt, spannende Zweikämpfe, Variantenreiche Angriffe, mit Toren die jedes mal wenigstens einen kleinen Tuck anders und ungekannt fallen können. Tore werden verdient und nicht nach dem Drücken der paar richtigen Tasten in Maßen verschenkt.... Die Ergebnisse der Spiele kennt man klar von dem Sport Fussball und man fühlt sich nicht wie beim FIFA-jeder Schuss ein Treffer-Handballspiel.

Jemand der Spiele ernsthaft bewerten will und damit anderen mitteilen möchte, welches Fussballspiel aufgrund des Spielspaß-Faktors zu empfehlen ist - sollte sich hüten FIFA und PES eine gleiche Wertung zu geben, alles andere ist schlichtweg lächerlich und zeigt dass man vom Tuten und Blasen keine Ahnung hat oder sich zumindestens nicht dafür interessiert... klingt hart, ist jedoch so.

Die Nacht ist vorbei und ich bin immernoch wach, also ein kleines "Sorry" hier für evtl. Unverständlichkeiten in diesem Batzen Text, worum es hier geht ist jedoch klar:

Bitte nächstes mal jemand schreiben lassen, der wenigstens etwas mit dem Thema Sport-Spiele zu Tun hat und weiß wie man hierbei nach Spielspass wertet.

Nicht etwa nach Prinzip wie ->
bessere Grafik +1 mehr Lizenzen +1 = 8
besseres Gameplay +1 bessere KI +1 = ebenfalls 8 - huch, na sowas? :I

Zitat:
"Dafür ist aber der Online-Modus um Klassen besser als bei der Konkurrenz - kein Geruckel, kein Gezuckel, bis zu 8 Spieler dürfen sich im Netz bekriegen. Bei PES 6 gab es da nur 1 gegen 1-Turniere."

Schon klar mein Jung... ;) red weiter...
Edited 1 times, most recently on 02/11/06 @ 08:07
brainbird
02/11/06 @ 10:03
#4
0
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Ziemlich viel Text für "Ich habe recht und du nicht."
Lea [staff]
02/11/06 @ 10:12
#5
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Es geht hier einzig um die Xbox 360 Versionen. Und die ist bei PES6 definitiv NICHT so prall!
Edited 1 times, most recently on 02/11/06 @ 10:14
Bohnsen [staff]
02/11/06 @ 10:50
#6
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@Otaq

Zu den von Dir genannten Unterschieden "auf dem Platz" zwischen Fifa und PES erstmal von mir zwei Thumbs up! Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

In diese Wertungen spielen jedoch unterschiedliche Faktoren mit hinein. Zum einen saßen zwei unterschiedliche Autoren an den Artikeln, der Marco ist Fifa-beschlagen, ich eingefleischter (und Du weisst garnicht wie eingefleischt) Pro-Evo-Fanat. Als solcher sehe ich mich außer stande ein FIFA objektiv zu bewerten. :)

Was aber noch viel wichtiger ist (und Deinen schönen Text hier leider ein bisschen fehl platziert): Zur Debatte und somit zur Bewertung stehen in beiden Tests aber jeweils nur die Xbox 360 Versionen der Spiele. Und da muss sich Konami dieses Jahr einige Fragen gefallen lassen. Technisch ist es gut, aber schwächer als es sein könnte, wichtige Spielmodi (Herausforderungstraining!) und eine ganze Reihe anderer Features wurden herausgekürzt und der Netzcode funktioniert immer noch nicht einwandfrei. Auch die Referenz ist eben nicht unangreifbar und die leistet sich diese Jahr eben den ein oder anderen Bock, was sich in der Wertung niederschlagen muss. Die PS2-Fassung ist mir diesmal auch 9 Punkte wert, was ich demnächst noch ergänzen werde.

Trotzdem hast Du natürlich recht: Auf dem Platz siegt PES meiner Meinung nach doch wieder recht deutlich, denn der eigentliche Fußball ist ein Besserer - und das sollte hoffentlich im Fazit meines Review abzulesen sein.

bye,

Alex

P.S.:

Ich würde vorschlagen, Deinen Post ins Forum zu kopieren. Liefert dort sicherlich guten Diskussionsstoff.
Edited 1 times, most recently on 02/11/06 @ 11:03
MM
02/11/06 @ 11:41
#7
0
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Moin OtaQ, werde gleich was zum Thema schreiben. Zunächst einmal möchte ich Dich aber bitten Aussagen wie "Bitte nächstes mal jemand schreiben lassen, der wenigstens etwas mit dem Thema Sport-Spiele zu Tun hat und weiß wie man hierbei nach Spielspass wertet. " vielleicht noch einmal zu überdenken, da diese a) sachlich falsch sind und b) deinen Argumenten ja wohl kaum mehr Gewicht verleihen, oder? Ich spiele und teste Sport- und Fußballspiele seit etlichen Jahren. FIFA zum Beispiel von Anfang an. Aber gleich mehr zum eigentlichen Thema, ;-).
Edited 1 times, most recently on 02/11/06 @ 13:07
Golem
02/11/06 @ 11:56
#8
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Für mich ist es vollkommen nachvollziehbar, dass FIFA und PES die gleiche Wertung bekommen haben. Klar, es geht in erster Linie um Spielspaß, aber der ist nicht fest definiert - im Gegensatz zur Zielgruppe/Ausrichtung des jeweiligen Spiels.
FIFA ist nunmal eher auf Action und Präsentation ausgelegt, PES dagegen geht mehr in Richtung Simulation. Und nur weil "ich" mehr das eine oder das andere bevorzuge, kann ich dem anderen seine Qualitäten nicht einfach aberkennen - das hat weder etwas mit Kompetenz noch mit Objektivität zu tun. Nur weil ein Spiel nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht, muss es noch lange nicht schlecht sein. Es gibt genug Spiele, die ich nicht anrühren würde, die aber ganz sicher gut sind.

Ich habe früher ausschließlich FIFA gezockt, mit PES3 habe ich dann die Lager gewechselt...mir wurde FIFA einfach zu langweilig. Trotzdem ist es ein gutes Spiel. Es gibt mehr als genügend (Gelegeheits)Zocker, die einfach keine Lust haben sich stundenlang in ein Spiel einarbeiten zu müssen - was bei PES der Fall ist. Die wollen Abends das Pad in die Hand nehmen, ein paar spektakuläre Tore schießen und fertig. Und genau für die ist FIFA (EA bedient den Massenmarkt, die wollen gar nichts anderes). Wer "mehr" will, der zockt PES. Ich persönlich empfinde es als sehr gut, dass man zwischen "Arcade" und "Simulation" unterscheidet. Nur weil beides Fussballspiele sind, müssen sie ja nicht identisch sein. Es gibt auch genügend Ego-Shooter - nur, weil da überall kräftig geballert wird, sind noch lange nicht alle gleich - okay, ist ein etwas weites Feld. Aber man kann es auch eingrenzen: Medal of Honor und Brothers in Arms. Haben beide die gleiche Thematik, das gleiche Setting, aber ein unterschiedliches Gameplay: Die einen Spieler mögen MoH, die anderen BiA. Dann wären da noch World of Warcraft und Dark Age of Camelot und und und...und wenn jedes dieser unterschiedlichen Spiele auf seine Art gut ist, dann ist eine identsiche Wertung auch legitim.

Von daher hat jedes Spiel seine Daseinsberichtung, seine Qualitäten und seine Zielgruppe. Sicherichlich kann man so jedes Spiel "schön-veragumentieren", zumindest im Ansatz. Schließlich gibt es auch schelchte Massenmarkt-Games.

Mit FIFA und PES ist es wie mit Äpfeln und Birnen - beides ist Obst, dem einen schmeckt das eine besser, dem einen eben das andere. Das allgemeingültige Überobst gibt es einfach (noch) nicht...
Ich muss auch ehrlich sagen, dass mit PES dieses Jahr nicht sonderlich schmeckt. Ich spiel es auf Xbox360 und dass ich online nur 1 vs. 1-Matches bestreiten kann ist eine Unverschämtheit! Mal sehen, was FIFA im nächsten Jahr in spielerischer Hinsicht zu bieten hat.

(e)meth
Golem

P.S. Wenn ich mich recht erinnere, haben FIFA und PES seit jeher (sowohl in den Print- als auch in den Online-Medien) nahezu identische Wertung bekommen. ;)
MM
02/11/06 @ 12:46
#9
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@OtaQ

So, nun zum Thema: Teilweise kann ich die Aufregung nur bedingt verstehen. Das PES die bessere Simulation des Sportes war und ist, ist unbestritten und wird auch an mehreren Stellen des Textes erwähnt. Sogar schon in der Einleitung, in der ich, bezogen auf die Versionen der letzten Jahre, FIFA als Talent und PES als Extraklasse bezeichne. Auch auf die Schwächen von FIFA 07 auf der Xbox 360 wird deutlich eingegangen. Die Sache mit der Wertung ist natürlich irgendwo heikel, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Hätte Alexander der Xbox 360-Version von PES 6 eine 9 gegeben, dann wäre mir die 8 für FIFA 07 deutlich leichter gefallen. Ich sehe beide Spiele auch nur ungerne mit der selben Wertung. Allerdings geht es bei der Gesamtwertung nicht nur um das Gameplay an sich (auch wenn dies einer der wichtigsten Punkte ist), sondern um das Gesamtpaket. Und da haben beide Titel auf der Xbox 360 ihre ganz individuellen Stärken und Schwächen. Von daher haben wir zwar zweimal eine 8, aber je nach persönlichem Geschmack wird trotzdem jeder Fußballspielfan wissen, welches Game für ihn die bessere Wahl ist. Und das ist weiterhin für Freunde authentischer Simulationen PES, für Einsteiger, Lizenzliebhaber etc. FIFA. Das es Dir als Simulationsfreund weh tun muss, FIFA mit der selben Wertung wie PES zu sehen, kann ich verstehen. Aber wenn Du die Wertung in Einklang mit dem Text bringst, dann wirst Du hoffentlich einsehen, dass die Unterschiede zwischen den Spielen trotzdem klar und wie ich finde auch fair betont werden. Zudem hat der vermeintliche Wertungsgleichstand wirklich sehr viel mit der Plattform bzw. den jeweiligen Plattformsproblemen zu tun. Auf der PS2 wird Alexander PES 6 ja wahrscheinlich mit einer 9 adeln, weil dort offenbar (kann ich persönlich nicht beurteilen, habe es nur auf der Xbox360 gespielt) das Gesamtpaket stimmiger ist als auf der Xbox 360. Von daher, wie gesagt, die Wertung bitte immer nur als Teil des Ganzen sehen.
Edited 2 times, most recently on 02/11/06 @ 12:59
brainbird
02/11/06 @ 13:52
#10
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Solche Probleme werdet Ihr bei .de genauso haben wie die Kollegen bei .net, solange Leute nur die Note sehen und den Artikel dazu nicht lesen.
Ich finde, die Stärken und Schwächen kamen im Text genügend zur Geltung. Und die Note ist völlig berechtigt, auch wenn ich persönlich PES ebenfalls bevorzuge.
skx
02/11/06 @ 17:21
#11
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*Ahhh..das tut gut..mal so richtig schön diskutiert*

Jetzt geht es den Seelen besser =)
Carrybagma
03/11/06 @ 20:29
#12
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Twelth!
General*Streck
06/11/06 @ 08:56
#13
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hmm...FIFA und PES auf der Xbox 360 gleichwertig? gewagt...

natürlich ist die kastrierte PES-Fassung für die 360 ein Witz, aber trotzdem ist sie, gerade was Spielbarkeit und Ballphysik angeht, immer noch besser als FIFA.
Bohnsen [staff]
06/11/06 @ 09:16
#14
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@General

Bevor Du wieder die Flucht ergreifst, nur ein kurzes Statement zu den Wertungen beider Titel:

PES 6 ist in der vorliegenden 360-Form einfach keine 9. Genausowenig wie sich Marco außer Stande sieht, das neue FIFA guten Gewissens unter eine 8 fallen zu lassen. Sind die Titel deshalb "gleichwertig"? Nein, sind sie nicht.

Aber weder lässt das 10er System eine genauere Differenzierung zu, noch möchten wir uns anmaßen auf einen Prozentpunkt genau den Spielspaß-Unterschied beziffern zu können, den der Einzelne daraus ziehen kann - das ist unserer Auffassung schlicht unmöglich und widerspricht obendrein der Eurogamer-Doktrin.

bye,

Alex
General*Streck
07/11/06 @ 19:09
#15
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Hmm...hat da gerade jemand zufällig den Vorteil einer Prozentwertung gegenüber einem "10er-System" entdeckt...?

Obwohl, wenn es gegen die Doktrin verstößt und obendrein auch noch anmaßend und sowieso unmöglich ist, geht das natürlich nicht!

Bin übrigens nicht geflüchtet, hatte nur keine Lust mehr, diese ermüdende "Diskussion" weiterzuführen.
Edited 1 times, most recently on 07/11/06 @ 19:11
Bohnsen [staff]
07/11/06 @ 20:28
#16
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"Hmm...hat da gerade jemand zufällig den Vorteil einer Prozentwertung gegenüber einem "10er-System" entdeckt...?"

Nein.

"Obwohl, wenn es gegen die Doktrin verstößt und obendrein auch noch anmaßend und sowieso unmöglich ist, geht das natürlich nicht!"

Natürlich ist es möglich Prozente als Wertung drunter zu schreiben. Die sind allerdings ebenso subjektiv wie eine Schulnote oder das Zehnersystem, was eine Unterscheidung in Nuancen IMO überflüssig macht (und im übrigen Wertungsdiskussionen nur noch anstachelt).

Wieso noch genauer differenzieren, wenn der Einzelne den Spielspaß sowieso unterschiedlich empfindet und man im Optimalfall gerade mal Konsenz über die ungefähre "Klasse" bzw. die "Wertigkeit" eines Spieles erreicht?

bye,

Alex

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