Mass Effect - Test
Endliche Weiten...
Gleich vorweg: Mass Effect ist nicht perfekt. Es hat viele kleine Macken, Inkonsistenzen und einige Programmfehler hier und da. Es musste genau wie die anderen Blockbuster pünktlich zu Weihnachten auf den Markt kommen und hätte noch ein paar Wochen oder Monate Beta-Testing vertragen können. Es ruckelt, offeriert eintönige Ladebildschirme, gerät bei Zwischensequenzen sogar mal durcheinander und die Hauptquest dauert gerade mal 15 Stunden – wenn es hochkommt. Kann man da noch die Bestnote zücken?
Im Gegenzug liefert es so viele grandiose, wenn nicht gar bahnbrechenden Momente, dass es wie kaum ein anderes Spiel Action- und Rollenspiel-Fans gleichermaßen vor den Bildschirm fesselt. Perfekt inszenierte Gespräche, moralische Entscheidungen und eine gigantisch wirkende Spielwiese sind erst der Anfang. Die Art und Weise, wie die Story erzählt wird, die Grafik, die Entscheidungen, die die gesamte Geschichte beeinflussen und vor allem das stimmige Universum, sind eine Klasse für sich. Dies machte eine finale Wertung umso schwieriger...
Als Grundlage dient ein modifiziertes Knights of the Old Republic-Gerüst, die Unreal Engine 3 und ein nagelneues Universum. Als Commander John Shepard (wahlweise könnt Ihr Euch auch eine Frau zusammenbasteln) tretet Ihr an, die galaktische Gemeinschaft vor einer bösen Maschinenrasse zu schützen und der noch jungen Menschenzivilisation den nötigen Respekt zu verschaffen. Mit Eurem Allianz-Schiff, der „Normandy“, begebt Ihr Euch auf eine epische Reise, die am Ende nur die Vernichtung oder Erlösung für alle denkenden Wesen im Universum bereit hält.

Held John Shephard mit Team auf der Raumstation Citadel.
Gerade die Hintergrundgeschichte besitzt eine solch enorme Tiefe, dass Ihr Euch am Anfang etwas verloren fühlen werdet. Hilfreich ist hier der Roman Die Offenbarung, der von Game Designer Drew Karpyshyn geschrieben und von unserem lieben Redakteur Mick Schnelle übersetzt wurde. Kein Fall für einen Hugo Gernsback-Award, aber routinierte Science-Fiction-Kost, die Euch den Einstieg deutlich erleichtert.
Ihr seid – wie erwähnt - natürlich nicht an die Figur des Kriegshelden gebunden. Wie es sich für ein ordentliches Rollenspiel gehört, kann man zu Beginn seine Figur nach ganz eigenen Vorstellungen zusammenbauen. Optik, Name und vor allem Klasse lässt sich bis ins kleinste Detail festlegen. Aus den drei Grundklassen Soldat, Techniker und Biotiker ergeben sich fünf Kombinationen, die sich später im Spiel noch spezialisieren lassen. Je nach Berufswunsch kann sich der Titel extrem unterschiedlich spielen, denn geschossen wird in Echtzeit, geheilt und „gezaubert“ auch per Pause-Funktion.

Oberbösewicht Saren mit seinen Verbündeten.
Einen ersten Eindruck vom komplexen Kampfsystem bekommt man auf der ersten Außenmission, die auch als rudimentäres Tutorial fungiert, aber seine Aufgabe nur mäßig erfüllt. Phantastisch inszeniert werden nur die grundlegendsten Funktionen erklärt. Wie genau Dechiffrierung, Heilung und Ausrüstungsupgrades funktionieren, müsst Ihr wohl oder übel selbst herausfinden. Mass Effect steckt voller Details, die man erst nach und nach entdeckt und zu meistern lernt.
Dabei ist die Navigation, das Menüsystem und das Inventar schlüssig und übersichtlich. Mit wenigen Knöpfen hat man seinem Squad die neuste Rüstung verpasst, Upgrades integriert und Fertigkeiten verteilt. Lediglich bei der Sortierung hat Bioware Bockmist gebaut. Die Upgrades, Waffen und Rüstungsteile zeigen zwar durch eine Versionsnummer an, wie gut sie sind, aber durch die Tatsache, dass Rüstungen nur vier Stufen aufweisen und Erweiterungen satte sieben, kommt man beim Verkauf schon einmal durcheinander. Kurzum: Es kann schnell passieren, dass Ihr in dem Wulst aus Gegenständen und Versionsnummern aus Versehen Eure stärkste Rüstung gegen Credits tauscht. Kleiner Wermutstropfen: Die Rückkauffunktion.
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Kommentare (44) Latest comment vor 4 Jahren
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edit: ach, und natürlich Mass Effect das Sudoku!
aber gehört die Lizent vom Spiel nicht MS?? nur Biosware gehört doch EA... wie sieht es da aus?
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Keine Ahnung, wie das vertraglich genau geregelt ist. ;)
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/sich-am-kopf-kratzt
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Für Fans von Rollenspielen UND FPS sollte der höchste Schwierigkeitsgrad doch der beste sein oder. Wenn ich was nicht mag, dann wenn Spiele zu leicht sind.
Muss ich bspw auch mal Leveln gehen um den nächsten Gegner schaffen zu können ( auf Hardcore ) oder sind die momentanen Fight dann einfach nur schwieriger und das Aiming brauch mehr Skill ?
Weil ich hoffe, dass wenn ich auf Hardcore Spiele erst DANN jeder Skillpunkt wirklich zeigt das er es Wert ist und es wirklich auch an manchen Stellen schwer ist.
Ich hoffe ihr könnt mich da weiter Beraten.
Btw der Test ist Superb, da habt ihr einiges an der Assassins Creed Pleite wieder gut gemacht.
gruss
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ach ja, auf Hardcore machen die Kämpfe mir deutlich mehr Spaß, aber die Endgegner Kämpfe werden dadurch deutlich härter und erfordern einige Restarts. Zu Beginn ist übrigens "Normal" ausreichend, erst nach der zweiten großen Mission kann man durch Nebenquests Level und Ausrüstung so nach oben befördern, das der Titel auf dieser Stufe immer ein wenig zu einfach ist.
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ich seh mich schon mit meim soldaten-biotiker durch die planeten ziehen.
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Bei einem derart storylastigem Spiel würd ich warscheinlich sowieso wahnsinnig werden, wenn es viel länger dauern würde. Irgendwann will ich auch mal zum Ende kommen.
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Was die Größe bzw. Anzahl der Planetensystem betrifft, so plant Bioware nach eigener Aussage "downloadable content" - man wird also in Zukunft neue Systeme nachladen können, technisch ist ME bereits dafür ausgelegt.
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besten Dank für den freundlichen Roman- und Übersetzungshinweis. :-)
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Hier: [link url=http://masseffect.bioware.com/downloads/multilingual.ht ml
]http://ma sseffect.bioware.com/downloads/...[/link]
gibts übrigens ein paar Samples der deutschen, französischen und italienischen Sprachausgabe von Mass Effect.
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weiß man schon ob noch mehr bücher erscheinen sollen?
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Hört man in der deutschen irgendwelche bekannten Synchronsprecher?
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Die deutsche Sprachausgabe ist.... ok. Ich hab schon schlimmere gehört aber auch schon viel bessere (Sacred, Outcast). Wieso kann man für so ein massives Projekt keine namhaften Synchronsprecher engagieren frag ich mich?
Egal, eine 9/10 is das Spiel für mich auf keinem Fall. Im Moment tendiere ich eher zu einer 7 als zu einer 8 aber bevor ich mich an einen ausführlichen Lesertest wage, will ich das Ganze erst noch als Abtrünniger durchspielen.
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ach ja und die deutsche stimme von luke skywalker ist nicht prominent genug?
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P.S. Ich sehe gerade, dass Shady eine Frage hatte: Ja, du kannst das Spiel immer und immer wieder mit deinem bestehenden Charakter durchspielen - meine Lea ist aktuell Level 58. Du behältst sogar alle Sachen im Inventar und deine Skills bei :) Es macht sogar Sinn, es ein zweites Mal durchzuspielen, da sich mit max Schmeicheln/Einschüchtern-Skill viele Gesprächsoptionen gleich zu Beginn eröffnen :)
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@Lea: Btw, ich spiels trotzdem nochmal von vorne. Mal sehen, ob die Wahl eines weiblichen Chars irgendwelche Unterschiede macht.
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Was genau missfällt dir denn an dem Spiel? Ich finde die Story-unabhängigen Planeten etwas leblos, aber in punkto Dialoge und Gameplay bin ich hin und weg :) Dann wiederum habe ich auch Kotor geliebt (wobei mir das immer noch einen Tacken besser gefällt).
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Ich glaub, es liegt daran, dass ich davor zu viele Reviews gelesen habe. Ich meine, ich las mal irgendwo etwas davon, dass das Spiel voller kleiner Höhepunkte bei der Interaktion wäre. Aber davon ist mir nichts untergekommen. Meine Crew ist mir nie richtig ans Herz gewachsen und ja, ich habe nach jeder Mission mit jedem einzelnen gesprochen. Ich muss hier wieder vergleiche mit KoToR anstellen, die zwei Spiele sind sich ja verdammt ähnlich: Ich meine Wrex könnte eine direkte Kopie von Canderous Ordo sein, ohne aber an dessen interessanten Hintergrund heranzukommen. Ich meine, alleine die Geschichten, die Canderous Ordo erzählt hat... Und von HK-47 brauch ich wohl gar nicht zu sprechen, oder? Dass sie versucht haben, seine Sprechweise mit dießen außers lahmen, dicken Aliens zu replizieren, die eigentlich keine wichtige Rolle spielen, fand ich äußerst schwach.
Letzten Endes hab ich wohl erwartet, dass sie im Story Department KoToR schlagen würden. Aber dass es so ein lebloser Abklatsch sein würde, das hat mich doch mit einem leeren Gefühl im Bauch zurückgelassen. Bei KoToR hab ich mich um mein Team gesorgt. Bei Mass Effect war mir die Bande relativ egal.
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Bei der Crew ist mir eigentlich nur Garrus, Wrex und Kaidan ans Herz gewachsen. An die Charaktere in Kotor kann ich mich jetzt schon fast nicht mehr erinnern - zeitlicher Abstand ist da zu groß. Aber Kotor ist wiederum auch etwas Besonderes, weil es den Star Wars-Bonus hat und weil es seinerzeit etwas "Neues" war.
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Mhm.. Wie nach der zweiten Hauptmission? Ich bin gerade auf dem Eisplaneten (habe den als erstes nach der Citadell oder wie das Ding schon wieder heißt) angesteuert. Ist das dann die zweite Hauptmission? Falls ja: Gut zu wissen, dann werde ich danach auch ein paar Nebenmissionen noch machen, einfach um mal ein paar andere Planeten zu sehen.
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Vor allem: Ich hab sofort eine zweite Runde beginnen müssen, diesmal werde ich aber ein paar Sachen anders machen *LOL*
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Exakt so erging es mir auch :) Erstes Spiel, das ich gleich nach dem Abspann ein zweites Mal durchspielte :)
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aber ansonnsten war das game hammer