SEGA: "Kein Alpha-Protocol-Sequel"

Enttäuschende Verkaufszahlen

Alpha Protocol mag nicht das am besten polierteste Spiel gewesen sein, doch allein schon in Konzept - und zu weiten Teilen auch in der Umsetzung - hat das Agenten-RPG einiges richtig gemacht. Wie sich herausstellt verkauft man dadurch allein aber keine Spiele - jedenfalls nicht genug, um einen Nachfolger zu bekommen.

„Lassen sie mich sehr kommerziell sprechen“, so SEGA-West-Chef Mike Hayes zu CVG. „Das Spiel hat sich nicht so oft verkauft wie wir gedacht haben, daher machen wir keinen Nachfolger.“

Ganz ohne Lob begräbt er den Titel aber nicht:

„Das Konzept war allerdings brillant. Ihr kennt dieses ganze Ding mit Metacritic, bei dem man minimal in den hohen 70ern bis Mitte der 80er landen muss [um überhaupt Erfolg zu haben] - nun, bei RPGs muss man in den hohen 80ern sein.“

Kommentare (7) Latest comment vor 2 Jahren

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  • Lunatic4ever #1 vor 2 Jahren

  • Heavy_Rain #2 vor 2 Jahren

    Ja, nicht gerade überraschend.
    Ich hatte gehofft, dass Obsidian mit dieser nicht-Auftrags-Arbeit mal zeigt was sie können aber es hapert wohl einfach zu sehr im Management und der Organisation.
  • TheEducatedFool #3 vor 2 Jahren

    Natürlich ist das Konzept brillant, es ist ja auch schamlos bei Bioware abgekupfert, an einigen Details ein wenig angepasst und dann in ein neues Szenario hineingezwungen.
  • kimiraya #4 vor 2 Jahren

    Trotz vielversprechender Ansätze ist das Ding absolut enttäuschend und wurde von den deutschen Mags eindeutig überbewertet. In diesem Fall ist der Flop imo absolut gerechtet.
  • gisu #5 vor 2 Jahren

    Obsidian ist und bleibt im Windschatten von Bioware. Mit dem nicht ausgelutschten Konzept von Alpha Protokol hätten sie es schaffen können, nur zum einen haben sie wieder zu viel von Bioware Kopiert zum anderen gab es viele kleine Unzulänglichkeiten in der Spielmechanik und in der Spielgrafik. Woran es liegt weis man nicht, vielleicht doch zuwenig Leute die dran gearbeitet haben, vielleicht zu wenig KnowHow oder vielleicht fehlt der letzte Funken von Kreativität.

    Ich seh da ehr eklatante Fehlplanungen im Zeitlichen Management, der Producer sollte Fähig sein, sein Team, das Projekt und somit die benötigte Zeit abzuschätzen. Das wird dem Publisher vorgelegt und der sagt dann nein oder ja. Wenn sich der Publisher darauf einlässt geht der in Vorkasse und finanziert das Projekt (Programmierer leben ja nicht von Luft und Liebe). Eine etweiige Verschiebung dient dann, wenn der Publisher dem zustimmt, dem Feinschliff und um einige Bugs noch aus dem Spiel zu räumen. Aber ich denke mir mal das beim ersten geplanten Releasetag das Spiel nicht mal den Alpha Status überwunden hat, und so wurde die Verschiebungszeit dann genutzt um es im Groben fertig zu stellen und ein bissel Feinschliff walten zu lassen. Nichts halbes und nix ganzes sozusagen.

    Schade ums tolle Konzept, hätte man mehr draus machen können.
  • experiment626 #6 vor 2 Jahren

    also metacritics braucht man wohl eher nicht. entscheidende ding für den verkauf sind wohl das produkt, die werbung und der veröffenlichungszeitraum.
  • kimiraya #7 vor 2 Jahren

    @ gisu: Ich bin mir nicht mal sicher ob das ENDprodukt den Alpha-Status verlassen hat.

    Es ist nicht grottenschlecht, aber demaßen unfertig dass man über Wertungen jenseits von 80% nur herzhaft lachen kann, Subjektivität hin oder her. Gerade von EG-de bin ich solche krassen Fehlschüsse nicht gewohnt, aber gut, kommt mal vor. Spiele gerecht bewerten ist halt auch nicht einfach.

    max. 6/10 hätte es wahrscheinlich von mir bekommen
    Editiert von 3 um 07/07/10 @ 16:26