Silent Hunter 5: Battle of the Atlantic - Test
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Hier ist die gute Nachricht: Silent Hunter 5 kann eine grandiose Weiterentwicklung der Serie, einen Sprung in Sachen Simulationsrealismus und trotzdem ein Spiel sein, zu dem jeder, auch die weniger Hardcore-Sim-Versierten, Zugang finden können. Die schlechte Nachricht: Ich habe das Wort „können“ nicht ohne Grund gewählt. Und das, obwohl vor mir die Verkaufsversion liegt. Keine Preview, keine Beta, es ist das, was ihr derzeit im Laden findet.
Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet euch hier ein ganzer Schwung Probleme, aber dazu später mehr. Erst einmal kommt, wie auch vor dem ersten Start des Spiels, die Registrierung. Das ist hier keine Option, aber es geht zumindest sehr schnell. Ein Ubisoft-Account ist in zwei Minuten erstellt. Der Updater des Ubisoft-Launcher-Programms zieht sich noch ein kleines Update, prüft die von euch eingegebene Seriennummer und los geht es. Kein Akt. Wenn das Internet mitspielt. Mein eigener Provider ist leider nicht hundertprozentig stabil. Und ich bin da in einer Großstadt wie Berlin, mit harten Peakzeiten, überschalteten Verteilerkästen und hunderttausenden Menschen, die bevorzugt zu bestimmten Zeiten ins Netz wollen. Inzwischen weiß ich, dass ich an den Abenden von Wochenenden damit rechnen muss, dass die Verbindung immer mal wieder für ein paar Minuten weg ist, nur um dann kommentarlos zurückzukehren. Für eine halbe Stunde oder so, bis das Spielchen von vorne beginnt.
Konnte ich bisher in dieser Zeit lediglich nicht sinnvoll Multiplayer zocken, entfiel der Test von Silent Hunter 5 auf einen Sonntagabend gleich ganz. Ihr wisst warum. Ja, es ist wirklich so. Speichern und raus. Wer weiß, dass er eine stabile Verbindung ohne Kompromisse genießt, den muss der neue Kopierschutz von Silent Hunter 5 nicht interessieren. Ich dagegen konnte ein Weilchen spielen, bevor das Spiel mich auf dem Desktop aussetzte. Statt Seekarten und englischen Konvois beobachtete ich das rote Lämpchen am Router und hoffte, dass all die Leute um mich herum ihre Online-Einkäufe bald getätigt haben. Aber genug davon. Es ist wie es ist, in die Wertung fließt es nicht ein.
Silent Hunter 5- Trailer
In der Zeit, in der ich allerdings ohne derartige Hindernisse spielen konnte, wurde schnell klar, dass euch Silent Hunter 5 als erstes U-Boot-Spiel endlich mal wirklich in einen schwimmenden Blechsarg stecken will. Bei anderen Simulationen dieser Art reduzierte es sich am Ende des Tages meist auf die Seekarte. U-Boote gegen Zerstörer ist See-Schach und daran ändert auch Silent Hunter 5 nichts. Was es aber dazuwirft, sind die Brecher der Ozeane, die Enge des Bootes, die Mannschaft, die schwitzend und zitternd versucht, durch den Hagel der Seebomben zu kommen, der Stahl, der langsam dem Element nachgibt, und erstes Wasser, das in den Rumpf eindringt.
Ihr dürft wie in einem Shooter durch das gesamte Boot von der Maschine bis zu den Torpedos durchwandern. In der Mitte den Turm erklimmen und die kalte Atlantikluft genießen. Mit einigen in der Mannschaft einen kleinen Schnack über die Daheimgebliebenen halten. Ihr seid auf dem Boot, zumindest soweit die Technik das derzeit zulässt. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn auch wenn das Ganze nicht mit mordernsten Action-Effekten mithalten kann, sieht es doch durchaus ansprechend aus. Vor allem das Wellenmeer hat bisher kein Spiel so schön und gleichzeitig bedrohlich dargestellt.
Der Nutzen des Ganzen ist jedoch, wenn man das Spiel auf seine Zielausrichtung beschränkt, optische Politur und dient „lediglich“ dem Atmosphäregewinn. Das ist ein vorsichtiges „lediglich“, kann doch gerade die sterile U-Boot-Sim-Welt einen guten Schuss davon vertragen. Silent Hunter 5 liefert und spricht damit vielleicht sogar ein paar neue Spieler an. Damit diese nicht gleich wieder abdrehen, wurde die gesamte Steuerung auf nette Menüs, Mausklicks und Symbole verteilt. Die grundlegenden Steuerbefehle, Kartennavigationen und das Zielerfassen sind so einfach gehalten, dass es eigentlich ein Kinderspiel wäre, wenn einem das mal einer in Ruhe erklären würde.
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Kommentare (11) Latest comment vor 2 Jahren
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Das heißt nicht, dass ihr das gut finden müsst oder gar kaufen. Das Spiel selbst wird dadurch aber nicht schlechter. Das sind Dinge, die jeder für sich selbst bewerten muss.
Entweder es stört einen so sehr, dass man sich das Spiel nicht mehr kauft, ("Zehn Punkte Abzug. Mindestens!") oder man akzeptiert es, dann stört es einen selten bis garnicht - wenn das System erst mal richtig läuft. Aber pauschal von Ubi-Spielen eine bestimmte Zahl an Punkten abzuziehen, ist weder sachdienlich, noch spiegelt es letzten Endes den Spaß wider, den man mit dem Spiel hatte oder eben nicht hatte.
cheers,
Alex
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Da dürfte es den Spielspaß doch sehr beeinträchtigen.
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Wir sind aber nicht die Stiftung Warentest. Außerdem hat es nichts mit der Benutzerfreundlichkeit des Spieles an sich zu tun, sondern der eines Meta-Dienstes. Da muss der Verweis reichen.
Wenn du meine persönliche Meinung zum DRM-System von Ubisoft haben willst: 3/10 allein für die positiven Features, wie unbegrenzte Installationen und Speichern in der Wolke. :) Da aber auch die nicht in die Bewertung des Spieles eingehen, tun das auch die negativen Dinge nicht. Eine ganz andere Sache ist es natürlich, wenn es nicht so fiunktioniert, wie es soll. Aber das wird sich nach der Startphase sicher einpendeln.
Es bleibt dabei: Ich habe keine Ahnung, wie man das sinnvoll und fair in die Bewertung der eigentlichen Spiele einfließen lassen soll? Nehmen wir an, Ubi hat das Hammer-Spiel am Start, ohne das man in diesem Jahr nicht mehr leben kann. Sollen wir dann trotzdem zwei Punkte abziehen? Oder drei? Oder nur einen? Oder darf man das nur bei Spielen, die nicht ganz so bahnbrechend oder sowieso irgendwie ein bisschen doof sind? Wie gesagt: Entweder es stört dich wirklich so sehr, dass du auf ein Spiel lieber verzichtet oder es ist dir egal. Ich kenne niemanden, der sich dazwischen verortet.
Ich hoffe du verstehst das Dilemma ein wenig. Wir können nicht wissen, welche Maßstäbe ihr in dieser Sache anlegt und konzentrieren uns deshalb darauf, die Erfahrung unter den Voraussetzungen zu spielen, für die sie gemacht sind. Bei Download-Only-Games (oder CD-Rom-Only-Spielen in der Vergangenheit und später dann DVD) gibt es ebenfalls ähnliche Einschränkungen, mit denen man halt leben muss, oder eben verzichtet. Wir müssen das erwähnen, so viel ist klar. Bei der Analyse, wie gut ein Spiel letztlich ist, spielt es aber keine allzu große Rolle, was man dafür tun muss, wenn man es spielen will.
cheers,
Alex
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Nicht so schlimm, so ist es ja gedacht. :)
Wenn der Kopierschutz dafür sorgen würde, dass man den Titel nicht spielen können würde, dann kann man da auch nichts benoten, weil wir das Spiel dann offensichtlich dann nicht gespielt hätten.
Ist ein schwieriges Thema. Du kannst dir sicher sein, dass Ubis-System in ein, zwei Wochen tadellos funktionieren wird. Dann ist es halt wirklich nur noch Ansichtssache, ob man sich dem Online-Zwang beugen will oder eben nicht. Silent Hunter 5 scheint unterdessen ganz andere Probleme zu haben, als dass der Netzwerkstecker im Gaming-Rechner stecken muss (was er zumindest bei mir sowieso immer tut).
Der Fall läge natürlich anders, wenn sie es jetzt dauerhaft nicht hinbekommen und für den Spieler jeder Ubi-Titel aufs Neue eine Qual würde, regelmäßig Spielstände im Nirvana verschwinden oder es zu lange dauert, einen Quicksave auf die Server hochzuladen. Das sind Dinge, die den Spielgenuss selbst stören können. Dann, würde ich sagen, kann sich das auch numerisch in unseren Spielbesprechungen bemerkbar machen.
Im Moment bin ich aber davon überzeugt, dass man das System in Zukunft kaum noch bemerken wird. Und wenn in ein paar Jahren selbst das fitzeligste Netbook von Haus aus eine billige High-Speed-UMTS-Flatrate hat, wird sich kaum noch jemand daran erinnern, dass es da mal diese Einschränkung gab.
cheers,
Alex
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Dieser Satz enttäuscht mich - Wenn dies bedeutet dass ich beim Disconnect aus dem Spiel fliege, obwohl ich offline spielen will, hat dies sehr wohl mit der Qualität des Spiels zu tun. Übertriebener Hardwarehunger und schlechter Netzcode hat ebenso "wenig" oder eben "viel" mit der Qualität zu tun. Raubkopierschutz in Ehren, was Ubisoft da durchzieht geht auf keine Kuhhaut - ...doch sinkt demnächst der Umsatz, wird die Schuld dann den bösen Raubkopierern oder neuerdings den Gebrauchthändlern/Käufern zugeschoben - ist klar.
:P
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"Dieser Satz enttäuscht mich - Wenn dies bedeutet dass ich beim Disconnect aus dem Spiel fliege, obwohl ich offline spielen will, hat dies sehr wohl mit der Qualität des Spiels zu tun."
Und wenn das häufig und vor allem Serverseitig passiert, dann fließt das auch sehr wohl in die Wertung ein. Allerdings kann man davon ausgehen, dass das System entweder schon sehr bald von (Seiten Ubisofts) fehlerfrei funktioniert oder ebenfalls schon sehr bald wieder geaxed wird. Mark My Words.
"Übertriebener Hardwarehunger und schlechter Netzcode hat ebenso "wenig" oder eben "viel" mit der Qualität zu tun."
Natürlich. Wäre CoD ein Lagfest, wäre es halb so gut. Das mit dem Hardware-Hunger kann man aber nur eingeschränkt gelten lassen. Sonst wäre Crysis ein schlechtes Spiel. Trotzdem sind Hardware- und Software-Voraussetzungen, die der Hersteller stellt und schlechte Programmierung/Optimierung zwei paar Schuhe.
Versteh mich nicht falsch. Wenn wir das Gefühl haben, dass das DRM das Spiel kaputt macht und dem Spaß hinderlich ist, dann steht das auch im Text und vermutlich auch in der Note. Da aber jeder eine andere Leitung hat, können wir schlecht pauschal Punkte abziehen, wie hier andernorts gefordert wird.
Extrem-Beispiel: Wenn einer noch mit einer ISDN-Leitung unterwegs ist, dann wird der Upload der Savegames in die Ubi-Wolke sicherlich recht lange dauern. Trotzdem kann ich das den Entwicklern des Spiels doch nicht ankreiden.
Auch deshalb muss man solche Faktoren von der Güte des Gameplays im Grunde irgendwo trennen.
So oder so: Das pendelt sich ein. Es funktioniert oder sie kicken es wieder und admit hat sich auch die Diskussion dann erledigt.
cheers,
Alex - aus gutem Grund nativer Konsolen-User