Star Wars Battlefront: Elite Squadron

Einmal hui, einmal pfui

Damals habe ich das allererste Star Wars Battlefront geliebt. Endlich ein spaßiger und guter Multiplayer-Shooter im Star-Wars-Universum, das sich dafür regelrecht anbietet. Noch heute zählt der Titel neben Battlefield 1942 zu meinen liebsten Online-Schlachtfeldern. Leider hat LucasArts nach Battlefront 2 PC und Konsolen etwas vernachlässigt und verlagerte das intergalaktische Kriegsgeschehen auf die Handhelds. Anfangs ausschließlich für Sonys PSP und nun auch für den DS. So richtig vertragen will sich Battlefront mit Nintendos Kleinem allerdings nicht.

Battlefront steht ja eigentlich für umfangreiche Multiplayer-Schlachten, in denen sich große Armeen ins Gefecht stürzen. Und auf dem DS fehlt allen voran überhaupt mal ein Online-Modus. Mit bis zu vier Spielern kann man hier lediglich lokal im Multi-Karten-Match zocken, jeder Teilnehmer braucht also sein eigenes Exemplar. Sollten keine Freunde Zeit haben, tritt man einfach gegen Bots an, was aber spätestens nach einer halben Stunde an Reiz verliert. Dem Spiel gelingt es auf dem DS nicht, wie seine großen Brüder ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass man sich inmitten einer gewaltigen Schlacht befindet.

Für ein wenig Beschäftigung sorgt indes die Singleplayer-Kampagne, die den beiden Klonen X1 und X2 folgt. Keine gewöhnlichen Klone, die auf Grundlage von Jango Fett erschaffen wurden, sondern spezielle Exemplare, die man mit Hilfe der DNA eines Jedi zum Leben erweckt hat. Gemeinsam kämpfen sie anfangs auf Seiten der Republik gegen die Separatisten, nach Ausführung der Order 66, also der Vernichtung nahezu sämtlicher Jedi, trennen sich ihre Wege. X1 arbeitet sich im Imperium nach oben und übernimmt nach der Zerstörung des zweiten Todessterns, woran X2 maßgeblich beteiligt ist, die Kontrolle über die verbliebenen Streitkräfte und will die Macht wieder an sich reißen. Und nun ratet mal, wer das verhindern soll.

Star Wars Battlefront: Elite Squadron - WebDoc-Video

Im Gegensatz zu den bisherigen Battlefront-Teilen sieht man das Geschehen auf dem DS in der Schräg-von-oben-Perspektive. Mit dem Steuerkreuz schickt man seinen Recken durch Korridore oder lenkt seinen Raumjäger auf einer 2D-Ebene durch das Weltall, die Zielerfassung geht dabei automatisch vonstatten. Gut so, denn zumindest die gegnerischen, recht pixeligen Schiffe würde man ohne sie nur schwer erkennen. Immerhin bietet man aber ordentlich Abwechslung. X2 kämpft an diversen Schauplätzen der Galaxie, unter anderem auch in der Schlacht von Coruscant. Hier muss er etwa ein feindliches Schiff entern und mit dessen Geschützen wiederum die Verteidigung von General Grievous' Flagschiff Invisible Hand zerstören, damit Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi darauf landen und Kanzler Palpatine befreien können. Leider ist das Ganze aber recht schnell vorbei. Mehr als drei bis vier Stunden sind nicht drin.

Gleiches gilt für die Kampagne der PSP-Version, die der DS-Variante im Großen und Ganzen ähnelt – abgesehen von kleineren Abweichungen. Einer der größten Unterschiede auf Sonys Handheld ist aber die Perspektive an sich. Wie im Vorgänger Renegade Squadron steuert man seinen Charakter aus der Third-Person-Sicht durch die – für PSP-Verhältnisse – optisch wirklich ansehnlichen Level. Die Steuerung wurde dabei nahezu unverändert aus dem letzten Teil übernommen. Soll heißen: Bewegungen des Kämpfers und der Kamera (nur horizontal) laufen gemeinsam über den Analog Stick, gefeuert oder gesprungen wird über die Buttons.

Wieder mit dabei ist die Lock-on-Funktion, mit der man einen Gegner bequem über die rechte Schultertaste ins Visier nimmt und sich so ganz auf ihn konzentrieren kann. Speziell die Steuerung über den Analog Stick ist insgesamt aber doch recht gewöhnungsbedürftig und erfordert eine gewisse Zeitspanne, bis man gut damit zurechtkommt. In engen Korridoren kann es außerdem vereinzelt zu Übersichtsproblemen kommen, aber alles in allem wurden sämtliche Funktionen sinnvoll aufgeteilt, obgleich es natürlich mit zwei Analog Sticks deutlich besser funktionieren würde.

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