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Star Wars: The Force Unleashed

Machthungrig

Ich liebe Star Wars! Dementsprechend habe ich mich sehr auf The Force Unleashed gefreut. Und umso geschockter war ich nach knapp zehn Minuten Spielzeit. Nicht, weil das Spiel schlecht wäre, weit gefehlt. Stattdessen trat das ein, was gerade bei Konsolenspielen eigentlich nie vorkommen dürfte: Das Bild friert ein. Mir schwante Übles für die restliche Zeit. Muss ich jetzt ständig die Konsole neustarten? Hat LucasArts das Spiel vermurkst? Glücklicherweise lösten sich diese Bedenken letztendlich doch in Luft auf, denn dieser eine Absturz blieb der einzige.

Was jedoch keineswegs heißen soll, dass The Force Unleashed frei von Kinderkrankheiten ist, die mit ein wenig mehr Feintuning vielleicht hätten beseitigt werden können. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Animationen eines Gegners manchmal einfrieren? Er bewegt sich keinen Meter mehr. Selbst dann, wenn er eigentlich schon längst tot ist. Andernorts versagt die KI, wodurch ein Feind nur mehr dumm in der Gegend rumsteht. Aber keine Sorge, The Force Unleashed ist kein Bug-Desaster. Selbst ein kleiner Fehler, der dafür sorgte, dass der Held durch die Wand flog, im Inneren eines kleinen Müllhaufens landete und nicht mehr entkam, trat lediglich ein einziges Mal im gesamten Spielverlauf auf. In der restlichen Zeit schnurrte der Titel wie ein kleines Kätzchen friedlich vor sich hin – und zwar in beiden der von uns getesteten PS3- und 360-Versionen.

Trailer

Von LucasArts wurde The Force Unleashed fast schon wie ein neuer Kinofilm behandelt. Und das ist keine Überraschung, soll es doch ein Bindeglied zwischen der alten und der neuen Trilogie darstellen. Ähnlich zu dem, was man vor einigen Jahren schon mit Shadows of the Empire versuchte. Die Erwartungen, speziell an die Geschichte des Spiels, waren demzufolge recht hoch.

„Es beeinflusst wirklich die Art und Weise, wie die Leute die nachfolgenden Filme betrachten“, erklärte Producer Cameron Suey noch vor wenigen Wochen. „Es ändert ihr Verständnis für einige dieser großen Momente.“ Und damit hat er genau recht, das tut The Force Unleashed. Kenner der Filme, allen voran die Fans, sind damit natürlich im Vorteil. Wer zu Star Wars keine Verbindung oder die Filme bislang ausgelassen hat, wird die Story beziehungsweise deren Auswirkungen wohl kaum so sehr zu schätzen wissen. Eine Geschichte, die gespickt ist mit grandiosen Höhepunkten, überraschenden Wendungen und interessanten Details über Hintergründe und den Verbleib bekannter Persönlichkeiten aus George Lucas' SciFi-Märchen.

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Die Bewohner von Felucia haben etwas gegen Euch.

Das alles entwickelt sich nach und nach zu einem ganz speziellen Erlebnis für Star Wars-Fans, schafft man es doch, einerseits zahlreiche neue Charaktere einzuführen, andererseits aber ebenso, den Sinn der durch die Filme geschriebenen Geschichte – also den Werdegang von Anakin Skywalker zu Darth Vader – ohne Kontinuitätsbrüche zu bewahren.

Zu den markantesten Neulingen zählt zweifelsohne Vaders Schüler, der gleichzeitig die Hauptrolle in diesem Spiel einnimmt. Sein Schicksal, seine Beweggründe und sein Handeln verändern den Lauf der Dinge zu dem, was man vor gut und gerne 30 Jahren in den Episoden IV bis VI gesehen hat. Und mehr soll an dieser Stelle über die Geschichte und die beteiligten Figuren auch nicht verraten werden.

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