Supreme Commander 2 - Vorschau
Gesundgeschrumpft
Irgendwie bin ich mit dem ersten Supreme Commander nie so richtig warm geworden. Klar, es war ein Riesenspaß, mit einem 50 Meter hohen Experimentalroboter eine gegnerische Basis zu plätten und eine Atomrakete nach der anderen in das Schlachtgetümmel zu werfen. Hunderte Einheiten, eine praktische Zoom-Engine und intelligente Computergegner. Strategie-Herz, was willst du mehr?
Ganz einfach: Irgendeine Form von Inszenierung, ein wenig Story, ein wenig Eye Candy und vor allem ein wenig Tempo. Der Erstling war verdammt langsam. Dank übermächtiger Basenverteidigungen wurden die ersten Einheiten zum Kanonenfutter degradiert. Der Aufbau der pompösen Experimentaleinheiten dauerte ewig. Die Level waren schlichte Flächen, die durch Berge, Wasserflächen und gegnerische Basen eingegrenzt wurden. Sicher, ich bin ein Strategie-Hardcore-Spieler, wie er im Buche steht. Supreme Commander war mir dann aber doch zu hart und insbesondere zu trocken.
Deshalb war für mich die Ankündigung, dass der zweite Teil deutlich kompakter, besser inszeniert und mit ein paar frischen Ideen daherkommen soll, eine wahre Freude. Dass sich die Story trotz Square Enix nur auf Groschenroman-Niveau bewegt, ist ein kleiner Wermutstropfen, der im Meer der der guten Ideen weggespült wird. Die nahezu fertige Vorschau-Version hatte zwar noch mit ruckelnden Zwischensequenzen, ein paar kleinen Grafikfehlern und einigen wenigen KI-Aussetzern zu kämpfen, doch im Prinzip ist das Spiel fertig und wurde von mir in einem Rutsch durchgespielt.

Talking Heads und dicke Roboter: Die Story von Supreme Commander 2 setzt auf bewährte Bausteine.
Storytechnisch fängt Supreme Commander 2 dort an, wo die Erweiterung des Erstlings aufhört hat. Der große Kampf zwischen der menschlichen United Earth Federation, den cybernetischen Cybrans und den mit außerirdischer Technologie gesegneten Aeons ist zu Ende. Die UEF hat sich wieder aufgelöst, die Illuminate haben sich von den Aeons abgespaltet und auch die gefühlskalten Cybrans haben ihre Allmachtsansprüche auf Eis gelegt.
Kurz: Es herrscht Frieden. Zumindest für eine kurze Zeit. Doch dann wird eine kleiner Hinterwaldplanet namens Altair II von einer Armee angegriffen. Ein Held der UEF muss die Invasoren aufhalten, die sich als abtrünnige Cybrans entpuppen. Der Auftakt zu einer vergleichsweise komplexen Geschichte, die durch ihre mäßigen Schauspieler und platten Dialoge aber nie wirklich begeistert.
Ganz im Gegensatz zur Grafik, die dank frischem Design, abwechslungsreich gestalteten Leveln und mehr Details eine ganze Ecke besser aussieht. Gleich das erste Szenario erinnert mehr an das letzte Projekt von Gas Powered Games, Demigod, als an den trockenen Vorgänger. Was für eine Aussicht: Dichter Wald schmiegt sich an zwei monströse Hügelkuppen, die die beiden verfeindeten Basen beherbergen. Verbunden durch eine Brücke, wirkt das erste Szenario fast intim im Vergleich zum pompösen Vorgänger.

Eine voll ausgebaute Basis verteidigt sich gegen den übermächtigen Gegner. Ein prachtvoller Anblick.
Es fällt deutlich einfacher, die Verteidigung zu organisieren und die ersten Experimentaleinheiten der Gegner abzufangen. Mehrere Megalith-Spinnenroboter stürzen sich meinen Truppen entgegen. Gemeinsam mit den Verteidigungstürmen gelingt es, sie zurückzuschlagen. Währenddessen wird im Hinterland die Basis ausgebaut. Masseextraktoren und Energiegeneratoren fungieren als Ressourcen. Damit werden Einheiten in Auftrag gegeben und Gebäude gebaut. Im Gegensatz zum Vorgänger wird sofort die ganze Summe abgezogen. Ihr braucht keine Silos mehr und könnt euch endlich auf das Kämpfen konzentrieren.
Immerhin nimmt die Geschichte nach den ersten Missionen langsam Fahrt auf. Die Dialoge bleiben zwar dämlich, aber durch ein paar interessante Story-Kniffe kommt Spannung auf. Ein neues Volk, die omnipotenten Guardians, betritt die Bühne. Alte Allianzen und Feindschaften werden reaktiviert. Sogar Terrorismus wird in einer Mission thematisiert. Kein Autoren-, aber zumindest Popcorn-Kino. Die strikt lineare Kampagne besteht dabei aus zwanzig individuelle Missionen, die jeweils ca. eine Stunde benötigen. Die Karten bieten einige sehenswerte Konstruktionen. Schwebende Plattformen, abstrakte Technologiegebilde, Raumstationen und lauschige Karibikinseln. Ihr trefft zwar auch diesmal auf ein paar Schlachtfelder der Marke Atomwüste, unterm Strich aber eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger.
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Kommentare (17) Latest comment vor 2 Jahren
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Ich finde es interessant, dass es überhaupt eine Fortsetzung gibt, der erste Teil dürfte doch nicht allzu gut gelaufen sein.
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wenn ich sowas lese... das disqualifiziert schonmal den ganzen Artikel einfach...
wenn jemand, der keine ahnung hat sowas schreibt, kann ich mich einfach nur aufregen. Und da steht die ganze SupCom Community von Insidesupcom.de wohl hinter mir.
Schaut euch mal ein paar Supreme Commander Casts an auf live.myvowclan.de im Video on Deman bereich. dann seht ihr, dass SupCom ziemlich action rreich ist, von der 1. minute an.
Dass ein Kacknoob, der erstmal ne halbe Stunde sich einbunkert das nicht versteht ist mir klar. aber wie kommt so einer dann dazu eine Preview zu schreiben? Ich versteh es nicht...
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Progamer schreiben in aller Regel keine Re-/Previews, was gewisse Gründe hat.
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Und wie Heavy Rain schon schreibt, geht es hier ja nicht um das Progamer-Zielpublikum, sondern um den Durchschnitt. Unser Zielgruppe sind zwar Hardcore-Gamer, aber eben keine Vollprofis. Und im SIngleplayer sind die Gefechte deutlich langsamer, weil die KI schon ausgebaute Basen besitzt. Ich hoffe das reicht als Erklärung.
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immer objektiv bleiben mein freund. und vielleicht mal darüber nachdenken das es ganz einfach auch andere meinungen gibt.
mit so nem kommentar stellst du dich selbst ins aus.
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Dow 2 ? Wer spielt das denn ? 0 Taktik, lahmer MP, und die einst gemachten Versprechen, wie immer gebrochen und niemand erinnert sich mehr daran.
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Nur die Komplexität des Basenbau ist unterschiedlich gewichtet.
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Ach ja , ich freu mich sehr auf SC 2, hab die Schnauze voll von C&C , Generals war grandios aber der Rest, Schrott
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Dann mal abwarten wie das fertige Produkt wird.
Würde nämlich, nach Halo Wars, gerne wieder ein Strategiespiel spielen und da mein PC nicht mehr der beste ist schließen sich neuere Titel automatisch aus.