Thomas Laker von SOS-Kinderdorf: 'Wir lehnen Gewaltdarstellungen ab!'
Keine Unterstützung von Spiele-Webseite
Der Ruf von Video- und Computerspielen scheint in der Bevölkerung mittlerweile komplett ruiniert.
"Tatsache ist, dass über Spielekonsolen, am PC oder online Spiele gespielt werden können, die dem Nutzer Gelegenheit geben, virtuelle Gewalt gegenüber realistischen Abbildern von Menschen auszuüben. Diese Spiele enthalten massive und wirklichkeitsnahe Gewaltdarstellungen, die wir als unethisch ablehnen."
Mit diesen Worten begründete Thomas Laker, Sprecher von SOS-Kinderdorf, gegenüber Eurogamer.de, warum die Organisation auf die Unterstützung einer Spieleseite verzichtet.
Das Netzwerk Gamersunity hatte angeboten, Bannerwerbung zu schalten, um einen Beitrag für den Verein zu leisten. Angeblich soll Webmaster Julian Rauscher daraufhin mitgeteilt worden sein, dass die behandelten Titel auf der Webseite "menschenverachtend" wären und man nicht mit derartigen Inhalten in Verbindung gebracht werden wolle.
Rauscher klagte daraufhin: "Man könnte fast meinen, wir seien eine rechtsextremistische Webseite. Offensichtlich verzichtet man bei den Kinderdörfern lieber auf Spenden und somit darauf, in Not geratenen Menschen zu helfen."
Thomas Laker von SOS-Kinderdorf weiter: "Wir sind besorgt, dass auch junge User über diese Spiele - getarnt als harmlose Unterhaltung - auf vielfältige Weise mit Gewalt in Kontakt kommen können. Deshalb nehmen wir in besonderer Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen eine kritische und distanzierende Haltung zu den Inhalten von so genannten Shooterspielen beziehungsweise Online- oder PC-Kriegsspielen ein."
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Kommentare (27) vor 3 Jahren
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Wo soll das noch Enden?
@ Longbow das habe ich mir auch schon gedacht. Glauben durfte man denen sowieso nie. Aber daran sieht man wie plump die meisten Menschen manipuliert werden.
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Der Satz ist so niedlich naiv, den will ich nicht mit einem Gegenargument kaputtmachen
@Longbow: Den Medien kannst du auch nicht mehr vertrauen. Auch außerhalb von Killerspielthemen sind Sendungen wie Frontal 21 (die von vielen als "beste" Berichterstatter gepriesen) manipulativ und...man möchte sogar sagen korrupt
ein Beispiel
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^^ Der Gute sollte vielleicht mal etwas in sich gehen und sich über Themen von denen er offensichtlich keine Ahnung hat informieren.
Ansonsten
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Edit: Aber Geld vom Schützenverein nimmt man: http://ww w.heimatarchiv.de/lengerich/sos...
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Joseph Goebbels - für die Unwissenden: Er war der Reichspropagandaleiter der NSDAP - wäre echt stolz darauf, wie die heutige Politik und die traditionellen Medien die Videogamespieler in ein schlechtes Licht rücken.
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EDIT: natürlich je 1 Euro
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Spenden-Konto
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 780 80 05
BLZ 700 20 500
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Du meinst so wie der zwischen Computerspielern und Kinderschändern?
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"Tatsache ist, dass über Spielekonsolen, am PC oder online Spiele gespielt werden können, die dem Nutzer Gelegenheit geben, virtuelle Gewalt gegenüber realistischen Abbildern von Menschen auszuüben. Diese Spiele enthalten massive und wirklichkeitsnahe Gewaltdarstellungen, die wir als unethisch ablehnen."
Bis auf "als unethisch ablehnen" ist das sachlich korrekt. Und es abzulehnen, ist eine legitime Meinung. Da es hier bei SOS Dörfern (ausschließlich!) um Minderjährige geht, sogar nachvollziehbar. Es ist zwar absolut nicht meine Meinung, aber sie ist völlig ok, solange der/diejenige mit dieser Meinung nicht versucht, meine Ansicht über Spiele zu reglementieren oder mir zu verbieten. Das passiert hier nicht, hier wird lediglich ein Angebot abgelehnt, was sein gutes Recht ist.
Wo ist also das Problem? Ich glaube, einige sind einfach etwas überempfindlich geworden. Das wir nicht wollen, das unser Hobby eingeschränkt oder reglementiert wird, bedeutet nicht, das die ganze Welt es toll finden muss.
(Nochmal bevor der Shitstorm losgeht... "legitim" und "nachvollziehbar" ist etwas anderes als "würde ich auch so sagen".)
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War zu Zeiten von Acid House, ein Musiktrend mit dem man Millionen scheffeln konnte und alle wollten fleissig mitmachen. Es hätte immer fröhlich weiter gehen können bis plötzlich einige Unbescholtene Bürger erfahren haben das Acid auch für LSD steht was die Freunde der Musik auch gerne eingenommen haben. Sicher nicht alle aber es hat gereicht um eine große Hetzkampange loszulassen so das urplötzlich niemand mehr was damit zu tun haben wollte. Kaufhäuser boten kein Acid House mehr an, Partys wurden verboten. Und so verschwand die Acid House Szene im Niemalsland.
Ein Unterschied besteht aber wir können uns wehren, wir nehmen weder Drogen noch schlachten wir sinnlos Menschen ab (auch wenn der Blödleser und die Erzkonservativen das gerne so sehen). Wenn wir uns nicht wehren gegen die Defamierungen müssen wir uns nicht wundern wenn unser Hobby irgendwann so kastriert wird das wird bestenfalls virituelle Lego Spielen dürfen wobei der Staat passt dann auf das wir die virituellen Legosteine nicht als virituelle Geschosse verwenden werden.
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"Ihre Spende an die SOS-Kinderörfer mehmen wir nur dann an, wenn Sie uns nachweisen können:
a) als Privatperson: Das Sie keine Spielekonsole, kein Mobiltelefon oder Geräte jeglicher Art besitzen, auf dem Spiele gespielt werden könnten,
b) als Firma: Wenn sie in Ihren Arbeitsverträgen Ihren Mitarbeitern den Gebrauch der unter a) genannten Geräte während der Arbeitszeit und im privaten Bereich ausdrücklich verboten haben und die Einhaltung auch kontrollieren,
c) als Erblasser: Wenn Sie uns eine Bescheinigung Ihres Bestattungsunternehmens zukommen lassen können, das Sie keines der unter a) genannten Geräte mit in Ihr Grab genommen haben."
Wie möchte denn sonst SOS-Kinderdörfer nachprüfen wollen, ob unter deren einzelnen Spendern nicht doch welche sind, die unten im Keller hinter den Umzugskartons heimlich spielen?
Langsam frage ich mich, wo wir leben und wie weit das schwachsinnige Ausgrenzen und Wegsperren von einzelnen Gruppen noch gehen soll.
Ich habe in meinem Leben persönlich immer auf den einzelnen Mensch gesetzt und habe nur wenige Enttäuschungen hinnehmen müssen. Oft genug lag es aber einfach nur daran, das die "Chemie" nicht stimmte. Deshalb habe ich aber nie die Straßenseite gewechselt oder zur Seite geschaut, wenn mir jemand wiederbegegnet ist. Und ich habe nie hinterfragt, ob jemand Spieler ist.
Ich Game nur selten, spiele halt lieber mal Skat - manchmal auch um Geld (Pfenningsskat). Ich zocke beim Lotto, jede Woche zwei Tippfelder plus Spiel 77 und Super 6. Ich habe früher bei der Lottogesellschaft über das Internet meinen Schein online abgegeben - ist ja nun auch verboten. Jetzt nutze ich halt den Service eines Providers. Zudem rauche ich - bin also in den Augen vieler ein Süchtiger - wann kommt der Zeitpunkt, wo man mich deswegen wegsperrt?
Was sollen all die zunehmenden Entmündigungen, Ausgrenzungen und Verbote? Sie nützen eh nichts! Ich setze lieber auf die Vernunft des Menschen. Wer einen Shooter spielt ist noch lange kein Mörder - auch nicht potenziell. Jeder Mensch hat eine eingebaute Hemmschwelle die verhindert, einen anderen Menschen zu töten. Wird diese Hemmschwelle überschritten, hat das seine Gründe. Wenn man die Amokläufe in den Schulen als Beispiel nimmt, lagen die Auslöser für diese Taten nicht beim Gamen, sondern vielmehr in der Familie oder sonstwo. Ein Shooter diente höchstens als Beispiel für das WIE. Die Tat selber wäre jedoch über kurz oder lang so oder so passiert. Ich setzte sogar noch eines drauf: Wieviele solcher Amokläufe wurden dadurch verhindert, indem sich der Frustrierte lieber bei einem Shooter abreagiert und nicht zu echten Waffen gegriffen hat?
Es ist billig von den Behörden und von der MeinungsBILDenden Presse, das den Shootern in die Schuhe schieben zu wollen. Die wahren Ursachen werden lieber verschwiegen: Mangelnde Führsorge in den Familien, durch die Schulen, durch den Staat. Ich weiß, dieser Vorwurf ist jetzt stark vereinfacht, ich bräuchte noch etliche Seiten um das genauer zu begründen, aber der Vorwurf stimmt im Kern.
Ich rauche immer noch, Skat spielen kann ich so gut wie garnicht mehr und für mein Lotto bin ich nach wie vor auf das Internet angewiesen. Auch das hat seine Gründe: Ich lebe nähmlich in Kambodscha. Was ich dort mache? Ich habe dafür sorgen können, das ca. 10.000 Menschen durch knapp 100 Brunnen (Bohrbrunnen) sauberes Trinkwasser haben und zwei Grundschulen gebaut werden konnten. Ende April 2009 habe ich unser Kinderdorf im gleichen Gebiet im ersten Bauabschnitt fertigstellen können. Im Augenblick leben bereits 11 Kinder in unserem Kinderdorf, wöchentlich kommen neue Kinder hinzu und im Endausbau werden es etwas mehr als 50 Kinder sein. Jedes der Kinder hat sein Schicksal hinter sich und - so hoffe ich - eine bessere Zukunft vor sich. Das ein Kind bitterarm ist, garantiert leider nicht die Aufnahme in unser Kinderdorf. Unser Kinderdorf müsste sonst so groß sein wie die Hauptstadt Phnom Penh. Es muss bei jedem Kind eine persönliche Hilfsnotwendigkeit hinzu kommen.
Ob unsere Spender und Sponsoren Gamer sind, hinterfragen wir nicht und schon garnicht maßen wir uns ein Urteil über sie an. Wir setzen lieber auf Herz und Verstand - im Interesse der Zukunft unserer Kinder.
Wolfgang W. Kutzek
Kinderdorf Tani / Kambodscha
http://www.tani.at