WoW: The Burning Crusade - Vorschau
Teil 3 - Zahlreiche Neuerungen!
Nachdem wir uns vor wenigen Wochen ausführlich mit den beiden neuen Rassen in der The Burning Crusade beschäftigten – hier die Blutelfen und die Draenei -, werfen wir nun einen Blick auf die Neuerungen beim Handwerk, den Talenten und Fähigkeiten, der verbesserten Suchfunktion für Gruppen und noch einigem mehr...
WTB nette Gruppe
Die Suchfunktion wurde stark erweitert und verbessert.
Sind wir doch mal ehrlich: Wer hat sich selbst nicht schon zig Male dabei erwischt, diverse Chatkanäle, besonders die Suche nach einer Gruppe, zu deaktivieren? Da steckt man gerade tief in einer Instanz, prügelt sich in den PVP-Arealen oder diskutiert angeregt mit seinen Freunden und die ganze Zeit rattert unsagbar dummes Gelaber in Spam-Manier durchs Textfenster. Und wenn man dann mal einen Mitspieler sucht, geht das in dem Geblubber völlig unter. Genau diesen Missständen schafft Blizzard nun – endlich – Abhilfe. Ein neues Icon in der Leiste am unteren Bildschirmrand (beim Default-Interface ersetzt es die Karte) führt Euch in das Menü zur Gefährten-Suche.
Hier lässt sich nun fast alles nach den eigenen Wünschen festlegen und dann die Suche starten – egal, ob man nun Mitstreiter herbeisehnt oder selbst einer vorhandenen Gruppe beitreten möchte. Über simple Pull-Down-Menüs wählt man eine Quest, einen Dungeon oder eine Raid-Instanz aus und findet so schnell - und ohne wilden Spam - entsprechende Mitspieler. Aber auch die Suche nach PvP-Interessierten ist möglich. Eine wirklich sinnige Idee, die auch hoffentlich dementsprechend Nutzen findet.
Übrigens: Der Schwierigkeitsgrad einer Instanz ist nun vom Leiter einstellbar. Dementsprechend verändert sich aber auch der mögliche Loot (die Beute). Das mag vielleicht für Powergamer nur hinsichtlich ihrer zahlreichen Alts (Zweit-, Dritt oder was auch immer-Charaktere) Verwendung finden, für so manchen Gelegenheitsspieler ist das jedoch ein willkommenes Fressen.
Neues Wertesystem gefällig?
Neue Werte bei dem Azursong Mageblade aus Molten Core.
Mit jeder frischen Instanz kommen immer mächtigere Gegenstände ins Geschehen. Durch die Erweiterung erhält das Ganze sogar noch eine immense Verstärkung. Um allerdings solchen Werten wie einer 100% Chance auf kritische Treffer vorzubeugen, nahm Blizzard kurzerhand die Berechnung der Werte neu vor. Hieß es bisher auf den Items noch „+1% auf kritische Treffer mit Zaubern“, steht dort nun beispielsweise „+14 Chance auf kritische Zaubertreffer“. Die Prozente fallen also gänzlich unter den Tisch und reduzieren so die tatsächliche Wirkung. Dadurch soll den ansonsten zu starken Gegenständen entgegen gewirkt werden.
Aber auch völlig neue Werte und Eigenschaften auf Gegenständen halten Einzug mit der Erweiterung. Unter anderem „Resilience“, das die Chance reduziert, einen kritischen Treffer einstecken zu müssen. Der Schaden eines kritischen Treffers ist ebenso geschwächt – egal, ob dieser durch einen Nahkampf- oder Zauberangriff entsteht.
Rollentausch: Schamanen und Paladine
Neue Fähigkeiten für den Allianz-Paladin.
Viele Spieler konnten und wollten es zunächst nicht glauben – Schamanen und Paladine für beide Fraktionen. Doch trotz all dem Gezeter, dem Gerede von Brüchen der Geschichte und der unverständlichen „WoW-Blasphemie“, hat es Blizzard geschafft, ganz vernünftige Erklärungen und Hintergrundstories zu liefern. Und wenn man es genauer betrachtet, ist der Blutelfen-Paladin im Grunde ja auch eher ein Blutritter. Sie halten gewaltige magische Kreaturen in Silvermoon City gefangen und nutze diese, um das Licht zu ihren Zwecken zu missbrauchen. In einer der ersten Aufgaben muss ein angehender Paladin beispielsweise von der Kreatur etwas „abzapfen“ und kann anschließend andere Mitspieler wiederbeleben. Die Draenei hingegen sind darauf bedacht, ihren Eingriff in die Flora und Fauna der neuen Welt wieder gut zu machen. Daher liegt die Wahl als Schamane auch ziemlich nahe.
Horden – und Allianz-Paladine weisen einige Unterschiede bei den Fähigkeiten auf. Während Hordenstreiter über ein „Siegel des Blutes“ verfügen, besitzen Allianz-Gegenstücke das „Siegel der Vergeltung“. Wo liegt der Unterschied?
Siegel des Blutes – Rang 1 – Horde: Sämtliche Nahkampfangriffe verursachen zusätzlichen Heilig-Schaden in Höhe von 40% des normalen Waffenschadens. Dabei verliert der Paladin jedoch Gesundheit entsprechend 10% des insgesamt zugefügten Schadens. Die Entfesselung dieses Siegels richtet einen Gegner und verursacht sofort 445 bis 488 Heilig-Schaden auf Kosten von 148 bis 163 Gesundheitspunkten.
Siegel der Vergeltung – Rang 1 – Allianz: Erfüllt den Paladin mit heiliger Kraft, gewährt jedem Nahkampfangriff die Chance, 12 Sek. lang 80 Heilig-Schaden zu bewirken. Dieser Effekt ist bis zu 5-mal stapelbar. Es kann immer nur jeweils ein Siegel auf dem Paladin aktiv sein. Hält 30 Sek. lang an. Die Entfesselung dieses Siegels richtet einen Widersacher und verursacht sofortigen Heilig-Schaden in Höhe von 86 Lebenspunkten pro Verwendung von „Heilige Vergeltung“.
Gerne würden wir auch ein Beispiel für die unterschiedlichen Fähigkeiten der Schamanen anbringen, allerdings sind diese bisher noch ziemlich gleichbleibend.
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Kommentare (5) Latest comment vor 6 Jahren
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Um mal willkürlich ein Beispiel aus dem Artikel aufzugreifen: Das neue "Suche nach Gruppe"-Interface mag eine sinnvolle Neuerung sein, dass es in seiner aktuellen Form aber nicht so recht von den Spielern angenommen wird, zeigt bereits der frische Patch. Die Gründe mögen hier vielfältig sein und hängen eventuell auch mit dem aktuellem PvP-Wahn zusammen, offensichtliche Mängel könnte man meiner Meinung aber trotzdem erwähnen. Mit letzteren meine ich beispielsweise die Klassifizierung aller Druiden - unabhängig von der Skillung - als Tanks, die unnötigen Koppelungen der wählbaren Instanzen an den eigenen Level und die Tatsache, dass viele Spieler scheinbar doch ganz gerne wissen würden, mit wem sie denn die nächsten Stunden verbringen werden, bevor sie in eine Gruppe gesteckt werden.
Im Hinblick auf Teil 4 eurer Vorschau-Serie sei daher auch eben das - wie ihr es am Ende des Textes ankündigt - "Hochleveln auf Stufe 70" erwähnt. Es mag durchaus lustige, kreative und spaßige Aufträge geben und ja, die neuen Instanzen wissen bisher auch zu überzeugen. Trotzdem besteht ein Großteil des Weges aus stupiden "Bring' mir x von y!"- oder "Töte z von p"-Aufträgen, bei denen sich oftmals kein rechter Spaß einstellen will. Zudem verweilt man - zumindest in der Beta - nun wesentlich länger in einzelnen Gebieten. Ich persönlich kann nach nunmehr einer Woche aber keine blauen Pilze mehr sehen. *g*
Es ist nicht alles Gold was glänzt und auch nicht alles makellos, was aus dem Hause Blizzard kommt. Eine etwas kritischere Sichtweise täte den Medien im Bezug auf Burning Crusade daher mit Sicherheit ganz gut.
Soviel dazu von meiner Seite. Ich mag das Add-On trotzdem. Daher nochmals Danke für den Key. ;)
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besonders im letzten Teil wird auch nochmal etwas kritischer das Thema angegangen. Ich gebe dir auch vollkommen recht das nicht alles in WoW ideal ist, davon ist das Spiel auch weit entfernt. BC bietet zwar viel neues aber macht auch immer noch oftmals die gleichen Fehler. Wie du schon sagtest es gibt ein paar wenige abwechslungsreiche und neue Questideen (etwa das Bomben werfen vom Greif oder bei den Draenei das Reiten auf den zukünftigen Mounts) - trotz allem sind die meisten Quests aber weiterhin töte 5 davon, wenn erledigt töte gleich nochmal 20 davon, etc. Auch kommen wieder noch mehr Fraktionen hinzu und man muss wieder unzählige Ruffarmaktionen starten.
Das Gruppensuchen-System finde ich trotz allem vorteilhaft, besser als das gekreische im Channel ist es wohl allemal. In der Betaphase wurde es auch tatsächlich wohl öfter genutzt und mehr als im moment nach der Patchphase auf den Live-Servern. Liegt aber wie du sagst auch an der neuen PvP-Schwemme, jeder weiß nun wie er ohne jegliche Anstrengung und ohne großen Zeitaufwand an die ehemaligen und immer noch sehr guten Rang 12-14 Items gelangt. Das ist im Grunde halt genauso negativ für ehemalig aktive PvP-Spieler wie nun die extrem starken Items bereits mit Level 60+ in den ersten 5er Dungeons. Welche bereits MC/ZG-Niveau übertreffen. Das ganze hat halt immer positive und negative Seiten, je nach Betrachtungswinkel.
Davon ab hat das PvP-System zwar ein paar gute Neuerungen erfahren aber an grundsätzlichen Schwächen wurde trotzdem nicht viel geändert, auch das verstärke Open-PvP ist weiterhin lieblos und schwach gelöst. Für PvP-Spieler ist ganz klar immernoch der Blick in Richtung DAoC und GW wichtig und wohl der bessere Schritt. Daran ändert auch BC rein garnichts, wobei die Arenen bisher von mir nicht angetestet werden konnten. Aber auch die werden an der Grundmechanik nichts ändern, Kämpfe enden sehr oft viel zu schnell, da sind die neuen und neu mächtigeren Items auch nicht hilfreich. Dam steigt noch mehr und die Kämpfe enden noch fixer. Hier sollte man sich ein wenig mehr an anderen Titeln orientieren.
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Thema "kritischer": Wenn Du dir mal den Einstieg von den Dranei und Blutelfen ansiehst, wirst Du schnell bemerken, dass wir da schon sagen "die Quests sind im Grunde auch wieder das gewohnt langweilige Hol dies, töte das, finde jenes".. Aber wie gesagt - noch ist nicht entschieden, WAS von den "Feinheiten" am Ende denn auch wirklich final ist. Wie Du selbst bemerktest, wird derzeit hier und da gepatcht. Es könnte also sein, dass schon morgen die Sache mit den Druiden wieder ganz anders aussieht. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir können also auch nur das kritisch beäugen, was wirklich "Bestand" haben wird bzw. auf aktuelle Sachen hinweisen.
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Darin, dass aktuell noch an vielen Ecken und Kanten gebastelt wird und bspw. das problembehaftete LfG-System bereits in einer Woche überarbeitet sein könnte, stimme ich dir natürlich zu. Trotzdem wäre es sicherlich sinnvoll, auf die derzeitige Qualität solcher Features einzugehen und sie gegebenenfalls eben zu kritisieren. Blizzard hat in den vergangenen zwei Jahren gezeigt, wie lange sinnvolle Verbesserungen brauchen können. Ein Vorschau-Artikel soll in meinen Augen auch keinesfalls ein möglichst vollständiges Bild des fertigen Produktes zeichnen, sondern sich eben damit befassen, was aktuell vorhanden ist. Und wenn es daran was zu bemängeln gibt, dann sollte sich das auch im Text wiederspiegeln.
Abgesehen von diesen kleineren Lappalien fehlt mir aber eben die Erwähnung der Kritikpunkte, die WoW seit Urzeiten begleiten. Die Quests sind auch weiterhin nicht das Gelbe vom Ei - wieso hat Blizzard die Chance also nicht genutzt, hier mit abwechslungsreicheren Aufträgen zu Punkten? Das PvP-Belohnungssystem wurde überarbeitet - die eigentlichen Gefechte spielen sich aber auch weiterhin reichlich unausgegoren. Sämtliche Charaktere gleichen sich auch weiterhin in vielen Belangen - und auf lang geforderte, technisch sicherlich machbare Features wie einen Friseur (da kannst du als Frau nix gegen sagen! *g*) oder individualisierendes Equipment warten die Spieler auch nach BC noch.
Obige Punkte mögen in ihrer Gesamtheit etwas arg penibel daherkommen. Mir geht es konkret auch gar nicht um die Auflistung jedes kleinen Makels. Die Medien berichten über BC bisher aber nahezu ohne jede Kritik, als Spieler stoßen mit aber eben allerlei Dinge negativ auf. Wenn man dem Spiel schon so viel Platz, nämlich vier einzelne Artikel, einräumt, dann sollten diese Punkte also zumindest ansatzweise erwähnt werden.
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Bislang gab es bei uns "nur" die Blutelfen/Dranei (mit Kritik an den gewöhnlichen Quests!!! - wobei es da auch einige nette Ideen gibt laut Christian), die Handwerke, Paladin/Shammy und das LFG-System - das zumindest den nervigen Spam beseitigen soll (aber noch gepatcht wird).
Aber wie Christian hier schon meinte: Im letzten Artikel (der mir auch schon seit einigen Tagen vorliegt) wirds kritischer.