Zelda-Designer Aonuma: Zelda: Ocarina of Time ist heutzutage "gar nicht so gut"

Jedes aktuelle Zelda ist besser

CVG hat eine Aussage vom Zelda-Macher Eiji Aonuma entdeckt, die die Fans zu einem stattlichen Fackelzug auf dessen Residenz veranlassen könnte. Seiner Meinung nach ist Ocarina of Time, das regelmäßig unter den Lieblingsspielen von allen möglichen Leuten und ihren Hunden auftaucht, gar nicht so gut. Zumindest heutzutage nicht mehr.

„Es ist kompliziert“, erklärt er in einem spanischen Interview, das ein NeoGAF-User seiner Internet-Community übersetzte. „Vergangene Dinge sind Teil unserer Erinnerungen und dort werden sie immer größer. Wenn man Ocarina heutzutage spielt, bemerkt man, dass es gar nicht so gut ist.“

„Manchmal bewegt es sich nicht so schnell, wie es sollte, die Grafiken sind nicht so schön, wie sie sein sollten; es gibt einige verwirrende Stellen... jedes aktuellere Zelda ist technisch weit überlegen. Alles geht schneller, fließender.“

Trotzdem ist es laut Aonuma schwierig, den gewaltigen Knall, für den das Spiel damals sorgte, heutzutage noch zu überbieten.

„Ocarina of Time zu schlagen, muss man eine große Veränderung - vergleichbar mit der, die damals stattfand - einführen. Und das ist ziemlich kompliziert.“

Kommentare (10) Latest comment vor 2 Jahren

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  • m_coaster #1 vor 2 Jahren

    Stimmt was der Herr sagt! In unserer Erinnerung wird so manches Game in süße rosafarbige Watte gelegt. Die Realität sieht manchmal dann ganz anders aus...
    Editiert von 1 um 24/11/09 @ 08:51
  • Bohnsen #2 vor 2 Jahren

    Jo, ich hab auch immer Angst, wenn ich einen heißgeliebten Klassiker einlege. Was auffällt ist allerdings, dass dies auf 2D-Spiele nicht so sehr zutrifft. Wenn man etwa Super Mario World startet, ist es immer noch großartig.

    cheers,

    Alex
  • Zerodyne #3 vor 2 Jahren

    Mir machen alte Games oftmals immer noch viel Spaß und das nostalgische Feeling ist auch manchmal vorhanden, aber in Erinnerungen ist es jedoch nicht selten unnerreichbar gut. Ist mir letztens aufgefallen, als ich ein ehemals verkauftes (aber geliebtes) Game nach Jahren wieder besorgt und gespielt habe - als ich es noch nicht wieder hatte, dacht ich, es wäre einfach nur traumhaft, es wieder zu zocken bzw erleben...
  • p1ng001n #4 vor 2 Jahren

    Ich muss ihm auch zustimmen, wobei dabei, glaube ich, zu beachten ist, ob man das entsprechende Spiel (in diesem Falle Ocarina of Time) "damals" gespielt hat oder nicht. Wenn ja, dann wird da immer eine rosa Brille sein, mit der man dieses Spiel heutzutage spielt, die einem alles doppelt und dreifach so schön erscheinen lassen, als es eigentlich ist (was wirklich nichts schlechtes sein soll!). Aber wenn man eben dieses Spiel damals nicht gespielt hat und es dann heutzutage zum ersten Mal spielt, tritt der beschriebene Effekt in der Tat auf.
    Ich habe dieses Beispiel erlebt (eben genau mit Ocarina of Time): Ich hatte auf dem Cube Wind Waker gespielt und da lag ja in der Erstausgabe auch Ocarina of Time (Master Quest) bei. Und nachdem ich Wind Waker durch hatte, wolle ich Ocarina of Time "nachholen", da ich es auf dem N64 nicht gespielt hatte. Und dabei ist mir eben aufgefallen, wieviel flüssiger sich Wind Waker im Vergleich zum "veralteten" Ocarina of Time spielte und ich war in gewisser Weise ein wenig enttäuscht, da es ja in allen Bestenlisten der Videospiele auftaucht.
  • robert_zetzsche #5 vor 2 Jahren

    Ich spiele Ocarina of Time alle paar Jahre durch und es ist immer wieder großartig. Weitläufig unterschätzt wird übrigens Majora's Mask.
  • hulksta #6 vor 2 Jahren

    Leider altern 3D Games schneller als 2D Titel.
    Obwohl ich Ocarina of Time damals verschlungen habe, könnte ich es heute nicht mehr spielen dank einer veralteten und vor allem verschwommenen Grafik.
    Bei A Link to the Past habe ich allerdings keine Probleme. Dafür schmeiße ich gerne noch mal mein SNES an.
  • Heavy_Rain #7 vor 2 Jahren

    Es stimmt schon, wobei es bei mir komischerweise nicht auf jedes Spiel zutrifft. Manche alte Spiele gefallen mir auch heute noch und bei anderen, frage ich mich was ich damals so gut daran gefunden habe. Bei Ocarina of Time ist es eher letzteres.
  • SoSchautsAus #8 vor 2 Jahren

    2D-Grafik ist in der Tat viel langlebiger und zeitloser als 3D-Grafik. Wenn ich heute die PlayStation einschalte, bekomme ich fast einen Kulturschock. Damals war die Grafik atemberaubend, heute ist sie regelrecht hässlich. Die Grafik vom SNES hingegen versprüht immer noch den selben Charme wie damals. Das liegt ganz einfach daran, dass die Entwicklung im 3D-Bereich viel rasanter vorangeht. Deshalb altert sie auch schneller. In zehn Jahren werden wir über Crysis lachen, aber A Link to the Past wird immer noch "makellos" aussehen.

    SSA
  • Zerodyne #9 vor 2 Jahren

    Richtig... man kann das nicht so wirklich vergleichen.
    Es ist bekanntermaßen ein Unterschied von einer Dimension ;)
    Die PS1- oder N64-Grafik sieht für mich aus wie versucht und nicht gekonnt (also dass nicht mehr drin war, ist klar ^^), während gute 2D-Grafik was ausgereiftes, schönes ist und weniger verhunzt aussieht.

    Bei Erinnerungen von Games ist das aber glaub ich so, dass man nicht dran denkt, wie man es gezockt hat, sondern wie das Game an sich war. Also man (ich) berücksichtigt da eigentlich fast nie, wie man sich zu der Zeit allgemein gefühlt hat - Ausnahmen gibts natürlich. Das psychische und physische Gefühl halt, daran erinnert man sich dabei nicht und spielt doch eine gewisse Rolle. Wenn ich gerade krank bin, macht normal nichts wirklich Spaß oder je nach Laune hat man heute mehr Vergnügen an einem Spiel als morgen - als blöde Beispiele ^^
    Editiert von 2 um 24/11/09 @ 11:35
  • Saldek #10 vor 2 Jahren

    OoT habe ich vor ein paar Jahren begonnen aber abgebrochen. Zelda MM ist in jeder Hinsicht um Welten besser.