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Arma 3: Entwickler zeigen, wie ihr Fake-Videos mit Material aus dem Spiel erkennt

Augen auf.

Es kommt wohl des Öfteren vor, dass Material aus Bohemia Interactives Arma 3 für Fake-Videos verwendet wird.

Dadurch soll der Eindruck erweckt werden, die Bilder würden aus echten Konflikten stammen, etwa aus dem Ukraine-Krieg.

Wie ihr Fakes erkennen könnt

Damit ihr nicht darauf reinfallt, haben die Entwickler sich jetzt ausführlich dazu geäußert und geben Tipps dazu, wie ihr solche Fake-Videos erkennen könnt.

"Man könnte es auf gewisse Weise als schmeichelhaft ansehen, dass Arma 3 auf solch realistische Art moderne Kriegskonflikte simulieren kann", kommentiert Pavel Křižka, PR Manager von Bohemia Interactive. "Wir sind aber alles andere als begeistert, dass das Spiel mit echten Kampfaufnahmen verwechselt und als Kriegspropaganda genutzt wird. Das ist bereits in der Vergangenheit passiert (Arma 3-Videos haben angeblich Konflikte in Afghanistan, Syrien, Palästina und zwischen Indien und Pakistan dargestellt)."

"Aktuell haben diese Videos Aufwind im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine erhalten. Wir haben bereits versucht, gegen solche Inhalte vorzugehen, indem wir sie Plattform-Betreibern (FB, YT, TW, IG, etc.) gemeldet haben. Dies hat sich leider als sehr ineffektiv herausgestellt. Mit jedem gelöschten Video werden zehn neue hochgeladen. Wir denken, der beste Weg, dieses Problem zu lösen, ist, mit führenden Medienanstalten und Fakt-Checkern (wie AFP, Reuters und mehr) zusammenzuarbeiten. Sie haben mehr Reichweite und mehr Kapazität, um die Verbreitung von Fake News-Videomaterial zu bekämpfen."

Gleichzeitig geben die Entwickler folgende Tipps, um In-Game-Videos von echten Aufnahmen zu unterscheiden:

  • Sehr geringe Auflösung: Selbst ältere Smartphones können Videos in HD-Qualität aufnehmen. Fake-Videos sind oft von deutlich geringerer Qualität sowie bewusst verpixelt und unscharf, um zu verstecken, dass sie aus einem Videospiel stammen.
  • Wackelige Kamera: Um mehr dramatische Effekte hinzuzufügen, werden diese Videos oftmals nicht im Spiel aufgenommen. Die Autoren filmen einen Computer-Bildschirm, während das Spiel auf niedriger Qualität läuft, mit einem übertriebenen Kamerawackeln.
  • Spielt oft im Dunkeln / bei Nacht: Die Aufnahmen sind oft dunkel, um den niedrigen Detailgrad der Videospiel-Szenen zu verstecken.
  • Meistens ohne Ton: In-Game-Soundeffekte können oft von der Realität unterschieden werden.
  • Ohne Menschen in Bewegung: Das Spiel kann zwar die Bewegung von Militärfahrzeugen relativ realistisch simulieren, doch natürlich aussehende Menschen in Bewegung aufzunehmen, ist weiterhin schwierig, selbst in den modernsten Spielen.
  • Heads Up Display (HUD)-Elemente sichtbar: Manchmal sind User Interface mit Waffenauswahl, Munition-Zähler, Fahrzeug-Status, In-Game-Nachrichten, etc. sichtbar. Dieses tauchen üblicherweise am Rand oder in den Ecken der Aufnahme auf.
  • Unnatürliche Partikel-Effekte: Selbst die modernsten Spiele haben Probleme, Explosionen, Rauch, Feuer sowie Staub und wie diese auf ihre Umwelt reagieren natürlich darzustellen. Achtet vor allem auf merkwürdig getrennte Wölkchen.
  • Unrealistische Fahrzeuge, Uniformen, Ausrüstung: Personen mit Wissen über militärische Ausrüstung können unnatürliches Material in einem bestimmten Konflikt erkennen. Beispielsweise schießt in einem besonders häufig geteilten Fake-Video das US-Flugabwehrsystem C-RAM ein amerikanisches A-10-Kampfflugzeug ab. Einheiten können auch unauthentische Insignien, Tarnfarben oder Ähnliches zeigen.
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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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