APB-Entwickler: Selbstgefälligkeit und Arroganz mit schuld am Untergang

100 Millionen und Crackdown

APB-Entwickler Luke Halliwell macht in seinem Blog unter anderem die Selbstgefälligkeit und zuweilen auch Arroganz der Entwickler verantwortlich für den Niedergang des Studios und von APB.

"Selbstgefälligkeit hat sich manchmal in Arroganz verwandelt", schreibt er.

"Unsere Selbstgefälligkeit äußerte sich in vielerlei Hinsicht. Wir waren selbstgefällig im Hinblick auf das Gamedesign, haben leere Versprechungen über APBs offensichtliche Schwächen abgegeben und uns selbst eingeredet, dass alles in letzter Minute vor dem Release schon noch klappen würde (ein Argument, das durch unsere entsprechenden Erfahrungen bei Crackdown gestärkt wurde)."

"Wir waren selbstgefällig, was die Geschäftsplanung anging, und entschieden uns dafür, all unser Geld dafür auszugeben, APB an den Start zu bringen. Wir nahmen an, dass wir Zillionen Exemplare verkaufen wurden und es gab Budgetüberschreitungen bei der Server-Hardware."

"Als man uns erzählte, dass wir unsere Jobs verlieren würden, sagte man soetwas wie 'Der Markt ist derzeit einfach schwierig... wir hätten das niemals vorhersehen können... selbst unsere schlimmsten Verkaufsprognosen waren höher als das.' Ich denke, es sollte uns trösten, aber es war einfach nur selbstgefällig und dumm."

"Es wäre übertrieben zu behaupten, dass das ganze Unternehmen selbstgefällig war", schreibt Halliwell.

"Im Hinblick darauf, welch erstaunliche Sachen manch unglaublich leidenschaftliche Mitarbeiter geleistet haben, etwa das Character Customization System oder die absolut zuverlässige Back-End-Software, um nur zwei davon zu nennen (Sorry an alle anderen für guten Beispiele, dich ich auslasse), wäre das absolut unfair. Leider war das nicht genug, um die Probleme zu bewältigen."

"Die Investition und Crackdowns Erfolg trugen offensichtlich zur Selbstgefälligkeit bei."

Auch kritisiert er Realtime-Worlds-Gründer und GTA- sowie Lemmings-Erschaffer Dave Jones, der sein "eigenes Feld zur Verzerrung der Realität" geschaffen habe und somit Mitarbeiter vom Erfolg von APB überzeugte.

"Das war ein wirklich zweischneidiges Schwert für uns", schreibt er.

"Ich denke, das war einer der größten Gründe dafür, dass wir 100 Millionen Dollar zusammentrugen. Außerdem trug es offensichtlich zu unserer Selbstgefälligkeit bei. Wann immer etwas einen kritischen Punkt erreichte, war Dave immer dazu in der Lage, die Leute davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung kommen würde. Ich glaube, dass uns das zeitweise davon abbrachte, Probleme tatsächlich so ernst zu nehmen wie wir es hätten tun sollen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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