Crytek UK spricht mit mehreren Publishern über ein neues TimeSplitters

Würde man sehr gerne machen

Crytek UK, ehemals Free Radical, spricht derzeit mit mehreren Publishern über die Möglichkeit eines neuen TimeSplitters-Spiels.

"Wir sprechen derzeit mit Publishern darüber, ob das [TimeSplitters] machbar ist oder nicht", verriet Crytek UKs Managing Director Karl Hilton gegenüber Eurogamer.

"Es gab seit einer Weile kein TimeSplitters-Spiel mehr. Offensichtlich ist TimeSplitters ein FPS mit einer starken Multiplayer-Komponente. Die Frage ist, ob wird diesen Weg erneut verfolgen oder eine andere Richtung damit einschlagen sollten? Oder sollten wir gleich eine komplett neue IP entwickeln?"

"Es liegt an uns, mit den Publishern über ihre Interessen zu sprechen und wie sie das sehen. Wenn sie scharf auf ein TS-Spiel sind, dann würden wir sehr gerne eins machen. Wenn sie gerne etwas Neues von uns hätten, dann machen wir das."

"Ob TS dann wie ein klassisches TS oder eher ein neuartiges TS ist, müsste man dann mit ihnen besprechen", so Hilton.

Laut Hilton sind die Publisher auf jeden Fall sehr angetan von der Marke: "Wir sprechen mit den Publishern und jeder kennt TimeSplitters. Der Bekanntheitsgrad ist wirklich gut, der Erfolg in verschiedenen Märkten unterschied sich aber ziemlich. Je nachdem, mit wem man spricht, sehen sie es also als sehr erfolgreiches Produkt oder als ein Produkt, das nahezu erfolgreich war, sich aber noch besser hätte schlagen können."

Was auch immer passiert, seine Eigenheiten soll TimeSplitters dadurch nicht verlieren.

"Bei etwas wie TimeSplitters muss man darauf achten, dass es sowas wie ein Spiel seiner Zeit war, aber auch sehr britisch. Es hatte einen Sinn für Humor. Heutzutage ist es schwieirg, da man bei den Spielen mit großen Budgets einfach einen breiten Markt ansprechen muss. Man muss versuchen, es überall zu verkaufen."

"Man sollte daher vermeiden, etwas zu Klischeehaftes zu machen, das nicht funktioniert. Gleichzeitig kann man ebenso wenig etwas Fades und Generisches machen, weil es davon schon genug gibt. Es geht darum, dem Spiel Charakter und Persönlichkeit zu verleihen, dabei aber nicht eine ganze Reihe an Leuten außen vor zu lassen, die es ansonsten vielleicht kaufen würden."

"Ich denke nicht, dass es darum geht, diese britische Wesensart zu opfern. Es geht darum, mit einem Publisher auszuarbeiten, wie Charakter und Persönlichkeit eines Spiels aussehen sollen. Jedes gute Spiel sollte seine eigene Persönlichkeit haben. Wenn man es spielt, sollte man ausgehend davon, wie es sich spielt und wie es aussieht, wissen, was man spielt. Andernfalls kann man ein sehr durchschnittliches Produkt erhalten."

"TS hatte ein sehr hohes Ansehen innerhalb der Industrie, bei der Presse, den Entwicklern und Publishern", so Hilton. "Das ist großartig. Und mit Sicherheit begeistert sich unser Team dafür und wir würden liebend gerne ein weiteres Spiel machen. Aber jeder erkennt auch, dass das wirtschaftliche Klima einfach schwierig ist, also muss man etwas machen, das kommerziell ist, aber dennoch Integrität hat. Diese Balance muss man erstmal finden."

"Aber ja, wir würden es sehr gerne machen und dabei nicht zu sehr ausschweifen. Wir möchten etwas produzieren, das eine Menge Leute anspricht und das viele Leute spiele. Das ist doch das Beste: Wenn man ein Spiel macht und es sich häufig verkauft. Nicht aus einer finanziellen Perspektive, sondern weil es toll ist, wenn die Leute mit dem eigenen Produkt Spaß haben und es spielen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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