Das wird 2011: Strategie

Da haben wir den Salat

Letztes Jahr habe ich irgend etwas von dem Jahr der Entscheidung gefasselt. Und ja, es war nicht unbedingt ein gutes Jahr für Strategiespiele. Klar, im Browser und Facebook-Bereich feiert das Genre Zuwachsraten, bis der Arzt kommt. Doch im Hardcore-Bereich sieht es traurig aus.

Command & Conquer 4 fiel vor allem qualitätsmäßig durch und selbst das sehr gute R.U.S.E. hat sich höchstens mittelmäßig verkauft. Allein Starcraft II und vielleicht noch Civilization V konnten wirklich signifikante Mengen absetzen, trotzdem reichte selbst beim dicksten Fisch der Blizzard-Bonus nicht aus, um an den Erfolg des Erstlings anzuknüpfen.

Das Endergebnis: Der nächste richtige Strategie-Blockbuster wird wohl wieder von Blizzard kommen, andere Studios trauen sich an so etwas nicht mehr heran. Stattdessen werden kleinere Brötchen gebacken, was nicht unbedingt negativ sein muss. Neben Total War: Shogun II wird das Jahr durch ungewöhnliche Konzepte, ein paar DotA-Ableger und von ein paar interessanten Online-Varianten beherrscht.

Ja, das Genre ist inzwischen in der Nische angekommen und Fans müssen wohl oder übel mit weniger Titeln rechnen. Unterm Strich gibt es aber genug Nachschub, um die nächsten 12 Monate zu überstehen. Ich hoffe nur, dass es 2012 nicht noch weniger wird. Ein Untergang pro Jahr reicht.

Interessanter Fakt am Rande: Bis auf From Dust ist kein Strategie-Titel für Konsolen geplant. Haben die Publisher wirklich schon aufgegeben?

Warhammer 40K Dawn of War II: Retribution

(THQ – PC) - News, Bilder, Videos und Vorschau zu Dawn of War II: Retribution

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Relic schlägt mit Retribution einen ähnlichen Weg ein wie beim ersten Dawn of War. Direkt im Anschluss an die Standard-Erweiterung Winter Assault lieferten sie dort mit dem genialen Dark Crusade einen vollkommen neuen Ansatz. Die non-lineare Kampagne ließ sich mit allen enthaltenen Völkern spielen. Auch bei Retribution ist dies möglich, nur die Struktur ist diesmal eine andere. Ab und an werden zwar Alternativ-Missionen geboten, im Grunde spielt sich die Geschichte aber relativ linear. Je nachdem mit welchem Volk man antritt, unterscheiden sich die Aufgaben im Detail.

Texte, Gegner und natürlich die eigenen Einheiten werden variiert und so hoffentlich der Wiederspielwert erhöht. Das rollenspielartige Upgrade-System wird beibehalten. Neu hinzu kommt dagegen die Rekrutierung von Einheiten auf dem Schlachtfeld. Auf diese Weise will man die Gefechte flexibler machen und die Taktik-Bandbreite erhöhen.

Und natürlich bietet auch Retribution eine neue Rasse bzw. sogar noch eine interessante Ork-Variante. Die Ork-Piraten ersetzen dabei in der Kampagne die klassischen Grünhäute, unterscheiden sich aber nur im Detail von ihren andersartigen Vettern. Die Imperiale Armee kommt dagegen mit der kompletten Einheitenpalette daher. Inklusive dem fast übermächtigen Baneblade, als Super-Duper-Über-Einheit und der Fähigkeit, Deckung und Abwehrtürme zu bauen. Für mich schon jetzt ein Highlight des Strategie-Jahres 2011. Vorschau folgt.

Might & Magic Heroes VI

(Ubisoft - PC) - News, Bilder, Videos und Vorschau zu Might & Magic Heroes VI

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Auch Rundenstrategie-Fans kommen in diesem Jahr auf ihre Kosten. Ubisoft liefert endlich einen Nachfolger zu Heroes of Might an Magic V, der gleich mal eine Namensänderung verpasst bekam. Die Serie läuft ab jetzt unter Might & Magic Heroes. Klingt ein wenig anders, spielt sich aber relativ gleich. Das ungarische Entwicklerteam Black Hole lehnt sich nicht allzu weit aus dem Fenster und wird neben einem umfangreichen Grafik-Update vor allem Detailverbesserungen vornehmen.

Das Sammeln von Ressourcen wurde zum Beispiel vereinfacht. Völkerspezifische Rohstoffe gibt es nicht mehr, nur noch Kristalle. Das Ziel: Alle streiten sich um die gleichen Vorkommen. Außerdem wird das Initiativ-Kampfsystem durch die klassische Rundenabfolge der ersten drei Teile ersetzt und der Stadtbildschirm verschwindet vollkommen. Die Städte werden direkt auf der Karte ausgebaut, was die Übersicht deutlich verbessern dürfte.

Ein überraschend großer Fokus wird diesmal auf die Story gelegt. Schicke Zwischensequenzen erzählen, wie im fünften Teil, die Geschichte der Königsfamilie Griffin. Nur 400 Jahre früher. Fünf Thronfolger bekommen dabei jeweils eigene Kampagnen verpasst. Ihr schlüpft in die modrigen Knochen eines untoten Vampirs, führt als Wirt eines Dämonen die Kräfte der Hölle in die Schlacht oder als ältester Sohn Anton die himmlischen Heerscharen an. Neu hinzugekommen sind neben dutzenden Einheiten, Boss-Kämpfe und die Möglichkeit fremde Städte nach der Eroberung zu konvertieren. Klingt alles nach genau der richtigen Mischung aus sinnvollen Updates und viel Altbewährtem. Fans der Reihe dürften begeistert sein.

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Kristian Metzger

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