THQs Danny Bilson

'Stabile Technologie erlaubt das Reifen und Wachsen von Kreativität'

Danny Bilson hat eine simple, aber äußerst starke Vision: Er möchte einfach nur verdammt gute Videospiele machen. Als Autor und Produzent von Kino- und TV-Filmen hat er schon in den Neunzigern bewiesen, dass er ein gutes Gespür für die Wünsche und Träume der Zuschauer hat. Mit dem Film Rocketeer hat er sogar einen echten Kinostreifen in seiner Filmografie. Seine Berufung ist aber die Erschaffung transmedialer Inhalte. Der Transport von Ideen, Charakteren und Handlungen von einem Medium ins andere. Er war für diverse James-Bond-Filmumsetzungen verantwortlich, schuf eine The-Flash-Fernsehserie und brachte nun einen Red-Faction-TV-Film zusammen mit SyFy auf den Weg. Und auch die Handlung von Homefront wirkt nicht von ungefähr wie ein Software-gewordener Action-Film.

Als Vice President Core Games verpasst er THQ genau die Richtung, die dem Unternehmen in den letzten Jahren gefehlt hat. Alle Titel, die wir auf der THQ Gamers Week in New York gesehen haben, waren erstklassig. Es gab nicht einen Ausfall, sondern neben klaren Blockbustern auch echte Kreativperlen wie Tim Schafers Stacking. Doch Danny Bilson ist nicht nur extrem kreativ, sondern auch ein interessanter Gesprächspartner. Die Unterhaltung, die ich zusammen mit Tom Bramwell von Eurogamer.net und Stefano Silvestri von Eurogamer.it geführt habe, war meilenweit von dem üblichen Marketing-Blabla entfernt. Er bezog klar Stellung zu der Versoftung von realen Kriegen, brachte seine Abneigung, selbst einen Deutschen in WWII-Shootern zu spielen, zum Ausdruck und sprach offen über seine noch nicht gefestigte Position bei THQ. Auch das Thema Online-Pass wurde eingehender thematisiert. Kurz: Der ideale Auftakt für unsere THQ-Woche. Viel Spaß!

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Danny Bilson

Eurogamer: Ist Homefront schon in vergleichbarem Maße in das Bewusstsein der Spieler eingedrungen wie Call of Duty oder Medal of Honor? Hat all das Geld, das ihr investiert habt, schon angefangen, sich auszuzahlen?

Danny Bilson: Nun, wir haben es ja noch nicht einmal ausgeliefert.

Eurogamer: Ist der Hype denn schon auf dem Level, auf dem ihr ihn haben wollt?

Danny Bilson: Nein, er ist nicht dort, wo ich ihn gern hätte. Ich hätte ihn gern größer. Ich kann noch nicht wirklich ermessen, wie erfolgreich wir damit waren, ein Bewusstsein für Homefront zu schaffen. Wir müssen erst sehen, wie es sich verkauft und wie die Leute es spielen und beginnen, darüber zu posten und zu schreiben, was sie von dem Spiel halten.

Will ich, dass es im gleichen Satz fält wie Call of Duty und Medal of Honor? Absolut. Denke ich, dass es das verdient hat? Absolut. Es geht wirklich darum, wie ihr Leute darüber denkt, wie ihr darüber sprecht und wie andere Leute darüber sprechen. Das Spiel muss einfach für sich selbst sorgen. Ich will, dass die ganze Welt danach fragt und darüber redet. Aber, kommt schon. Es ist das erste Spiel. Call of Duty ist das sechste, siebte Spiel. Wenn wir 20 Prozent von dem schaffen, was die machen, dann ist es ein großer Hit. Wisst ihr was? Wir tun das beste, was wir können und wir lieben dieses Spiel wirklich und versuchen, dass andere Leute es auch lieben. Aber das kann nicht geschehen, bevor es nicht gespielt wird.

Eurogamer: Nächste Woche gibt es die Termin-Ankündigung für den 3DS. Wird THQ den Handheld voll unterstützen?

Danny Bilson: Ja, absolut.

Eurogamer: Werdet ihr mit Launch-Titeln dabei sein?

Danny Bilson: Nicht beim Launch, aber später. Wir sind zum Launch nicht fertig geworden, aber einige unserer 3DS-Sachen haben grünes Licht. Ich liebe dieses Ding, es ist wirklich cool.

Eurogamer: Befinden sich irgendwelche PSP2-Spiele in Produktion bei euch?

Danny Bilson: Kein Kommentar.

Eurogamer: Wenn es eine PSP2 gäbe, glaubst du, sie könnte es im Kampf um das Geld der Kunden mit Android und iOS aufnehmen?

Danny Bilson: Kein Kommentar. Ich kann wirklich nicht über Hardware sprechen, die bald angekündigt wird.

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Über den Autor:

Kristian Metzger

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