Resistance 3

Widerstand ist wirklich zwecklos

Hinweis: Habt ihr Probleme im Kampf gegen die Chimera? Werft einen Blick in unsere Lösungshilfen und Tipps zu Resistance 3.

"Dieses PS3-exklusive Spiel kommt aus Gründen des Feingefühls nicht im Mutterland des Publishers heraus."

Wir schreiben das Jahr 1957. Die Menschheit ist am Ende. 90 Prozent der Erdbevölkerung tot. Ein Großteil als Biomasse vom Chimera-Virus assimiliert. Und die Hybriden versuchen, unseren Planeten endgültig in einen Friedhof zu verwandeln. Nachdem sie sich in dem Alternativ-Universum von Russland aus über Europa hergemacht haben, mussten im zweiten Resistance die USA dran glauben. Doch die Weltherrschaft reicht ihnen nicht, sie wollen den Genozid. Das Ende alles menschlichen Lebens und den Beginn eines neuen Zeitalters.

Insomniac Games zeichnet damit mit dem dritten Teil der Ego-Shooter-Serie ein noch düsteres Szenario auf den Bildschirm. Hier gibt es keinen Silberstreif mehr am Horizont, keine stolzen Krieger und mutigen Helden, sondern das letzte Aufgebot eines geschlagenen Gegners. In einer Welt, die sich in ihrer Härte und Konsequenz erfreulich von vielen Konkurrenzprodukten absetzt und gleichzeitig mit frischem Art-Design auch die letzten Kostverächter überzeugen könnte.

Doch nicht nur bei dem alternativen Universum setzen die Amerikaner Zeichen, auch was den Hauptdarsteller angeht, kennen sie keine Kompromisse. Der letzte Protagonist, Nathan Hale, wurde auf beeindruckende Art und Weise von seinem Nachfolger Joseph Capelli abgelöst. Er bekam eine Kugel in den Kopf. Nun muss der neue Held und Ex-Sentinel beweisen, wie er mit einer echten Snafu-Situation zurechtkommt. Für ein paar Monate hat er es sich zusammen mit seiner Familie im Untergrund bequem gemacht, doch die Außerirdischen haben die Suche nicht aufgegeben und am Ende Erfolg.

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Die agilen Longlegs verpassen dem Spiel ein Gefühl von Vertikalität.

Zu Beginn von Resistance 3 spüren sie die letzten Überlebenden in einem kleinen Nest im Mittleren Westen auf und jagen sie aus ihren Bunkern und Tunnelanlagen. Verzweifelt versuchen die letzten Menschen, sich ihrer Haut zu erwehren. Sie wollen fliehen, weg aus Oklahoma in Richtung New York, wo Dr. Malikov angeblich an einer letzten Waffe gegen die Invasoren arbeitet. Doch der Weg ist weit. Über 1.000 Kilometer verseuchtes Gebiet. Hunderte, Tausende Kreaturen, die nur darauf warten, die Guerilla-Kämpfer in Stücke zu reißen.

Der in London spielbare Demo-Level spielt kurz nach der Entdeckung. Capelli und ein paar seiner Mitstreiter geben den Frauen und Kindern Rückendeckung bei ihrer Flucht aus dem Kuhkaff Haven. Nachdem sie eine erste Angreiferwelle abgewehrt haben, landen nun massive Ladungsschiffe. Hybriden strömen heraus und der Kampf beginnt.

Sofort fällt auf, wie düster und dreckig das Spiel aussieht. Passend zur gnadenlosen Situation hat das Entwicklerteam noch einmal an der Atmosphärenschraube gedreht. Der Himmel über der Kleinstadt wirkt bedrohlich und anders. Starke Winde peitschen über das Land, verbiegen krank aussehende Bäume und braunes Gras. Manipuliert durch die Chimera, scheint sich die Erde selbst gegen ihre alten Herrscher zu stellen. Wir sind nun die Fremdkörper, die sich gegen die eigene Vernichtung wehren.

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Mann vs. Brawler: Ein harter Kampf auf Leben und Tod.

Mit blitzenden Geschützen jagt der erste Gleiter auf die Stellung der Menschen zu. Ein Hinterhof, übersäht mit Autowracks und dicht gedrängten Holzhäusern, dient als letzter Verteidigungsposten. Bewaffnet mit einem Marksman und einem Bullseye Gewehr erledigt ihr die ersten Hybriden. Die Waffen wirken noch wuchtiger als im Vorgänger. Mit satten Feuerstößen lasst ihr Köpfe und Backpacks zerplatzen.

Das Areal wird zwar durch Zäune begrenzt, doch in dem Bereich mit drei Gebäuden könnt ihr euch relativ frei bewegen. Der Schauplatz wirkt wie eine römische Arena, in die ständig neue Gegner geworfen werden. Nach der ersten Hybridenwelle tauchen dann die ersten neuen Feinde auf. Die sogenannten Longlegs katapultieren sich mit ihren Beinen und Jetpacks von Dach zu Dach, jagen blitzschnell in eure Flanke und beharken euch mit ihren Energiegewehren. Zum Glück könnt ihr mit dem Bullseye immer noch einzelne Gegner markieren und sie anschließend mit zielsuchenden Geschossen erledigen, auch wenn sie blitzschnell wegspringen. Ebenso praktisch: Der neue Magnum-Revolver, dessen Geschosse man per Fernzündung direkt im Körper der Aliens zünden kann. Ein Treffer genügt, um die fragilen Angreifer in Stücke zu reißen, dem Spieler ein befriedigtes Grinsen ins Gesicht zu zaubern und deutlich zu machen, wie anders sich die Resistance-Serie dank ihrer kreativen Waffen anfühlt. Danke, Insomniac.

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Kristian Metzger

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