Gears of War 3

The Train with the Golden Gun

Ihr hattet euren Spaß mit Bulletstorm – wie praktisch, dass ich in Kürze in England vorbeikommen werde –, jetzt wird es wieder Zeit für den Ernst des Shooter-Lebens. Was eigentlich erstaunlich ist, aber irgendwie schafft Gears of War es immer wieder, dass man es trotz überzogener Kettensägengewalt, eigentlich lächerlichen Testosteronmonstern und B-Movie-Action-Dialogen erstaunlich ernst nehmen kann. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus der Liebe zum Detail beim Setting, den irgendwie aufrichtig wirkenden Charakteren und des Art-Designs. Man spürt diese Welt und sie nimmt einen ein wenig mit.

Und dann ist da natürlich immer noch diese komprimierte Action, die sich mit dem langsamen Tempo gleichzeitig im Verzögerungsgenießermodus bewegt und dann insbesondere auf kurze Distanzen geradezu explodiert. Am direktesten natürlich im Multiplayer-Modus, in dessen Beta ihr in Kürze - mehr oder weniger, Mitte April ist der neueste Stand - das dann ja aufs Neue selbst erfahren könnt. Oder auch nicht, da sie offiziell in Deutschland nicht erhältlich sein wird und eigentlich auch nicht laufen sollte. Ob sie es trotzdem tun wird, ist derzeit noch nicht ganz klar.

Im Rahmen eines kleinen Events, auf dem wir versammelten Redakteure Europas auch den Guru, die Inkarnation der Herrlichkeit selbst, Cliff Bleszinski, anhimmeln durften – just kidding, der Mann ist geradezu ansteckend enthusiastisch und sympathisch bei seinen Präsentationen –, konnte ein wenig davon schon mal angespielt werden. Den Beast-Modus gab es ja schon beim letzten Mal, jetzt ging es an das Team Deathmatch. Um das Ganze ins rechte Licht zu rücken: Ich hatte nur die Gelegenheit, wenige Runden zu spielen und werde deshalb gar nicht erst versuchen, euch einen Wolf vom Balancing der neuen Waffen und der Maps zu erzählen, dafür reichte die Zeit nicht einmal annähernd aus. Das wird dann tendenziell Kristian in den Tagen nach dem Beta-Release tun und natürlich können es die Beta-Teilnehmer unter euch dann auch selbst herausfinden.

Wie gesagt, Team Deathmatch steht auf dem Programm, ein weiterer neuen Modus für die Serie und einer, der für Multiplayer-Gelegenheits-Freunde wie mich durchaus zu intimen Feindschaften mit dem eigenen Teamgefährten führen kann. Statt einfach nur die Kills links und rechts zu markern und die fünf Minuten durchzuzählen, hat jede Seite 15 Respawns. Sind diese verbraucht, läuft jeder im Team auf seinem letzten Leben.

Das ist ungeheuer reizvoll, da man auch sieht, wie viele Wiederbelebungen die Gegenseite noch übrig hat und es in jeder der Endphasen, sowohl die, die ich selbst spielte, als auch die, bei denen ich Zuschauer war, ziemlich intensiv und emotional wurde. Natürlich gibt es dann auch Leute wie mich, die ein wenig länger brauchen, um sich auf der Map zurechtzufinden, im Nahkampf nicht viel taugen – tödlich wie immer bei Gears – und dann fünf Respawns durchhaben, bevor sie überhaupt mal anfangen. Solche Typen kann ich echt nicht leiden, die sind die Letzten. Ups. Weiter im Text.

Der Rest des Modus-Aufbaus ist hinlänglich bekannt. Fünf Männer, Frauen oder Monster auf jeder Seite, die Menschen spielen gegen die Locust, wobei beide Parteien sich natürlich weitestgehend ähnlich spielen und auch vergleichbare Waffen im Gepäck haben - und eine Karte mit Respawn-Punkten für Mensch und Material. Weitere Modi gibt es natürlich auch für Gruppen, aber gezeigt wurden sie leider noch nicht. King of the Hill wird nach Punkten abgerechnet, sobald eine Seite einen markierten Fleck gehalten hat, dann wandert dieser weiter. Es könnte ein einsteigerfreundlicher Modus werden, in dem zwar Kenntnis der Karte nötig ist, jedoch die taktische Tiefe der ständigen Besetzung und Rückeroberung fixer Punkte etwas zurückgeschraubt wird. Könnte witzig sein.

Capture the Leader beschreibt sich eigentlich schon gut selbst. Jedes Team hat einen Anführer, der auch ein paar spezielle Fertigkeiten haben wird – leider wurde nicht gesagt, welche –, den die Gegenseite gerne in ihre Finger bekommen würde. Schafft sie das, wird er gepinnt und ausgezählt, sollte er nicht schnell befreit werden. Oder aber, man schnappt sich doch noch schnell den anderen Anführer und pinnt ihn seinerseits. Sind beide am Boden, gibt es eine Patt-Situation, bei der es spannend sein dürfte zu sehen, wie die Gruppen damit umgehen. Ob sie es auszusitzen versuchen oder doch lieber Leader Leader sein lassen und einen Befreiungsversuch wagen. Vielleicht gibt es sogar so etwas wie Geiselaustausche. Könnte sogar sehr witzig sein. Und dann ist da natürlich noch Beast, über den ihr hier alles erfahrt.

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Über den Autor:

Martin Woger

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Chefredakteur

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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