Warhammer 40.000: Space Marine

Chaos enthüllt

Hinweis: Braucht ihr Hilfe beim Kampf gegen Orks und Chaos? Schaut in unsere Komplettlösung zu Warhammer 40.000: Space Marine.

Space Marine ist für THQ und Relic ein wichtiges Thema. Die Kombination aus dem bekannten Universum und einem packenden Third-Person-Action-Titel könnte sich hervorragend verkaufen, wenn man dann erst einmal das richtige Konzept gefunden hat. Zu Beginn wurde das Spiel als eine Art Squad-Action-RPG verkauft, doch nach einer internen Neubewertung gab es einen Relaunch und die RPG-Komponente wurde auf das Nötigste reduziert. Viel mehr erinnert der Titel nun an eine Art Gears of War ohne Cover-System und dafür mit zusätzlicher Nahkampf-Komponente. Waffen sind aufrüstbar und es wird neben Infanterie-Gefechten auch Rail-Shooter-Sequenzen geben.

Und auch die zweite Vorführung auf der letztjährigen gamescom lief nicht ganz reibungslos. THQ zeigte den Titel vielleicht einen Tick zu früh. Die Grafik im Alpha-Zustand riss natürlich niemand vom Hocker und auch das Gameplay wirkte im ersten Moment etwas schwerfällig. Kurz: Viel Potential, aber noch nicht dort, wo es sein sollte. Zusätzlich warfen sich dem Space Marine Sergeant nur Orks entgegen. Klar, auch diese Fraktion besitzt Dutzende Varianten, aber kaum genug, um über die volle Spielzeit zu unterhalten. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis eine weitere Rasse die Arena betritt: Das Chaos.

Wir konnten dem kanadischen Team exklusiv zu diesem neuen Kontrahenten ein paar Fragen stellen. Was erwartet uns? Kämpft man gegen Dämonen oder nur gegen verdorbene Menschen? Wie hart sind die Chaos Space Marines? Wo spielt das Ganze? Und haben sie endlich ein Deckungssystem eingebaut? Hier die Antworten.

Eurogamer: Also das Chaos. Landen die Bösewichter auf dem selben Planeten, den die Orks angreifen, oder reist man zu einem anderen Planeten?

Relic Games: Die Ereignisse von Space Marine finden alle auf der Forge World Graia statt, einem ganzen Planeten, der dazu da ist, Kriegsmaschinen für die Kriegszüge der Menschen herzustellen. Die wertvollsten dieser Kriegsmaschinen sind die Titanen, Walker so groß wie Häuser, ausgestattet mit vernichtenden Waffensystemen, die dafür gemacht sind, ganze Armeen zu attackieren. Die Titans sind es, was die Orks nach Graia führt. Chaos hat seine eigene Agenda - und wie du dir vorstellen kannst, ist es eine sehr viel bösere.

Eurogamer: Gegen welche Chaos-Fraktion kämpfen die Space-Marines? Khorne, Nurgle, Tzeentch oder Slaanesh?

Relic Games: Ungeteiltes Chaos und obendrein Teile von Khorne und Nurgle.

Eurogamer: Kämpft man gegen  eine voll aufgerüstete Chaos-Streitmacht oder geht es hauptsächlich gegen Heretics und niedrigere Klassen?

Relic Games: Wir haben verschiedene Chaos-Space-Marine-Feinde mit zahlreichen schweren Waffen (zum Beispiel Autocannon, Plasma Cannon, etc.) sowie Scharfschützen und sie können auch die Nahkampfwaffen ziehen und dich aus nächster Nähe angreifen. Zusätzlich stellen wir dir eine Renegade Guard in den Weg. Die können aus der Distanz eine echte Bedrohung sein, wenn sie zu mehreren angreifen. Dann gibt es noch die Bloodletters, furchteinflößende Dämonen, die im Nahkampf vernichtenden Schaden anrichten.

Sie greifen in Gruppen an, materialisieren sich und verschwinden wieder, wodurch sie durch Fernwaffen schwer zu treffen sind. Wenn sie nahe genug herankommen, greifen sie mit fürchterlichen Schwertern an, mit denen sie einen schnell bezwingen, wenn man nicht vorsichtig ist. Dann gibt es noch Psyker, die dich aus der Ferne mit psychischen Attacken aufs Korn nehmen und in andere Feind-Einheiten verwandeln, um dich zu verwirren. Wie schon die Orks bedeutet Chaos also sehr viel Abwechslung und gewährt uns Tonnen an Gelegenheiten, die Gegner in interessanten Situationen zu kombinieren. Dadurch bieten wir eine Herausforderung, die dem Spiel einen ganz anderen Dreh verleiht, sobald du auf Chaos triffst.

Eurogamer: Wird es Konsequenzen für die Zivilisten geben? Geopferte Menschen?

Relic Games: Zu dem Zeitpunkt, als Chaos auf dem Planeten eintrifft, haben die Orks bereits die arbeitende Bevölkerung dezimiert. Aber man wird definitiv Anzeichen der Zivilbevölkerung entdecken. Beinahe wie ein Relikt.

Eurogamer: Könnte das Chaos vielleicht auch eine zusätzliche Klasse für den Mehrspieler-Modus sein?

Relic Games: Eine interessante Idee! (lacht)

Eurogamer: Wie viel stärker sind Chaos Space Marines im Vergleich zu Orks? Reicht ein Treffer mit dem Bolter oder muss man Schwert und Plasma einsetzen?

Relic Games: Besonders im Vergleich zu einem Ork ist es ziemlich schwierig, einen Chaos Space Marine zu töten. Wo man es regelmäßig mit 20 bis 30 Orks (verschiedener Arten) zugleich zu tun hat, werden zwei bis drei Chaos Space Marines bereits eine echte Herausforderung darstellen.

Eurogamer: Haben die Chaos Space Marines eine andere Rüstungsklasse oder einfach nur eine längere Gesundheitsleiste?

Relic Games: Wie die Orks haben auch Chaos-Feinde mal mehr und mal weniger Rüstung. Das wirkt sich darauf aus, wie effektiv Waffen und Spezialattacken gegen sie sind und darauf, wie man einen Gegner am besten angeht.

Eurogamer: Gibt es immer noch kein Deckungssystem in Space Marine?

Relic Games: Das Spiel dreht sich darum, die zentrale Fiktion zu transportieren, ein mächtiger Space-Marine-Held zu sein. Diese Jungs gehen in der Schlacht nicht in Deckung - sie sind die Deckung. Sie sind schwerfällige, gepanzerte Helden, die ihren Feinden Angst einjagen. Sie leben, um zu kämpfen und werfen sich ins Zentrum der Schlacht, dort wo der Ruhm zu finden ist. Also ja: Es gibt immer noch kein Deckungssystem in Space Marine.

Eurogamer: Wie kommt man an die Waffen? Verdient man sie sich? Oder findet man sie auf dem Schlachtfeld?

Relic Games: Wir versorgen den Spieler auf verschiedene Arten mit Waffen. Er bekommt alle in einem angemessenem Kontext. Im Warhammer-40.000-Universum sind Space-Marine-Waffen geachtete Reliquien, daher behandeln wir sie auch als solche. Wir schalten sie an vorgegebenen Punkten der Kampagne frei. Von da an kann man sie an verschiedenen Orten bergen, etwa in Schreinen und geschützten Waffenlagern.

Eurogamer: Das Wichtigste überhaupt: Gibt es auch Titanen im Spiel?

Relic Games: Ein großer Teil der Story von Space Marine dreht sich um den Schutz der Titanen, mächtiger Kriegsmaschinen, die die Speerspitze des menschlichen Arsenals repräsentieren. Wenn die Bösen die Titanen in die Finger bekommen, heißt es 'Game Over' für die Menschheit. Natürlich geht unter der Oberfläche aber noch sehr viel mehr vor sich.

Eurogamer: Ist Space Marine mehr Gears of War, mehr Call of Duty oder God of War?

Relic Games: Space Marine ist einfach mehr Space Marine. Es ist wirklich ein eigenes Ding. Das Gameplay unterscheidet sich von all diesen Spielen - oder vielleicht nimmt es auch nur den besten Teil von jedem und vereint ihn zu einem nahtlosen Ganzen. Ich versuche, uns nicht mit den anderen Spielen zu vergleichen, weil diese Spiele das, was sie machen, extrem gut machen und sich auf ihr eigenes Spielerlebnis konzentrieren. Wir konzentrieren uns wirklich darauf, die zentrale Fantasie zu vermitteln, der Space-Marine-Held zu sein, der seine Feinden sichtbaren, gewaltsamen Toden zufügt.

Dabei nutzt er ein vernichtendes Arsenal von Fern- und Nahkampfwaffen und schlägt sich durch Horden von Feinden - in einem Spiel, in dem man sich mächtig und glorreich fühlt. Am wichtigsten dabei ist uns, dass man sich vorkommt, als wäre man wohin gereist und dort ein episches Blockbuster-Abenteuer erlebt. Unsere nahtlose Mischung aus Nahkampf und Schießen, die Horden an Gegnern, die wir in deine Richtung werfen, das ist es, was das Erlebnis wirklich von allen anderen Spielen unterscheidet.

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Über den Autor:

Kristian Metzger

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