Download-Roundup: Final Fantasy V, Fancy Pants Adventure • Seite 3

Yar's Revenge, Sanctum, Adventure Island, Pew

Sanctum

PC – 14,99 Euro

Im Moment habe ich wirklich Glück mit meinen Tower-Defense-Titeln. Nachdem ich letzte Woche bereits mit Revenge of the Titans und Anomaly: Warzone Earth meinen Spaß hatte, bot mir Sanctum wieder einen neuen Ansatz des Genres. Dieses Mal spielt ihr den einsamen Kämpfer selbst. Und zwar aus der Ego-Perspektive.

Auf insgesamt drei Karten verteidigt ihr entweder alleine oder zusammen mit einem Kumpel euren Kern vor feindlichen Angreifern. Vor jeder Runde baut ihr neue Blöcke oder Türme auf. Durch die Bausteine erschafft ihr neue Wege, in die ihr die Monster lockt und dort mit verschiedenen Towern attackiert. Bis dahin passiert also noch nichts ungewöhnliches. Doch während der Angriffsphasen spurtet ihr selber durch die Areale und knüpft euch mit einem ausgewogenen Waffenarsenal die Fiesewichter vor. Gegner können euch nicht töten, lähmen den Charakter bei Berührung aber kurz, weshalb ihr den Körperkontakt trotzdem vermeiden solltet.

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Kauft euch Blöcke, um Wege für die Monster zu basteln.

Obwohl sich das Konzept super anhört und ich Sanctum Anhängern der anderen Genre-Variationen empfehle, existieren dennoch ein paar Probleme. Zuerst einmal müsst ihr in der Ego-Ansicht bauen. Auf Knopfdruck schaltet ihr in eine Übersicht der Karte, könnt euch aber nur zu einer anderen Position teleportieren, was die Konstruktion unnötig erschwert.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Abwechslung. Die drei Kurse unterteilen sich in 20, 25 und 30 Runden und bieten bis auf das differenzierte Design kaum einen Unterschied. Zudem dauern die Kurse knapp 90 Minuten auf dem normalen Schwierigkeitsgrad, was bei frühzeitigen Planungsfehlern zu großen Frustanfällen führt. Das Spiel erstellt alle drei Wellen einen Checkpoint, doch sind größere Patzer, die euch zu Beginn unterliefen, im finalen Abschnitt fast unmöglich zu revidieren. Vor allem gemeinsam mit einem Freund trotz der Mängel ein Riesenspaß.

7 /10






Adventure Island 2

Wii Virtual Console – 5 Euro

Eigentlich begann Hudsons Adventure-Island-Serie ganz bescheiden: Das erste Abenteuer von Master Higgins war ein simpler Spriteswap der ersten Wonder-Boy-Episode – die Rechte am Spiel gehörten Entwickler Westone, die Rechte an der Figur gehörten dagegen SEGA und die hüteten sich damals natürlich, eigene Arcade-Kracher auf dem NES, damals die große Konkurrenz-Hardware zum eigenen Master System, zu veröffentlichen. Also tauschte Hudson einfach die Figuren aus und schon konnten auch NES-Fans durch lange Levels wetzen, Steinäxte werfen und Skateboard fahren. Von da an waren es dann zwei Serien und während Wonder Boy sich in seinem zweiten Abenteuer eher auf die Adventure-Schiene begab, blieb Master Higgins nicht nur bei seinem Lendenschurz-Schildkappen-Look, er hielt auch dem Hüpfspiel-Genre die Treue.

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Im Eis ist so ein nützlicher Saurier eine große Hilfe gegen unkontrolliertes Rutschen.

Ihr lauft durch hübsch gezeichnete 8Bit-Levels, weicht Gegnern aus oder verpasst ihnen eine Beule mit einer gezielt geworfenen Steinaxt. Dabei beeilt ihr euch aber besser, denn Master Higgins' Energie geht dabei stets zur Neige – nur wenn er herumliegende Früchte einsammelt, kann er sie wieder auffüllen. Das sorgt für einen guten Spielfluss, hält euch stets am Ball und bringt euch gerade in den späteren Levels immer mal wieder in angenehm haarige Situationen.

Schafft ihr eine Stufe auf den letzten Drücker, dann ist das Erfolgserlebnis besonders groß. Nützlich sind vor allem die Reitsaurier. Die versorgen euch mit verschiedenen Fähigkeiten – einer ist besonders flink unter Wasser, ein anderer spuckt Feuer... und außerdem ist Saurier-Reiten sowieso immer super.

Mit einem der großen Mario-Abenteuer kann Adventure Island 2 natürlich nicht mithalten, trotzdem hat das Spiel einiges zu bieten. Die schnelle Action und die griffige Steuerung ergänzen sich hervorragend und da ihr nun gefundene Items ansammeln und vor späteren Levels gezielt einsetzen könnt, werden so frustige Elemente des Erstlings minimiert – wer dort im späteren Spielverlauf seine Ausrüstung verlor, der konnte den Durchgang oft direkt abschreiben. Kurzum: Adventure Island 2 ist ein rundum gelungenes NES-Jump'n'Run, dem der Zahn der Zeit nicht viel anhaben konnte – für fünf Euro kann man sich das allemal geben. Seid aber gewarnt: Wie viele andere Virtual-Console-Downloads läuft auch Adventure Island 2 nur in 50 HZ...

7 /10

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Thomas Nickel/Björn Balg

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