Dragon Age II war nicht ganz das, was sich einige Fans von dem Nachfolger des 2009er Rollenspiel-Hits erhofft hatten. Für den unausweichlichen Nachfolger dürfen diese aber offenbar aufatmen.

Lead Designer Mike Laidlaw hatte sich nach einigen verbalen Attacken eine längere Auszeit vom Forum des Entwicklers genommen, bezog nun aber Stellung zu einigen der objektiver geäußerten Kritikpunkte am recht schnell entwickelten zweiten Teil.

"Ich bin mit der geäußerten Bedenken hier absolut bewusst", schreibt er. "Probleme wie die wiederverwendung von Leveln, die Implementierung von Wellen-Kämpfen, Dinge, die die Erzählstruktur betreffen und die Signifikanz einiger Entscheidungen wurden nicht nur notiert, sondern auch erforscht und untersucht. Sie haben mir (und vielen, vielen andere Leuten des Teams) dabei geholfen, zukünftige Pläne zu formulieren.

"Weiterhin bin ich mir der Kritik nicht nur bewusst, sondern stimme sogar damit überein, dass es Aspekte an [Dragon Age II] gibt, die nicht nur verbessert werden könnten, sondern auch müssen. Und genau das ist unsere Absicht", fährt er fort.

Laidlaw schrieb aber auch, dass er sehr stolz auf die Arbeit seiner Mannschaft an Dragon Age II sei. Das Sequel habe die Marke in eine Situation manövriert, die "mehr Potenzial" habe.

Dieses Potenzial sieht er in "reichhaltigeren Geschichten, tiefgreifenderen RPG-Mechaniken und bevorstehenden epischeren Dingen".

Nach dem dezent abgespeckten und auf einen singulären Charakter und Ort konzentrierten zweiten Teil schon eine überraschende Aussage.

Martin testete Dragon Age II im vergangenen März. Nach der 10/10, die er dem Vorgänger zukommen ließ, schlug sich seine Enttäuschung über DA II in einer 7/10 für Konsolen- und einer 8/10 für die PC-Version nieder.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Deputy Editor - Eurogamer.de

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.