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Half-Minute Hero, Lucha Fury, Critical Mass, Puzzle Dimension

Backbreaker: Vengeance

Xbox Live Arcade – 1200 Microsoft Points (15 Euro)

Ich mag American Football. Zumindest wenn das reale Spiel auf meiner Glotze läuft und ich mich allein auf das Heben und Senken der Bierflasche konzentrieren muss. Setzt mich aber vor ein Madden auf der Konsole und sobald die Auswahl der ersten Taktik erfolgt, fängt mein Hirn beim Anblick der vielen Linien, Kreuze und Kreise an zu weinen. Ich kenne zwar den generellen Ablauf und weiß, dass der Ball zum anderen Ende des Feldes transportiert werden muss, doch der strategische Aufbau mit sämtlichen Regeln zerschießt mir den Durchblick. Und ganz ehrlich? Ich will es auch niemals lernen.

Daher spricht mich Backbreaker direkt an. Bereits der Vollpreis-Vorgänger hat mich durch seine simple und lustige Art in seinen Bann gezogen. Doch auch hier wirkte der eigentliche Hauptmodus in einem solch arcadigen Spiel eher Fehl am Platz. Mit Vengeance traf man genau die richtige Entscheidung und befreite das Spiel von seinem unnötig komplizierten Fett, um es auf die spaßige Substanz zu reduzieren.

Was ist also geblieben? Der Tackle-Alley-Modus, in dem ihr mit dem Ball in der Hand einfach in die Endzone spurtet, ohne dabei von einem Gegner beziehungsweise Hindernis aufgehalten zu werden. Das passiert in den 100 Levels, die in jeweils 20 Challenges aufgeteilt wurden, recht schnell. Trainierte Reflexe sind gefragt, wenn ihr in den immer härteren Aufgaben überleben wollt.

Euer treuester Freund auf dem Weg ins Ziel ist dabei der rechte Analog-Stick. Drückt ihn in eine Ecke und euer Fleischberg tänzelt zur Seite. Jeder Gegner lässt sich zudem auf eine bestimmte Art umgehen. Entweder rempelt ihr sie um, springt über sie oder rutscht auf dem Gras unter ihnen hindurch. Die Farbe des Tacklers weist euch auf die richtige Methode hin. Sammelt zwischen euren Manövern noch Bonusfelder ein oder verhöhnt die Menge, um in den Leaderboards gegen eure Freunde oder zufällig ausgewählte Rivalen zu bestehen.

Damit sich der stolze Preis von 15 Euro auch lohnt, spendierte man dem Spiel noch zwei weitere Modi, die ähnlich aufgebaut sind. Im namensgebenden Vengeance-Modus liegt es nun an euch, den Ball aus der Hand des Angreifers zu reißen. Natürlich lassen euch die Entwickler nicht alleine und stellen mit steigendem Schwierigkeitsgrad weitere Widersacher auf den Platz. Im Gegensatz zur mobilen Variante bietet euch die 360-Version noch die Variante Supremacy, in der ihr gegen drei Tackler antretet und das Ziel vor ihnen erreichen sollt. Da ihr hier nur die gesamte Challenge und keinen Level einzeln wiederholen könnt, steigert sich durch unfaire Rempler der Frust recht schnell.

Doch auch in den anderen Modi verhält sich euer Recke nicht ganz immer so, wie ihr es gerne hättet und das Timing der Gegner variiert stark, sodass ihr bei einem Feind recht früh ausweichen müsst, während euch der nächste erst spät wahrnimmt. Selbst die Euphoria-Engine, die eigentlich zu lustigen Anblicken führt, sorgt mehrmals dafür, dass ihr mit dem Fuß am Arm oder Kopf des feindlichen Footballers hängen bleibt. Diese Mängel stoßen Backbreaker: Vengeance leider auf ein "nur" gutes Spiel mit kleinen Problemen zurück.

7 /10

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Thomas Nickel/Björn Balg

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