End of Nations

Die Zukunft der Echtzeitstrategie?

Klassische Echtzeitstrategiespiele sind tot bzw. mittlerweile so tief in der Nische verschwunden, dass sie kaum noch signifikante Verkaufszahlen vorweisen können. Klar, es gibt Ausnahmen wie die Blizzard-Titel oder neue Varianten - wie League of Legends - doch sonst? Trion Worlds neuester Titel End of Nations versucht es deshalb gar nicht mehr mit einem klassischen Ansatz samt "normalem" Multiplayer-Modus und Kampagne, sondern befördert sich auf Anhieb in den MMO-Bereich.

Als MMORTS kämpft ihr euch auf einer gewaltigen Landkarte durch PvP, PvE und Boss-Battles. Ein wenig erinnert das an Worldshift, nur sieht End of Nations auf Anhieb deutlich vielversprechender aus, was zum Teil wohl an der Erfahrung von Petroglyph liegt. Die Entwickler haben immerhin Star Wars: Empire at War und Universe at War produziert. Beides keine Blockbuster, aber zumindest handwerklich sauber.

Bei End of Nations versuchen sie sich nun an einem relativ frischen Ansatz. Außer dem eben erwähnten Worldshift gibt es wenig Vergleichbares. Hier eine Prise World in Conflict, dort ein wenig Battleforge und dazu passend eine MMO-Suppe mit einem auflevelbaren Commander und individuell anpassbaren Truppen. Auf den ersten Blick ein Wirrwarr von Ideen und Ansätzen, erst wenn man genauer hinsieht, versteht man das gesamte Konzept.

Das Spiel versetzt euch ca. 50 Jahre in die Zukunft. Ein erneuter finanzieller Kollaps hat die Weltwirtschaft stark beschädigt und überall brechen lokale Konflikte aus. Ganze Staaten werden im Sog des Zusammenbruchs auseinandergerissen und nur ein Phönix erhebt sich aus der Asche: Die Order of Nations. Eine faschistische Militär-Organisation, die der chaotischen Weltordnung ihren eigenen Stempel aufdrücken möchte, und sei es mit brutaler Waffengewalt. Natürlich lehnen sich einige mutige Freiheitskämpfer gegen dieses brutale Regime auf und wagen sich sogar in den offenen Kampf.

Doch selbst innerhalb der Opposition gibt es verschiedene Fronten. Während die Freedom Fighters eher demokratische Ziele verfolgen, ist die Shadow Revolution selbst ein faschistisches Regime. Auf der gewaltigen Weltkarte geht es also nicht nur durch die von der KI-gesteuerten Order of Nation (PvE), sondern in manchen Szenarien eben auch gegen die andere Rebellen-Seite (PvP).

Wie bei Dawn of War 2 oder World in Conflict baut ihr in der eigentlichen Mission keine Basis, sondern könnt eure vorher ausgewählte Truppe herbeirufen. Wurde ein Fahrzeug zerstört, könnt ihr einen Ersatz ordern, sofern ihr genug Ressourcen besitzt. Diese werden auch wie bei Dawn of War 2 über einnehmbare Nachschubpunkte hereingeholt. Ein klassisches Stein-Schere-Papier-Prinzip, wie bei vielen Konkurrenten gibt es aktuell noch nicht. Die Werte der Einheiten sind dagegen sehr simpel. Es gibt einen Schaden-, einen Reichweiten-, einen Lebensenergie- und einen Geschwindigkeitswert. Und natürlich die Fortbewegungsart Flug beziehungsweise Boden.

Unterschiedliche Rüstungen gibt es nicht. Ihr könnt mit einem Panzer genauso einfach Infanterie bearbeiten wie mit einem Maschinengewehr-Truck. Beim Panzer ist nur der Schadensausstoß pro Schuss deutlich höher. Hier fehlt aktuell noch taktische Tiefe. Es gibt eigentlich kaum einen, Grund leichtere Fahrzeuge auszuwählen, weil diese deutlich Micromanagment-intensiver sind. Im Gespräch mit dem Entwickler kam aber heraus, dass aktuell noch an diesen Feinheiten gearbeitet wird.

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Kristian Metzger

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