Nach Ansicht von Bethesdas Pete Hines sollte man keine Inhalte aus einem Spiel entfernen, um sie später als Download-Content zu verkaufen.

"Wenn der Release noch neun Monate entfernt ist und man nach wie vor über guten Content nachdenkt, kommt dieser vermutlich ins Spiel, nicht wahr?", so Hines gegenüber MCV.

"Aber es macht keinen Sinn, Inhalte zu planen, die danach erscheinen, denn was passiert, wenn dieser Content das Hauptspiel besser macht? Wir möchten, dass das grundsätzliche Spiel so gut wie möglich wird. Wir glauben nicht daran, dass man etwas herausnehmen und später als DLC verkaufen sollte."

Laut Hines arbeiten Designer und Artists am Spiel, bis es den Gold-Status erreicht, erst dann kümmert man sich um DLC. Ebenso möchte man im Vorfeld nicht unbedingt konkrete Pläne dafür machen, um den Wünschen der Spieler gerecht werden zu können.

"Bei Fallout 3 wussten wir, wie der erste oder die ersten beiden DLCs aussehen würden, aber der dritte war eine Reaktion auf den Release des Spiels und das Feedback der Leute, die eine Erhöhung des Level-Caps wollten", erklärt er.

"Wenn wir von Anfang an gesagt hätten, 'Wir machen fünf DLCs für Fallout 3, hier sind diese fünf', dann hätten wir nicht so sehr auf das reagieren können, was die Fans wollten. Ich glaube, das ist der Grund dafür, warum wir mit diesem DLC so erfolgreich waren. Nicht einfach nur, weil es ihn gab, sondern weil es mehr von dem war, was die Leute mochten und nicht etwas, das schon sechs Monate vor Launch in Stein gemeißelt war."

Nach Fallout ist in diesem Jahr bei Bethesda mal wieder The Elder Scrolls an der Reihe. Mehr dazu erfahrt ihr in der Vorschau zu The Elder Scrolls 5: Skyrim.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Editor, Eurogamer.de

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.