Soul Calibur 5

Die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen

Es gab mal eine Zeit, da waren Prügelspiele das Non plus ultra. Wie heute Ego-Shooter dienten sie damals als Beispiel für das technologisch Machbare. Dank der Beschränkung auf zwei Charaktere und damals noch recht simple Arenen konnten sich die Entwickler ganz auf die Polygon-Figuren stürzen.

Ein Toshinden, ein Tekken und insbesondere Soul Calibur lieferten Details, die man so noch nie bei einem Videospiel gesehen hatte. Ich erinnere mich noch an das wackelnde Fett von Rock, die Bewegung der Muskeln unter der Polygon-Haut. Und das in 640 x 480! Damals revolutionär.

Inzwischen ist das Genre in der Nische gelandet. Ein paar Marken wie Street Fighter, Tekken oder Mortal Kombat, verkaufen sich immer noch millionenfach, doch die Dominanz früherer Tage ist vorbei. Trotzdem bringt mich die Ankündigung eines Soul Calibur V in Wallung, weil die Entwickler nämlich diesmal einen Modus versprechen, der an die legendäre Edge-Master-Variante herankommt.

Keine dämlichen Kämpfe in langweiligen Turmarenen, sondern angeblich wieder eine gewisse Form von spielerischer Abwechslung und taktischer Herausforderung. Gut so, schließlich war es genau dieser Modus, der mich an der Soul-Calibur-Serie so faszinierte: Im Gegensatz zur Konkurrenz konnte man nämlich auch allein Spaß haben. Schließlich war ich damals schon viel zu ehrgeizig und die meisten Freunde traten in Prügelspielen nicht mehr gegen mich an. Ja, die Zeiten haben sich geändert. Nun macht mich sogar mein Neffe platt.

Leider gab es bei der letzten Präsentation von Soul Calibur V nur eine sehr frühe Version zu sehen. Das Ding lief zwar schon mit einer neuen Grafik-Engine, die schon jetzt durch eine bessere Beleuchtung überzeugt, doch die Entwickler griffen zu Demonstrationszwecken noch auf zwei Level aus dem Vorgänger zurück. Der Prügler konnte seine verbesserte Grafik also nicht so richtig ausspielen. Immerhin gab es schon zwei neue Figuren zu sehen, die entsprechend detailliert Eindruck machten. Die beiden Geschwister Pyrrha und Patroklus, die Kinder von Sophitia und Hauptdarsteller des fünften Teils.

Storytechnisch wird es einige große Änderungen geben. Siegfried ist scheinbar nicht mehr der Träger des Soul Edge. Eine Kurzschwert-Version der Dämonenklinge lässt einen Zusammenhang mit der Alexandra-Familie vermuten. Ist Sophitia etwa der Versuchung erlegen? Mehr wollte Project Soul nicht verraten, fest steht nur, dass der Titel 17 Jahre nach dem vierten Teil spielt.

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Kristian Metzger

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