Resistance 3

Das Ende einer Reise

Hinweis: Habt ihr Probleme im Kampf gegen die Chimera? Werft einen Blick in unsere Lösungshilfen und Tipps zu Resistance 3.

Der Weltuntergang ist gelb und gerade mal wenige Mikrometer groß. Als im Jahr 1908 der Chimera-Virus mit einem gewaltigen Meteorschauer auf der Erde landete, besiegelte er mit dem ersten Infizierten das Schicksal der Menschheit. Eine Invasion auf molekularer Ebene sozusagen. Erst wurden Russland umgewandelt, dann halb Europa und nun, 50 Jahre später, fast die gesamte Welt. Resistance 3 ist damit am Ende einer dramatischen Geschichte angelangt, die nun auf ihren atmosphärischen, grafischen und spielerischen Höhepunkt zusteuert.

Denn die Insomniac Studios haben in den letzten Jahren viel gelernt. Während der erste Teil technisch und erzählerisch mit der Konkurrenz kaum mithalten konnte, war schon der zweite Anlauf ein Schritt in die richtige Richtung. Alles war eine ganze Ecke bombastischer, bot noch mehr spielerische Finessen und sogar den ein oder anderen emotionalen Moment. Doch selbst bei diesem hervorragenden Ego-Shooter hatte man stets das Gefühl, da ist noch deutlich mehr drin.

Und genau dieses Mehr scheint Resistance 3 zu liefern. Über einen Monat vor Release bekamen wir eine Vorschau-Version zur Verfügung gestellt, die uns satte drei Stunden in ihren Bann zog. Die ersten Stationen auf einem Road Trip durch die halbe USA. Eine Reise, die ein Volk am Abgrund zeigt.

Der Hauptdarsteller ist diesmal Joseph Capelli. Ein ehemaliger Sentinel, der am Ende von Resistance 2 (Spoiler) dessen Helden Nathan Hale erschoss. Zu weit hatte sich der Chimera-Virus in seine DNA gefressen, eine Rettung schien damals unmöglich. Doch selbst im Tod setzte der Protagonist der ersten beiden Teile seinen Kampf fort. Ein Protein, basierend auf seiner DNA, schuf ein Heilmittel, das dem kläglichen Rest an menschlicher Bevölkerung zumindest Hoffnung gab und eine Chance, den Kampf fortzuführen.

Doch dieser Kampf findet erst einmal ohne Joseph Capelli statt. Er hat die Schnauze voll, eine Frau gefunden, die er liebt, und zusammen mit ihr in einem verschlafenen Nest im mittleren Westen eine Untergrund-Kolonie namens Haven gegründet. Während Terraformer die Erde umwandeln, sich unser Heimatplanet immer mehr in eine fremde Welt verwandelt, versuchen sie so etwas wie Normalität zu finden.

Doch natürlich ist diese Verschnaufpause nur von kurzer Dauer. Nach Jahren der langsamen Assimilation kann es dem außerirdischen Virus nicht mehr schnell genug gehen. Eine Großoffensive wird gestartet und Haven hat das Pech, in deren Aufmarschgebiet zu liegen. Und genau an diesem Punkt beginnt Resistance 3. Ein Vorauskommando der Außerirdischen hat die Kolonie entdeckt und es kommt zum Kampf auf Leben und Tod.

Sofort fällt ins Auge, was für einen gewaltigen Schritt nach vorne Resistance 3 bei Atmosphäre und Grafik macht. Der Detailgrad der Figuren, die vielen neuen Effekte und grausig schönen Level sind absolut erstklassig. Es ist beeindruckend, wie sehr sich die Erde durch das Terraforming der Aliens verändert hat. Brutale Stürme peitschen über die Oberfläche und die veränderte Atmosphäre taucht die letzten Überreste der Zivilisation in ein unwirkliches Licht.

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Kristian Metzger

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