Assassin's Creed: Revelations

Eine Übung in Geduld

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Ich würde mich nicht gerade als geduldigen Mensch bezeichnen. Das Warten auf ein Verkehrsmittel, das Stehen in einer langen Schlange oder das Herunterladen eines heiß erwarteten Titels sind für mich eine Qual. Diese persönliche Abneigung geht sogar so weit, dass sie sich auf meine Spielweise auswirkt. Vor allem im Multiplayer neige ich zum gnadenlosen Rushen und wurde deswegen in meiner aktiven Clan-Zeit vor allem für den Nahkampf ausgewählt. Mit einem Scharfschützengewehr auf einen kurz auftauchenden Pixelkopf zu warten: Langweilig. Immer am scouten, immer am harassen. Ein digitales HB-Männchen sozusagen.

Und genau aus diesem Grund habe ich mit dem Multiplayer von Assassin's Creed so meine Probleme. Bei diesem geht es in den meisten Spielmodi vor allem um das geduldige Lauern auf das zugewiesene Opfer. Ein einzelner, gut getimter Angriff genügt und euer Ziel segnet das Zeitliche. Es ist ein brutales Katz-und-Maus-Spiel, das Jäger blitzschnell zu Gejagten macht und eine coole Vorgehensweise entsprechend belohnt. Ab und an benötigt man aber auch die entsprechende Portion Glück. Im neuen Deathmatch-Modus, bei dem es im Gegensatz zu den alten Modi Wanted und Manhunt kein Radar gibt, müsst ihr stattdessen auf die herumlaufenden Figuren achten. Die maximal acht Spieler haben hier nämlich ein einmaliges Charaktermodell, das man aus der Menschenmasse herausfiltern muss. Allein eine Anzeige, wie nah ihr eurem Gegner seid, ermöglicht eine grobe Orientierung.

Mit etwas Glück taucht das nächste Opfer gerade an der nächsten Ecke auf und ihr müsst einfach nur blitzschnell von hinten zustoßen, um maximale Punkte einzufahren. Deutlich schwieriger ist es dagegen auf offenen Plätzen, weil ihr dort sofort als Angreifer auffallt, sobald ihr sprintet. Es ist also von entscheidender Bedeutung, stets in Bewegung zu bleiben, die Umgebung zu sondieren und im richtigen Moment zuzuschlagen. Oder kurz zusammengefasst: Eine Übung in Geduld, bei der ich meistens versagte.

Entsprechend katastrophal fiel mein Endergebnis aus. Ich hatte zwar genauso viele Kills wie der Erstplatzierte, aber ich hetzte die letzten Meter auf mein Ziel zu und brach damit meine Deckung. Statt bis zu 500 Punkten gibt es für einen solchen Todesstoß dann nur 100. Damit das Untertauchen in der Menge und das Warten bis zum richtigen Zeitpunkt belohnt werden. Für mich eine Katastrophe.

Deutlich besser sah es dagegen beim zweiten neuen Spielmodus aus. Artifact Assault ist eine Art Schleich-Capture-the-Flag. Zusammen mit eurem Team müsst ihr aus dem gegnerischen Hauptquartier einen Gegenstand klauen. Getötet werden könnt ihr nur in der gegnerischen Hälfte. Sobald ihr die Flagge tragt, kann euch das komplette gegnerische Team erspähen, zumindest wenn ihr nicht den Tarn-Perk einsetzt, den ihr vor dem Spiel beziehungsweise auch mitten im Gefecht auswählen dürft.

Alternativ zum langsamen Herantasten an das Ziel, dem blitzschnellen Zuschlagen und dem anschließenden Versuch, ebenso unentdeckt wieder die eigene Basis zu erreichen, könnt ihr hier endlich mal euer Geschick am Joypad beweisen. Geschickte Kletterer können nämlich auch über die Dächer entkommen und so im Laufschritt einen Punkt erzielen. Ist man dann in Führung, kann man gemeinsam mit dem restlichen Team die eigene Flagge bewachen und mit etwas Glück so den Sieg nach Hause fahren. Gegner haben zwar die Möglichkeit, euch in der eigenen Hälfte kurz zu betäuben, ihr seid aber die meiste Zeit in der Überzahl.

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Kristian Metzger

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