Call of Duty: Modern Warfare 3 vs. Battlefield 3

Die Streithähne im Direktvergleich

Ich weiß, ein Vergleich zwischen Call of Duty: Modern Warfare 3 und Battlefield 3 hat etwas Populistisches, etwas Reißerisches an sich. Es wirkt im ersten Moment wie das Ausschlachten einer tiefgehenden Feindschaft, ein Anfeuern von lange währenden Rivalitäten.

Und ganz ehrlich? Genau das will ich damit auch bezwecken. Denn solche Auseinandersetzungen sind doch das Salz in der Suppe unseres Lieblings-Hobbys. Was wäre denn Fußball ohne Schalke gegen Dortmund, Science-Fiction ohne Star Wars gegen Star Trek und was wären Videogames ohne Sega gegen Nintendo beziehungsweise Microsoft gegen Sony.

Diese Kämpfe und stundenlangen Diskussionen sind nichts Verkehrtes, sondern die Grundlage für die Weiterentwicklung eines Genres. Denn nur durch den Konkurrenz-Kampf werden die Studios angespornt, sich selbst zu übertreffen und die Gegner auszustechen. Was passiert, wenn es diese Herausforderung nicht gibt, sieht man an einem NHL 12. Ein weiterer, uninspirierter Aufguss, während sich FIFA dank PES Jahr für Jahr qualitativ zu neuen Höhen hinaufschwingen. In diesem Sinne: Lasst den Kampf beginnen.

Die Solo-Kampagne

Wie es sich für echte Blockbuster gehört, gibt es zu den Kampagnen der beiden Shooter nur bruchstückhafte Informationen. Fest steht nur, dass sich beide um eine fiktive Auseinandersetzungen zwischen den Amerikanern und den Russen drehen. Bei Modern Warfare 3 wurde daraus ein Dritter Weltkrieg und die ehemalige Sowjetunion schreckt noch nicht einmal vor einer Invasion Amerikas zurück. Im Gegensatz dazu fühlt sich die Battlefield-Kampagne fast schon realistisch an. Hier greifen die USA erst Teheran an und kämpfen später auf dem europäischen Festland gegen einfallende russische Truppen. Dieses Szenario ist zwar auch relativ unwahrscheinlich, aber nicht ganz so an den Haaren herbeigezogen, wie ein Pearl Harbor in New York. Beeindruckend sah die Demo von Modern Warfare 3 aber trotzdem aus. Und am Ende geht es hier ja schließlich um Videospiele und nicht um richtige Kriegssimulationen.

Doch nicht nur bei der Thmeatik sind die beiden nicht allzu weit voneinander entfernt. Beide Titel versetzen euch in die Schuhe von ganz unterschiedlichen Soldaten. Bei Battlefield beruhen sie auf den Erzählungen des Sergeants Henry "Black" Blackburn, der vor einem Untersuchungsausschuss auspackt und die Ereignisse der Kampagne in Rückblicken rekapituliert. Dabei erzählt er nicht nur von seinen eigenen Erlebnissen, sondern auch von den Einsätzen anderer Waffengattungen. So werdet ihr auch in einem M1 Abrahams Panzer und einer F-22 Platz nehmen.

Bei Modern Warfare 3 springt ihr auch in die Haut verschiedener Kämpfer. Mit dabei alte Bekannte aus den ersten beiden Teilen und auch ein paar neue Protagonisten, zum Beispiel Delta Force Spezialist Frost, der im besetzten New York gegen die Russen kämpft. Und auch bei der neusten Call-of-Duty-Auflage werdet ihr nicht nur zu Fuß unterwegs sein. Natürlich werdet ihr auch wieder in Flugzeugen oder am Steuer einer Drohne Platz nehmen. Laut geleakten Informationen geht es diesmal scheinbar auch wieder hinter die Kontrollen eines Panzers. Zumindest auf dem Papier sind die Unterschiede zwischen den beiden Kampagnen also relativ gering. Beide Titel sind keine Taktik-Shooter und konzentrieren sich auf viel Hollywood-Bumms.

Doch DICE hat versprochen, dass es neben extrem geskripteten und sehr linearen Abschnitten, auch relativ offene Areale gibt. Außerdem sorgt die Zerstörungsengine für ein zum Teil komplett unterschiedliches Spielgefühl. Schon bei Bad Company 2 sorgte die Möglichkeit, Gegner aus ihren Verstecken zu bomben, für neue Ansätze und frische Taktiken. Zusätzlich sieht alles danach aus, dass DICE die neue, stark verbesserte Technik für eine extrem atmosphärische Spielerfahrung nutzt.

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Kristian Metzger

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