Battlefield 3

Kocht auch nur mit Wasser

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Producer Patrick Liu wirkt nervös, als er uns das nahezu fertige Battlefield 3 vorstellt. Die vielen negativen Kommentare über die Beta scheinen nicht spurlos am Team vorbei gegangen zu sein. Er betont immer wieder, dass es sich um eine echte Beta handelte. Einen Versuch, der Online-Komponente den letzten Schliff zu geben. Direkt auf die Scharfschützenproblematik im ersten Abschnitt angesprochen, versichert er mir, dass DICE diese schwierige Stelle durch zusätzliche Deckung aus der Welt schaffen möchte. Ich für meinen Geschmack hätte ja eine längere Unverwundbarkeit beim Base-Spawn lieber gesehen, aber die Anpassungen sind besser als nichts.

Doch auch wenn wir die Chance hatten, den Multiplayer-Part samt einiger neuen Karten und Spielmodi auf allen drei Systemen ausführlich anzuspielen, ging es mir persönlich in erster Linie um die Einzelspieler-Kampagne, denn um den Multiplayer mache ich mir trotz der bekannten Mängel wenig sorgen. Satte zwei Stunden konnten wir uns in DICE' Version des Dritten Weltkrieges stürzen. Ein Erlebnis, dass sich für meinen Geschmack etwas zu sehr am direkten Konkurrenten Modern Warfare orientiert beziehungsweise an Black Ops, denn das Spiel beginnt nach einer noch geheimen Intro-Sequenz mit einer CIA-Befragung, die man in ähnlicher Form schon bei der ersten Vorstellung begutachten konnte.

Doch während zwei Agenten US-Sergeant Blackburn in die Mangel nehmen, fallen zwei Dinge auf. Erstens haben sich die Gesichtsanimationen dramatisch verbessert. Dank der "Fast-Forward"-Animationstechnologie konnte DICE die Gespräche direkt ohne die nervigen weißen Orientierungskugeln im Gesicht der Mo-Cap-Schauspieler aufnehmen. Zusätzlich wurde der Cast durch diverse Schauspieler erweitert. Zum Beispiel seht ihr im weiteren Verlauf Adam Harrington aus den US-Serien Dexter und CSI: Miami. Das dabei erzielte Endergebnis ist ansehnlich und verbreitet sofort Stimmung. Ein guter Einstand, der sich gleich bei der Mission Swordbreaker fortsetzt.

Die ersten Minuten in einem Schützenpanzer, die Ankunft an der irakisch-iranischen Grenze und die ersten Schritte auf einem Basar kommen einem bekannt vor. Den Flashback kennt man schon aus dem Video Fault Lines. Euer Auftrag: in der Stadt Sulaimaniyya den Vorstoß der PLR-Rebellen beobachten. Diese fiktive Terror-Rebellengruppe droht den Iran zu übernehmen und damit den wackeligen Frieden im Nahen Osten endgültig zu zerstören. Also zieht ihr gemeinsam mit eurem Trupp los, um nach dem Rechten zu sehen.

Und ja, auf den bereitgestellten High-End-PCs sieht das Spiel erstklassig aus. Beleuchtung, Texturdetails und Animationen sind einmalig. Noch nie hat man sich durch eine so glaubwürdige, fast schon fotorealistische Welt bewegt. In der Kampagne wird diese aber stark durch künstliche Hindernisse eingeschränkt. DICE setzt beim Einzelspieler-Erlebnis wie schon im Quasi-Vorgänger Bad Company 2 auf relativ beengte Level. Im ersten Abschnitt müsst ihr euch stets bei eurem Team aufhalten, warten, bis sie eine Tür öffnen oder sich zum Stürmen bereit machen. Klar, dafür passt die Präsentation und bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie bei Modern Warfare. Doch reicht das wirklich aus?

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Kristian Metzger

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