Saints Row: The Third - Vorschau

Grand Theft Who?

Was kann man von einem Spiel erwarten, das mit einem Star-Wars-artigen, vor den Sternen vorbeiziehendem Lauftext beginnt, während im Hintergrund das 2001-Opening-Theme "Also sprach Zarathustra, Op. 30" von Richard Strauss ertönt? Auf jeden Fall nicht, dass es sich sonderlich ernst nimmt. Und genau das gefällt mir. Nach dem für mich persönlich eher trockenen GTA 4 konnte mich diesbezüglich schon Avalanches Just Cause 2 zufriedenstellen, aber Saints Row: The Third steht auf der Verrücktheitsskala nochmal einige Stufen über Just Cause 2.

Und das ist keineswegs negativ gemeint, ganz im Gegenteil. Was Entwickler Volition in dieser Open-World-Umgebung auffährt, ist einfach Spielspaß pur. Macht euch keine Gedanken über Moral und dergleichen, lasst einfach die Sau raus, denn genau das will man von euch. Und dazu gibt man euch auch viele Möglichkeiten in dieser großen Spielwiese namens Steelport.

Besagte Stadt ist der Schauplatz des dritten Teils und steht zugleich unter der Kontrolle des Syndikats, einer Organisation, mit dem sich die Saints anlegen. Obwohl sie das so direkt eigentlich gar nicht geplant hatten, aber dummerweise rauben sie eine Bank des Syndikats aus und schießen gleichzeitig noch die schwer bewaffneten Banker über den Haufen. Da passt es natürlich zum Spiel, dass man in all dem Trubel inmitten des Gebäudes noch auf einen Fan stößt, der von den mittlerweile berühmt-berüchtigten Saints ein Autogramm haben will.

Nun, der Überfall läuft jedenfalls nicht ganz so ab wie geplant und die Saints dürfen an Bord eines Flugzeugs eine kleine Unterhaltung mit dem Syndikat führen, das natürlich etwas ungehalten über die ganze Aktion ist. Mit den vorgeschlagenen Konditionen für eine "friedliche" Koexistenz zeigen sich die Saints aber alles andere als zufrieden und lassen stattdessen lieber ihre Fäuste und Waffen sprechen. Gleich in den ersten Minuten zeigt euch Saints Row: The Third somit bereits, was euch hier erwartet: Over-the-top-Action, und das nicht zu knapp. Schaut euch dazu am besten einfach das Video auf dieser Seite an, das genau diesen Abschnitt zeigt, und ihr werdet verstehen, was ich meine.

Bereits zuvor bastelt ihr euch euren eigenen Charakter zusammen und könnt dabei aus unzähligen Variationen wählen und ihn oder sie nach Belieben euren Vorstellungen anpassen. Vom ganz normalen Typen bis hin zum muskelbepackten Riesen mit blauer Haut ist nahezu alles möglich, was ihr euch so ausmalen könnt. Ich persönlich mag ja solche Charakter-Editoren mit umfangreichen Optionen, bei denen das Ergebnis am Ende auch noch gut aussieht. Hier kann man so einige Minuten verbringen und sich richtig hineinvertiefen, bis man das für sich perfekte Resultat erzielt. Gegnerhorden im Kleinen Schwarzen mit tiefem Ausschnitt niederzumähen, hat jedenfalls einen gewissen Stil - und sieht obendrein noch gut aus.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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