Jurassic Park: The Game - Test

Spiel-Film

Telltales Jurassic Park: The Game hat mich daran erinnert, dass Jurassic Park 1993 in die Kinos kam, mittlerweile also stolze 18 Jahre alt ist. Und irgendwie fühle ich mich bei diesem Gedanken nun ein wenig alt, kann mir gar nicht so recht vorstellen, dass das schon wieder so lange her sein soll. Gesehen habe ich den Film schon ewig nicht mehr, aber Jurassic Park: The Game könnte ein Anlass dazu sein, das in naher Zukunft mal wieder zu tun. Und das hat gute Gründe...

Jurassic Park: The Game ist nämlich eine Medaille mit zwei Seiten, einer hellen Seite und einer Schattenseite. Fangen wir mit dem an, was Telltale hier wirklich gut hinbekommen hat, der Geschichte. Man könnte nun meinen, dass man sich hier irgendetwas Neues, eine frische Handlung rund um die Dinos ausgedacht hat, die eigentlich gar nichts mehr mit dem Film beziehungsweise den Filmen zu tun hat, aber das stimmt nur zum Teil. Das Ganze spielt zeitweise parallel zum ersten Film und geht noch ein kleines bisschen darüber hinaus.

Erwartet nun allerdings nicht, hier mit den virtuellen Ebenbildern von Jeff Goldblum und Co. durch die Gegend zu laufen. Überwiegend setzt Telltale auf komplett neue Protagonisten, lediglich Doktor Gerry Harding, der im Film kurz zu sehen war, spielt hier eine Hauptrolle - sieht allerdings ein wenig anders aus und auch seine Tochter Jess befindet sich auf der Insel. Und obwohl hier hauptsächlich neue Charaktere unterwegs sind, greift man doch geschickt das eine oder andere Thema aus dem Film auf, allen voran dreht sich alles um die Dose Rasierschaum, in der die Dino-Embryos von Dennis Nedry von der Insel geschmuggelt werden sollten - und natürlich ums Überleben.

Dann wiederum sollte man schon Film oder Buch kennen, um diese Hinweise beziehungsweise Anspielungen verstehen zu können, was auch einen Teil des Reizes des Spiels ausmacht. Überhaupt zaubert Telltale hier in den vier Episoden eine durchaus spannende und gut erzählte Geschichte auf den Bildschirm, die auch von ihren gut gezeichneten und glaubwürdigen Charakteren lebt. Wer mag, kann immer wieder ein paar Gespräche führen und so mehr über die einzelnen Personen erfahren. Andere Dialogoptionen bringen euch aber auch direkt weiter im Spielverlauf. Die Qualität schwankt dabei ein wenig, insbesondere in der deutschen Version werden hin und wieder Sachen mal falsch betont und kommen in gewissen Momenten nicht ganz so überzeugend rüber, obwohl die Sprecher eigentlich recht gut gewählt sind.

Ruhige Szenen wechseln sich dabei immer wieder mit Actioneinlagen ab, womit wir dann auch bei der Schattenseite des Spiels wären... Spiel? Oder doch eher Spiel-Film? Eigentlich ist Jurassic Park: The Game mehr ein interaktiver Film, in dem ihr ein kleines bisschen Einfluss ausübt. In den actionreichen Momenten geschieht das vor allem über Quick-Time-Events, davon erwarten euch im Spiel wirklich sehr viele. Einfach schnell die jeweiligen Richtungstasten im passenden Augenblick oder nacheinander drücken, um nicht von den Dinos verspeist zu werden und dergleichen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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