Ngmoco: Free-to-play-Äquivalent zu Skyrim in 'den nächsten paar Jahren'

Könne eine Milliarde einbringen

Ngmoco Stockholms Manager Ben Cousins rechnet "in den nächsten paar Jahren" mit einem free-to-play-Äquivalent zu Bethesdas Rollenspiel The Elder Scrolls 5: Skyrim.

"Ich glaube, dass der Singleplayer der nächste Bereich ist, den wir in puncto Freemium-Monetarisierung knacken werden", sagt er. "Und ich spreche über traditionellen, storybasierten, geskripteten, linearen und nicht-linearen Singleplayer, den wir auf Konsolen sehen."

"Ich bin mir zu 100 Prozent sicher - ich werde große Summen darauf wetten -, dass wir in den nächsten paar Jahren ein free-to-play-Äquivalent zu Skyrim sehen werden. Ein Spiel wie Skyrim, in dem man mit der Zeit seine Skills verbessert und Ausrüstung sammelt, das man für hunderte Stunden spielen kann, ist in Wahrheit eines der am einfachsten zu entwickelnden Spiele für ein free-to-play-Modell. Es wäre ein großer Hit."

Laut Cousins gibt es drei Ären des free-to-play-Marktes, die er als 1.0, 2.0 und 3.0 bezeichnet.

1.0 sei das ursprüngliche Modell, bei dem Mikrotransaktionen verwendet werden, um kosmetische Dinge, zeitsparende Boni oder andere Optionen zur Individualisierung zu kaufen. Der durchschnittlich investierte Betrag eines Spielers liege hier bei 5 Dollar.

Also 2.0 wird das Zynga-Modell bezeichnet, bei dem Mikrotransaktionen dazu dienen, bestimmte "Unannehmlichkeiten" im Spieldesign zu umgehen. Hier betrage die durchschnittlich investierte Summe bereits 20 Dollar.

3.0 stelle wiederum die Zukunft dar. Hier würde man auch Gameplay-Features und -Funktionen kaufen, die positive Reaktionen wie "Begeisterung, Freude und Risikofreudigkeit" hervorrufen würden. Durchschnittlich würden Spieler dann 60 Dollar investieren.

Im "Best-Case-Szenario" würde man Cousins zufolge heute 20 Millionen Einheiten eines Konsolenspiels für 60 Dollar verkaufen, bei einem Entwicklungs- und Marketingbudget von jeweils 100 Millionen Dollar.

Bei free-to-play-Spielen der Ära 3.0 könnte man aber eine weitaus größere Zielgruppe erreichen, laut Cousins bis zu 200 Millionen Spieler, wenn man auch die aufstrebenden Märkte in Indien oder Afrika berücksichtige.

Sollte das der Fall sein, könnten Entwicklungs- und Marketingbudget auf bis zu eine Milliarde Dollar klettern, beteiligte Firmen würden allerdings auch einen Wert von 100 Milliarden Dollar erreichen.

"Ich glaube, in der Zukunft wird free-to-play die Art und Weise sein, auf die nahezu jeder Spiele spielt. Es wird nahezu jedes Genre und jede Plattform umfassen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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