Stalker 2: Entwickler hatten versucht, die Rechte am Spiel zu bekommen

Wollten gerne weiter am Shooter arbeiten, waren aber letzten Endes erfolglos.

Die einstigen Entwickler von GSC Game World hätten mit ihrem neuen Studio Vostok Games gerne weiter an Stalker 2 gearbeitet und versuchten auch, die Rechte daran zu bekommen.

Leider war das allerdings nicht möglich, wie Vostoks Oleg Yavorsky im Gespräch mit Eurogamer erklärt hat: "Im Dezember 2011 entschied sich Sergiy Grygorovych - der Besitzer von GSC Game World -, das Studio aus persönlichen Gründen zu schließen, wie er gegenüber dem Team angab. Aus diesem Grund wurde die Entwicklung von Stalker 2 effektiv gestoppt."

"Das Team stand vor der Wahl, entweder woanders Jobmöglichkeiten wahrzunehmen oder zusammenzubleiben und zu versuchen, sich eine externe Finanzierung und die Markenrechte zu sichern, um Stalker 2 zu vervollständigen. Wir entschieden uns für die zweite Option und so kam dieses neue Studio zustande."

"Als Entwickler des Spiels waren wir sicherlich begierig darauf, mit Stalker 2 weitermachen und das Projekt vollenden zu können. Nach rund einem Monat an Verhandlungen konnten wir aber leider keine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber treffen, um weiter mit der Marke Stalker zu arbeiten."

Die Arbeiten an Stalker 2 wurden also endgültig eingestellt und die Rechte daran verbleiben bei Grygorovych, der aber nicht an Vostok beteiligt ist. Im Streit hat man sich aber ebenfalls nicht getrennt.

"Wir sprechen mit ihm und haben uns freundschaftlich getrennt", sagt er. Vostok arbeitet nun an einem free-to-play-MMOFPS namens Survarium.

"Das Survarium-Konzept ist der nächste evolutionäre Schritt von Stalker, an dem wir für die letzten zehn Jahre gearbeitet haben. Survarium geht einen Schritt weiter und lässt die Menschheit nicht nur in der Region rund um Tschernobyl ums Leben kämpfen, sondern weit darüber hinaus."

Man will für eine Stalker-ähnliche Atmosphäre und ein entsprechendes Feeling sorgen. Auch einige Ideen hat man sich für Survarium entliehen.

"Spieler können zum Beispiel viele Survival-Elemente, Fraktionen, Anomalien und so weiter erwarten. Wir sind auch offen für Diskussionen mit der Community, um Ideen und Feature-Pläne mit ihnen zu teilen und zu erfahren, was sie im neuen Spiel am liebsten sehen würden."

Die Entscheidung für das free-to-play-Modell wurde indes nicht überall mit Begeisterung aufgenommen, bei Vostok sieht man das aber als Vorteil: "Free-to-play ist ein sich aktiv entwickelndes Geschäftsmodell und viele große Titel schlagen heute diese Richtung ein. Wir sehen auch einige Vorteile bei der Nutzung dieses Systems: Es besteht die Möglichkeit, näher mit der Community zu interagieren und das Spiel so weiterzuentwickeln, wie es sich die Community wünscht. Und es ist eine Chance, Piraterie zu bekämpfen, die hier immer noch ein großes Problem ist. Außerdem gibt es kürzere Produktionszyklen für die Entwicklung von neuem Content, mit dem es schrittweise erweitert wird."

Dass Stalker 2 nicht mehr fertiggestellt wird, ist bereits in der letzten Woche bekannt geworden. Zuvor gab es in den letzten Monaten durchaus noch etwas Hoffnung darauf.

Berichte über die Schließung von GSC Game World tauchten erstmals Anfang Dezember 2011 auf. Im Januar 2012 hieß es dann erst, dass die Arbeiten an Stalker 2 weitergehen, das Spiel aber nicht mehr 2012 erscheinen werde.

Selbst Mitte März sagte man noch via Twitter: "Um die vielen Fragen zu beantworten, die uns gestellt werden: Ja, Stalker 2 befindet sich derzeit in der Entwicklung. Nichtsdestotrotz gibt es aktuell keinen Veröffentlichungstermin."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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