Amnesia-Entwickler: Horror sollte in die reale Welt hineinreichen

Nicht nur virtuell für Angst und Schrecken sorgen, sondern auch in der Realität.

Der Horror in Horrospielen sollte nach Ansicht von Amnesia-Entwickler Frictional Games bis in die reale Welt hineinreichen.

"In den meisten Spielen startet der Spieler üblicherweise in irgendeiner merkwürdigen oder nicht sehr normalen Situation. In unserem eigenen Spiel, Amnesia, spielt die Story zu Anfang des 19. Jahrhunderts und der Protagonist erwacht in einer gotischen Burg. Es ist nicht einfach, sich damit zu identifizieren.", schreibt man in einem Blogeintrag über zehn Möglichkeiten, wie man das Genre verbessern könne.

"In anderen Spielen ist der Spieler ein Geheimagent, in einem gruseligen Dorf gefangen und so weiter. Das alles sind sehr ungewöhnliche Situationen und kaum jemand wird so etwas irgendwann einmal selbst erleben."

"In anderen Medien beginnt vieles von dem guten Horror in meist sehr alltäglichen Situationen. Sie bauen darauf auf, dass sich das Publikum stark mit dem identifizieren kann, was gerade passiert, und enge Parallelen zu den eigenen Leben ziehen kann."

"Für Horror-Spiele bedeutet das, dass man eine sehr vertraute Situation aufbauen müsste und dann langsam aber sicher mit dem Horror beginnt. Das Ziel besteht darin, dass der Schrecken nicht einfach nur in der virtuellen Welt stattfindet, sondern auch die Realität erreicht."

Wichtig sind dabei auch menschliche Interaktionen. Drama und Horror miteinander zu verbinden, sei jedoch "keine einfache Aufgabe".

"In den anderen Medien steht beim Horror meistens nicht das Phänomen oder die Situation im Vordergrund, sondern der Effekt, den es auf die Leute hat", schreibt man weiter. "Der Exorzist ist ein großartiges Beispiel dafür. Oder auch The Shining."

"In Videospielen dreht sich alles jedoch um leblose Objekte oder hirnlose Feinde. Indem man die Aktionen des Spiels direkt mit anderen Leuten verknüpft, wird der Horror so viel persönlicher und intensiver."

Frictional selbst arbeitet mit A Machine for Pigs derzeit an einer Fortsetzung zu Amnesia.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (17)

Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (17)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading