Treyarch: Black Ops 2 braucht keine neue Engine für bessere Grafik

Konstante Verbesserung der aktuellen Engine reicht aus, um die Ziele des Teams zu erreichen.

Nach Meinung von Treyarchs Mark Lamia braucht Call of Duty: Black Ops 2 keine brandneue Engine, um die Grafik gegenüber den Vorgängern zu verbessern.

Für das Spiel kommt erneut eine verbesserte Version von id Tech 3 zum Einsatz, die man bereits seit 2005 verwendet. Genau dieses Grafikgrundgerüst zu verbessern, genüge laut Lamia allerdings, damit das Team seine Ziele erreichen kann.

"Die Leute fragen mich immer, 'ist das eine neue Engine'?", so Lamia im Gespräch mit One of Swords. "Ich vergleiche es mit Leuten, die in einem alten Haus leben, das umgestaltet wurde. Nur weil man es umgestaltet und es dann neu aussieht oder eine neue Küche bekommt, reißt man nicht das Fundament oder einen Teil des Rohbaus ab. Man könnte sogar so Hardcore sein und die Rohrleitungen austauschen. Und das ist ungefähr das, was wir tun."

"Natürlich ist das ein vereinfachtes Beispiel, aber so kann man es sagen. In diesem Grundgerüst steckt noch immer eine Menge Gutes, das man nicht loswerden will. Und das tun wir auch nicht. Wir wollen in den Bereichen für Weiterentwicklungen sorgen, die unser Game-Design unterstützen."

"Wann immer man eine Engine anrührt, verändert sie sich. Diejenigen, die sie erschaffen haben, verändern sie: Sie modifizieren nicht das, was sie nicht brauchen, sondern das, was sie benötigen. Man kann kein wettbewerbsfähiges Produkt erschaffen, wenn man zwischenzeitlich nicht die Engine verbessert."

"Ich denke, die ganze Sache hinsichtlich einer neuen Engine... manchmal ist das einfach eine abgedroschene Phrase", so Lamia. "Nun, ich habe eine neue Grafik-Engine - ist es eine neue Engine? Wo fängt es an, wo hört es auf? Teile des Codes kann man sehr, sehr weit zurückverfolgen... aber ganze Teile des Codes sind auch komplett neu. Zwei Dinge, auf die wir uns bei diesem Spiel konzentriert haben, waren die Grafik und die Beleuchtung - darin investieren wir eine beträchtliche Menge an Arbeit."

Auch Black Ops 2 wird wieder mit 60 Frames pro Sekunde laufen, aber dennoch nutzt man Techniken wie HDR-Lighting, Bounce-Lighting, Self-Shadowing oder eine neue Texturen-Technik namens Reveal-Mapping.

"Ich denke, die Leute wollen, dass wir das Ganze forcieren", erklärt er. "Sie möchten, dass wir ein besser aussehendes Spiel machen. Sie wollen etwas. Ich glaube nicht, dass es sich dabei um etwas handelt, was die Leute nicht verlangen können. Wir selbst haben uns die gleiche Frage gestellt - wir wollten die Grafik weiterentwickeln. Ich denke, die Fragen sind berechtigt. Die Antwort muss allerdings nicht eine komplett neue Engine sein, aber man könnte vielleicht sein gesamtes Beleuchtungssystem völlig überarbeiten."

"Die Sache ist, dass wir nicht dazu bereit, wenn das bedeutet, dass es nicht mehr mit 60 Frames pro Sekunde läuft - aber diesmal haben wir es getan. Das ist also die Engine von Black Ops 2."

Erscheinen wird Call of Duty: Black Ops 2 am 13. November für PC, Xbox 360 und PlayStation 3.

Call of Duty: Black Ops 2 - Trailer

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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