Elder Scrolls Online: Öffentliche Dungeons und warum es nicht so aussehen kann wie Skyrim

Firor vermisst öffentliche Dungeons in heutigen MMOs, strebt 200 Charakte in großen Kämpfen an.

In The Elder Scrolls Online wird es öffentliche Dungeons geben, die in vielen aktuellen MMOs eigentlich gar nicht mehr auftauchen. Ein Grund dafür ist, dass Elder Scrolls Onlines Game Director Matt Firor sie mag.

"Öffentliche Dungeons waren mein Favorit in EverQuest", erklärt Firor im Gespräch mit der Edge. "Mir fällt kein anderes MMO, das seitdem erschienen ist und welche hatte."

"Wenn man mal an diese spaßigen MMO-Momente der ersten Generation zurückdenkt... Man stand da in einer Ecke, hatte Angst und wartete darauf, dass jemand vorbeikommt und einen rettet. Diese Art von strafendem Gameplay, das sie damals hatten, können wir heute nicht mehr machen, aber wir können Leute gemeinsam mit anderen in Bereiche bringen, in denen sie zusammenarbeiten wollen."

Das ist auch eines der Ziele von The Elder Scrolls Online: Die Leute sollen miteinander interagieren, auch in der Welt selbst und nicht nur über das Interface.

"Das sind tolle Plätze für Spieler, um Kontakt zu anderen aufzunehmen und sie sind sehr wichtig für uns. Allerdings haben wir auch instanzierte und private Dungeons sowie Endgame-Raid-Dungeons für Gruppen mit bis zu sechs Spielern."

"Jeder dieser öffentlichen Dungeons kann alleine bewältigt werden, allerdings sind sie - und es gibt viele davon - auch gefährlich. Es gibt viele Kreaturen und sie stehen dicht beieinander. Wenn man es alleine angehen will, muss man im Grunde einen Ort finden, um sich zu heilen. Und dann findet man vielleicht einen anderen Spieler, der genauso denkt wie ihr und Hilfe braucht. Dann könnte man gemeinsam weitermachen. Vielleicht trifft man so hoffentlich auch jemanden, mit dem man auch später noch zusammenarbeitet."

Diese öffentlichen Dungeons will Firor aber gleichzeitig auch mit den Quests und dem Levelling der jüngeren MMOs wie World of WarCraft verknüpfen. Nähere Details dazu gibt es aber zur Zeit nicht.

Mit Game Informer sprach Art Director Jared Carr unterdessen über Grafik und Stil von The Elder Scrolls Online und warum es nicht so aussehen kann wie Skyrim.

"Meiner Ansicht nach sind wir bei MMOs technisch und in puncto Grafik-Technologie noch nicht bereit dazu, für fotorealistische Grafik zu sorgen. Wir können es nicht tun", erklärt er. "Unser Ziel sind 200 Charaktere auf dem Bildschirm in unseren massiven Schlachten. Das alleine sorgt schon für technische Einschränkungen, was Polygone und Texturen und solche Dinge betrifft. Es gibt also keine Möglichkeit, hier auf eine fotorealistische Grafik zu setzen."

"Um das Spiel also gut und interessant aussehen zu lassen, stilisieren wir es", fügt er hinzu.

Nicht jeder war von der Grafik und dem Stil von The Elder Scrolls Online auf den ersten Screenshots begeistert. ZeniMax Online zufolge müssen MMOs aber schon grundsätzlich anders aussehen.

"Der wichtigste Punkt ist, dass es sich handgemacht anfühlen muss", so Carr. "Das ist wichtiger als Fotorealismus, weil die Leute darauf reagieren. Viele MMOs und Spiele nutzen irgendwelche Prozesse, um Dinge schnell generieren zu können. Wir tun das nicht. Unsere Grafiker platzieren das ganze Gras, jeden Baum von Hand. Dadurch erhalten wir ein einzigartiges Look and Feel für jeden Schauplatz. Dafür sind die Elder-Scrolls-Spiele auch bekannt, besonders die jüngeren Titel - dieses handgemachte Look and Feel. Und wir bilden da keine Ausnahme."

Klinisch sauber bleibt das Spiel dabei aber auch nicht.

"Wir sorgen für diese düsteren Look in den Texturen", erklärt Carr. "Jedes Gebäude hat diese Art von verwittertem und beschmutztem Look. Die Armor glänzt nicht ständig, ist auch verwittert und schmutzig. Wir müssen sicherlich einige Häuser und andere Strukturen mehrfach verwenden, aber wenn wir zum Beispiel ein Architektur-Set erstellen, nutzen wir nicht jedes Gebäude davon überall."

Darüber hinaus macht man es den Spielern wohl auch einfacher, von einem Ort zum anderen zu gelangen: "Wir wollten keine Welt erschaffen, in der die Leute gewaltige Gebirge überwinden müssen, um zu ihrem Ziel zu gelangen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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