Yoshida: Pressekonferenz sollte kürzer werden, deswegen wenig Neues zur Vita

Auf der Messe sind 25 neue Spiele zu sehen und man will mehr als nur simple Umsetzungen.

Die PlayStation Vita stand auf Sonys E3-Pressekonferenz eher wenig im Fokus, höchstens durch Titel wie Ubisofts Assassin's Creed 3: Liberation oder Activisions Call of Duty. Von Letzterem war dann aber auch nicht mehr als ein Logo zu sehen.

Doch warum richtet man nicht mehr Aufmerksamkeit auf den Handheld? Ein Grund ist laut Sonys Shuhei Yoshida, dass man die Pressekonferenz im Vergleich zu früheren Veranstaltungen kürzer gestalten wollte.

"Es ist unsere Schuld, nicht genügend Zeit in Vita-Content investiert zu haben", erklärt er im Gespräch mit VG247. "Wir haben 25 neue Spiele auf der Messe, die auch spielbar sind. Und viele davon sehen fantastisch aus, zum Beispiel LittleBigPlanet von uns selbst."

"Wir hätten es zeigen können. Oder SoundShapes, das im August erscheint und sich toll spielt. Oder irgendein Spiel eines Drittherstellers - Jet Set Radio auf der Vita sieht unglaublich klar aus und ist gut spielbar. Wir hätten also mehr während der Pressekonferenz zeigen können."

"Aber ich habe beobachtet, dass ein wichtiges Ziel des PR-Teams darin bestand, die Konferenz in diesem Jahr kürzer zu gestalten. In der Vergangenheit wurden wir dafür kritisiert, dass unsere Konferenzen zu lang sind. Aber wir müssen auch immer noch die PS3, PS3-Exklusivspiele, Partnerschaften mit Drittherstellern, PS Move, PlayStation Mobile und die Netzwerk-Dienste und die PS Vita abdecken. Wenn ihr wirklich nach neuen Informationen zu Vita-Spielen sucht, die dieses und Anfang des nächsten Jahres erscheinen, waren diese deutlich zu schwach vertreten."

Außerdem sprach Yoshida über die Entwicklung der Titel für den neuen Handheld und ob die Spiele es wert sind und sich von PS3-Titeln oder früheren Spielen eines Franchise abheben.

"Ich kann das aus zwei verschiedenen Perspektiven beantworten", erklärt er. "Eine davon ist, dass wir an neuen Ideen für die Vita arbeiten und an Projekten, die es nur auf der Vita geben kann. Ein Spiel, das mich wirklich begeistert, ist Gravity Rush. Es erscheint nächste Woche. Die grundlegende Spielmechanik, die Nutzung des Gyroskops, ist auf keiner anderen Plattform möglich. Es braucht beide Analog-Sticks und sehr genaue Sensoren. Außerdem haben wir gerade ein Spiel namens Soul Sacrifice angekündigt. Es ist Keiji Inafunes Spiel. Er ist sehr aktiv dabei, kehrt zum Kreativen zurück. Ein sehr aufregendes Spiel, das nur auf der PS Vita möglich ist beziehungsweise dafür erdacht wurde."

"Gleichzeitig haben wir natürlich unsere größeren Franchises wie Uncharted und Resistance, wie du schon erwähnt hast, die nicht nur das nachahmen sollen, was man bereits auf der PS3 hat. Das war unser Problem mit der PSP. Wir haben einfach versucht das Gleiche zu machen und die PSP bot uns nicht viele Möglichkeiten, um ein einzigartiges Spielerlebnis zu erschaffen."

"Die Vita wurde jedoch allen voran dafür entworfen, bei den Kernmechaniken einen guten Job zu machen, beim Interface, mit dem man diese Spiele spielt. Und dann gibt es zusätzliche Features wie das Gyroskop, die Portabilität, 3G oder Near. Und diese Portabilität ist auf einer Konsole einfach nicht möglich."

"Wir werden weiter versuchen unsere Marken auf die PS Vita zu bringen, wie das auch Dritthersteller mit ihren Marken tun werden. Nicht nur, um damit mehr vom Gleichen zu bieten, sondern um von den einzigartigen Funktionen der Vita Gebrauch zu machen. Und ich hoffe, dass LittleBigPlanet Vita eines der besten Beispiele dafür wird, dass die Vita-Version aufgrund der Touch-Funktionen der normalen Fassung von LittleBigPlanet in nichts nachsteht."

"Das ist die Idee dahinter: Sowohl neue als auch vorhandene Marken sollen die Vita zu ihrem Vorteil nutzen."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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