EA: Origin wird Steams Rabatte nicht kopieren

Nach Ansicht von EAs Origin-Chef David DeMartini mindert das den Wert einer Marke.

Fast jeder kennt mittlerweile die üblichen Steam-Rabatte, die es zu Weihnachten oder anderen Gelegenheiten gibt. Spiele werden teilweise drastisch reduziert, aber für EAs Origin-Chef David DeMartini ist das der falsche Ansatz.

"Wir werden das nicht tun", sagt er im Gespräch mit GamesIndustry. "Natürlich denkt man nach einer gewissen Zeit, dass es richtig ist, das zu tun. Ich glaube aber, dass es den Wert einer Marke mindert".

"Ich kenne beide Seiten, verstehe es. Wenn man einen Haufen Exemplare verkaufen will, ist das sicherlich der richtige Weg, nämlich viel zu einem geringen Preis abzusetzen. Die Entwickler arbeiten unglaublich hart daran, diese Marken zu erstellen. Und wir versuchen nicht, Target zu sein. Wir wollen Nordstrom sein."

"Wenn ich das sage, meine ich damit, dass wir einen guten Wert bieten wollen, einen fairen Preis. Und gelegentlich wird es Sachen geben, die günstiger sind, nur erwartet keine 75-Prozent-Geschäftsaufgabe-Rabatte."

Mit über 11 Millionen registrierten Nutzern ist das vor rund einem Jahr gestartete Origin mittlerweile die Nummer 2 hinter Valves Steam mit seinen knapp 40 Millionen Usern. Bislang hat Origin dabei einen Umsatz von 150 Millionen Dollar generiert.

DeMartini glaubt, dass Spieler durch diese hohen Rabatte dazu verleitet werden, Spiele nicht mehr zur Veröffentlichung zu kaufen, sondern einfach auf künftige Angebote zu warten.

"Das, was Steam tut, bringt den Kunden möglicherweise dazu zu denken: 'Vielleicht will ich es nicht im ersten Monat, aber wenn ich in vier oder fünf Monaten nochmal schaue, gibt es einen dieser Wochenend-Sales und ich kaufe es mit 75 Prozent Rabatt.'"

"Es ist ein Ansatz und ich sage nicht, dass er für Valve nicht funktioniert. Das tut es mit Sicherheit. Ich weiß aber nicht, ob es auch für die Vertriebspartner so gut funktioniert, die das am meisten zu spüren bekommen."

Valves Gabe Newell hat diese Praktiken in der Vergangenheit verteidigt und sagte, dass es keinerlei negative Auswikrungen gebe.

"Tatsächlich wird Gabe normalerweise sagen, dass es die Verkäufe über andere Kanäle verbessert, denn wenn ein Spiel gut ist, spricht es sich herum und es hat einen positiven Effekt", so DeMartini.

"Ohne zu viel zu sagen... eine Möglichkeit, mit älteren Spielen umzugehen, ist, solche hohen Rabatte anzubieten. Es gibt andere Wege, mit einem alternden Produkt umzugehen, dem Kunden etwas von Wert zu bieten und sie an euren Service zu binden, über die ich aber nicht wirklich sprechen kann."

Eine Alternative zu diesen Steam-Rabatten deutete er zwar an, aber wollte auch nicht näher ins Detail gehen: "Wir glauben nicht an diesen 75-Prozent-Ansatz, aber wir glauben an etwas Anderes, das wir anbieten werden."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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