Bohemia Interactive und die Furcht vor DayZ als eigenständiges Spiel

Laut CEO Marek Spanel hatte man Bedenken hinsichtlich der Fans und ihrer Reaktionen.

Im Vorfeld der gamescom hatte DayZ-Erfinder Dean Hall bekannt gegeben, dass aus der ArmA-2-Mod mithilfe von Bohemia Interactive ein eigenständiges Spiel wird.

Bevor es aber dazu kam, hatte man bei Bohemia Interactive nach Angaben von CEO Marek Spanel einige Bedenken, auch sichtlich der Fans und ihrer möglichen Reaktionen. Besonders im Hinblick darauf, dass viele Fans sich extra für die Mod ArmA 2 gekauft hatten.

"Sie könnten vielleicht denken, dass es nicht fair wäre, weil sie Geld für etwas zahlen müssen, das ursprünglich kostenlos war, wenn sie im Besitz von ArmA2 waren", so Spanel.

"Die Leute, die derzeit daran interessiert sind und es kaufen, sind bereit, ein Risiko einzugehen. Sie sind bereit, 14,99 Pfund für ein Spiel auszugeben, das sie vielleicht gar nicht spielen oder mit dem sie keinen Spaß haben. Sie tun das, um eine Mod zu spielen, die sich noch mitten in der Entwicklung befindet", sagte Hall bereits im Juli auf der Rezzed-Veranstaltung.

Spanel zufolge war man letzten Endes der Meinung, dass das DayZ-Projekt unkontrolliert wuchs und nicht länger die Form einer Mod beibehalten könne.

"Um DayZ angemessen unterstützen zu können, war eine eigenständige Version die einzig mögliche Option. Als Mod können wir es wirklich nur so weit bringen, wie das aktuell der Fall ist. Das heißt nicht, dass wir die Mod aufgeben oder sie nicht weiter unterstützen wollen. Es wird auch noch so einige Updates für die Mod geben, um sie am leben zu halten. Aber es gibt viele Einschränkungen, die wir als Mod einfach nicht überwinden könnten."

"Mit einer Mod muss man auch an all die anderen Mods denken und ArmA 2 selbst kann zu einem Alptraum werden. Wenn man etwas zugunsten von DayZ ändert, könnte dadurch eine andere Mod nicht mehr funktionieren. Oder die Kampagnen. In ArmA 2 gibt es nun fünf oder sechs größere Kampagnen", erklärt er. "Das ist also eine schwierige Sache. Wir brauchen einfach ein eigenständiges DayZ, um daran arbeiten zu können. So sieht die Realität aus."

Wann DayZ als eigenständiges Spiel erscheint, ist noch unklar. Übermäßig viel Zeit will man sich aber wohl auch nicht nehmen.

"Je früher wir eine Alpha-Version haben, desto besser. Und dann in schnellen Abständen immer neue Versionen. Wir wollen auch, dass unsere User Teil der Entwicklung sind", verrät Spanel. "So haben wir es bei ArmA 2 über Jahre hinweg gemacht. Die User stehen im Mittelpunkt. Wir brauchen sie wirklich. Ohne sie wäre ArmA 2 nicht das, was es heute ist."

Wenn ihr mehr über das Spiel wissen wollt, empfehlen wir euch unser Interview mit DayZ-Erfinder Dean Hall.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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