EAs Gibeau: Neue Marken spät im Konsolenzyklus einzuführen, ist ein Fehler

Einführung neuer IPs zu diesem Zeitpunkt wird nicht ausreichend belohnt, neue Hardware 'spektakulär'.

Neue Marken zum Ende eines Konsolenzyklus einzuführen, ist nach Ansicht von EAs Frank Gibeau ein Fehler. Bis zur nächsten Generation werde man daher noch mit wenig wirklich neuen Ideen leben müssen.

"Wenn man sich die Marktdynamik mal anschaut: So sehr es auch den Wunsch nach neuen IPs gibt, der Markt belohnt neue IPs so spät in diesem Zyklus nicht. Es läuft darauf hinaus, dass es ganz okay ist, aber der Durchbruch wird nicht geschafft", erklärt Gibeau im Gespräch mit GamesIndustry.

"Wir müssen genau auf die Zeit achten, die unsere Entwickler mit etwas verbringen. Und natürlich auch auf das Geld, das wir in die Entwicklung investieren. Das alles in positiver Art und Weise. Daher konzentrieren wir uns darauf, eine Reihe neuer IPs mit der nächsten Generation der Hardware zu veröffentlichen."

"Aktuell arbeiten wir an drei bis fünf neuen Marken für die Next-Gen", sagt er.

In den kommenden zwölf Monaten veröffentlicht der Publisher unter anderem Dead Space 3, Medal of Honor, Need for Speed: Most Wanted, SimCity, Army of Two: The Devil's Cartel und natürlich die üblichen jährlichen Sportspiele. Und dann wäre da ja auch noch Battlefield 4.

Andere Publisher versuchen hingegen durchaus noch, neue Marken zu etablieren, etwa Square Enix mit Sleeping Dogs, Bethesda mit Dishonored, Ubisoft mit Watch Dogs oder Sony mit The Last of Us und Beyond: Two Souls. Aber ob sie auch wirklich einschlagen?

"Die richtige Zeit für die Veröffentlichung neuer Marken ist zu Beginn eines Hardwarezyklus", glaubt Gibeau. "Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, wurde die Mehrheit der neuen IPs innerhalb der ersten 24 Monate eines jeden Zyklus einer Hardware-Plattform eingeführt."

Zugleich stimmt er zu, dass einige Spieler gewisse Ermüdungserscheinungen zeigen, wenn es um die aktuelle Hardware geht.

"Das ist der längste Zyklus, den irgendjemand von uns bislang gesehen hat. Und wir haben einen Punkt erreicht, an dem man ein wenig die Ermüdung spürt. Die Leute fragen sich, was man wohl als nächstes tun könnte. Ich habe die Maschinen gesehen, für die wir Spiele entwickeln. Und sie sind spektakulär."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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