Zynga reagiert auf Electronic Arts' Klage mit einer Gegenklage

Wirft dem Publisher Wettbewerbsfeindlichkeit und unlautere Geschäftspraktiken vor.

Anfang August hatten wir berichtet, dass Electronic Arts Zynga verklagt, da diese mit The Ville eine offensichtliche Kopie von EAs The Sims Social veröffentlicht hätten.

Nun reagiert Zynga mit einer Gegenklage darauf, die entsprechenden Dokumente finden sich bei Kotaku.

"Heute reagierten wir auf EAs Vorwürfe, die unserer Ansicht nach haltlos sind", erklärt Zyngas Reggie Davis. "Wir haben außerdem eine Gegenklage im Hinblick auf Aktionen von EA eingereicht, die wir als wettbewerbsfeindlich und unlautere Geschäftspraktiken betrachten. Dazu zählen rechtliche Drohungen und 'no-hire'-Vereinbarungen. Wir freuen uns darauf, wieder dazu zurückkehren zu können, unsere Spieler zu begeistern."

Einerseits bezeichnet man EAs Vorwürfe als "gegenstandslos, unwesentlich, unverschämt und/oder skandalös", andererseits besteht man darauf, dass The Ville die natürliche Weiterentwicklung von Zyngas Game-Design sei, angefangen bei YoVille.

Ebenso bestreitet man Vorwürfe, dass man gezielt Mitarbeiter von EA abgeworben habe, um ihre Spiele zu kopieren. Vielmehr hätten diese Personen den Publisher aufgrund seines "Unvermögens, erfolgreich im modernen Markt der im Internet und auf mobilen Plattformen spielbaren Social-Games zu konkurrieren", verlassen.

In einem dritten Dokument wirft man EA dann "wettbewerbsfeindliche und unrechtmäßige" Methoden vor, um zu verhindern, dass Zynga EA-Mitarbeiter abwirbt.

"EA hat gegenüber Zynga explizit angegeben, dass, obwohl Zyngas vergangene Einstellungen rechtmäßig waren, sich EAs Chief Executive Officer John Riccitiello 'auf dem Kriegspfad' befinde und die Absicht habe, Zyngas künftige Einstellungen von EA-Mitarbeitern zu stoppen. Mr. Riccitiello klagte über die Tatsache, dass Zynga den Mitarbeitern eine bessere Vergütung bieten könne, bei der EA einfach nicht mithalten kann und fürchtete den Verlust weiterer Führungskräfte, was ihn gegenüber dem Vorstand und den Aktionären schlecht aussehen ließe."

EA-Sprecher John Reseburg hat gegenüber Kotaku übrigens wie folgt darauf reagiert: "Das ist ein vorhersehbarer Trick, um von Zyngas ständigen Plagiaten anderer Künstler und Studios abzulenken. Zynga wäre besser damit beraten, sich um ihre sinkende Zahl an Mitarbeitern zu kümmern anstatt zu klagen, um mehr einstellen zu können."

Tatsächlich haben in jüngster Zeit mehrere ranghohe Zynga-Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, darunter auch der ehemalige EA-Mitarbeiter John Schappert.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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