Epics Unreal Engine ist längst nicht mehr die einzige Middleware zur Erstellung grafisch opulenter Spiele. Trotzdem fühlt der Entwickler keinen allzu großen Druck durch die zahlreichen Wettbewerber. Sie gestalteten ihre Lösungen häufig "zu einzigartig".

"Ich glaube nicht, dass wir uns je von ihnen geschlagen fühlen", so Chris Wynn, Senior Producer bei Epic gegenüber vg247. "Aber wir sehen uns definitiv andere Engines an und schauen, was sie machen. Das wird jetzt ein wenig arrogant klingen, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass die anderen Engines versuchen, in eine unterschiedliche Richtung zu gehen, nur um mit Unreal zu konkurrieren."

"Es ist als ob sie versuchen, etwas Neues und Einzigartiges zu suchen. Ich würde sagen, die Engine, die ich mir am meisten anschaue und sage, 'wow', ist Unity, wegen dem, was sie erreicht haben. Sie haben ihre Tools wirklich dermaßen erweitert, dass sie vielseitiger sind. Das ist wirklich interessant."

Auch Cryteks CryEngine habe er sich angeschaut.

"Ich dachte, 'ja, das ist slick ohne Ende, das sind coole Tools'. Aber wir setzen uns deshalb nicht hin und sagen uns, 'wow, diese Jungs schlagen uns, lass uns die Richtung ändern'. Wir haben unsere Richtung gefunden, schlagen sie ein und ich glaube, deshalb bleiben wir wettbewerbsfähig."

Die Unreal Engine 3 hat das Gesicht dieser Konsolengeneration geprägt wie keine zweite. Ob Epic das mit der vierten Iteration erneut gelingt?

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Deputy Editor - Eurogamer.de

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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